Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, dass Meister und Zunftgenossen des Schneiderhandwerks zu Heidelberg den Bau eines Zunfthauses und einer Zunftstube auf der Stadtmauer und Brustwehr über dem Marktbrunnentor angefangen haben. Der Bau hat nach Bescheid und Angabe der pfalzgräflichen Räte und Baumeister zu erfolgen, wofür der Pfalzgraf der Schneiderzunft den Bauplatz mit zugehörigen Rechten (flecken und begriff) übereignet und seine Bewilligung erteilt. Die Zunft hat den Bau wehrfähig und instand zu halten, inbesondere unbeschadet der darunter liegenden Stadtpforte. Kurfürst Friedrich kündigt sein Sekretsiegel an. Die Bürgermeister, namentlich Johann Sarwart (Salwert) und Peter Wigel, und der Rat zu Heidelberg kündigen das städtische Siegel an, zumal die Angelegenheit die gemeine Allmende berührt.