Nachlass Dr. Albert Neukirch (1884-1963) (Bestand)
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NLA HA, V.V.P. 11
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.9 Nachlässe, Handakten und Sammlungen von Einzelpersonen
1900-1960
Enthält: Manuskripte, Typoskripte, Notizen, Exzerpte, Entwürfe, Vorträge und Publikationen, Korrespondenz, Zeitungsausschnitte, Drucksachen, Bildmaterial
Geschichte des Bestandsbildners: Albert Franz Ludwig Neukirch wurde am 7. Januar 1884 als Sohn des Gymnasialprofessors Dr. Franz Neukirch und seiner Frau Dora, geb. Fricke, in Holzminden geboren. Von 1893 bis 1903 besuchte er das Gymnasium seiner Heimatstadt, studierte bis 1905 in Jena und anschließend in Göttingen mittlere und neuere Geschichte, Philosophie, Kunstgeschichte und Deutsch. In Göttingen nahm er zwei Jahre lang an den kunstgeschichtlichen Übungen von Prof. Vischer teil und war für einige Zeit dessen Assistent an der Universitäts-, Gemälde- und Kupferstichsammlung. Im Juni 1908 promovierte er magna cum laude mit einer Dissertation über den "Niedersächsischen Kreis und die Kreisverfassung von 1542". Die Fächer der mündlichen Prüfung waren mittlere und neuere Geschichte, Philosophie und Kunstgeschichte. Im Dezember 1909 bestand er die Prüfung für das höhere Schulamt in Geschichte und Philolosophie für die Oberstufe und Deutsch für die Mittelstufe.
Im Sommer 1910 begann Albert Neukirch eine Ausbildung im Museumsfach und wurde als Volontär im Kestnermuseum Hannover eingestellt. Zum 1. Februar 1912 wurde er von Wilhelm Bomann als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an das Vaterländische Museum in Celle berufen. Neukirch nahm als Landwehr-Infanterist an den schweren Kämpfen im Sommer 1916 in Rußland teil, kam 1917 als
Gefreiter an die Westfront und erhielt bei den Rückzugskämpfen 1918 in Lothringen das Eiserne Kreuz II. Klasse. Im März 1919 wurde er als Direktorialassistent am Vaterländischen Museum (Bomann-Museum) in Celle fest angestellt. Durch einen Vertrag mit der Stadt Celle und dem Museumsverein vom 14. Juli 1923 wurde Albert Neukirch zum Direktor des Museums bestellt, das
er bis zum 31. März 1949 geleitet hat. Albert Neukirch starb fast achtzigjährig am 10. Oktober 1963 in Celle.
Das wissenschaftliche Gesamtwerk Neukirchs ist nicht breit und lagert sich fast ganz um die Kultur- und Sozialgeschichte des 16. Jahrhunderts. In der niedersächsischen Geschichtsschreibung war er einer der kundigsten Erforscher und Deuter der Renaissancezeit. Ihr galt sein 1939 erschienenes Hauptwerk, die aus dem Rahmen der "Renaissanceschlösser Niedersachsens" herausgewachsene "Adelskultur der Renaissance", ein Meisterwerk von großartiger Brillanz. Kleinere Arbeiten befaßten sich mit der Geschichte des Weserberglandes und der Heide sowie mit der Renaissance in Hameln.
Albert Neukirch war seit 1910 Mitglied des Historischen Vereins für Niedersachsen und seit 1919 Mitglied der Historischen Kommission.
Bestandsgeschichte: Seine Witwe, Frau Käthe Neukirch, hat sich 1970 bereit erklärt, den wissenschaftlichen Nachlaß ihres Mannes dem Hauptstaatsarchiv Hannover geschenkweise und ohne benutzungsbeschränkungen zu überlassen. Dabei handelt es sich vor allem um Vorarbeiten für sämtliche Werke und Aufsätze Neukirchs, Aktenauszüge, Quellenmaterial, Kritiken, Manuskripte, Korrespondenzen sowie Abdrucke von Veröffentlichungen. Da das Material unübersichtlich in Mappen, Umschlägen, Klarsichthüllen und Kartons aufbewahrt war, erklärte sich Frau Neukirch von vornherein mit jeglicher Kassation einverstanden. Im Sommer 1970 wurden von Frau Neukirch zehn Fach Akten, einige Bücher und zwei Kartons Ansichtspostkarten, Zeitungsausschnitte u.a. übernommen und als Akzession 41/70 in den Bestand V.V.P. 11 eingeordnet. Im Frühjahr 1998 ist das gesamte Material neu geordnet und verzeichnet worden
Stand: April 1998
Findmittel: EDV-Findbuch (2000)
Bearbeiter: Johann-Nikolaus Krizsanits (1998)
Geschichte des Bestandsbildners: Albert Franz Ludwig Neukirch wurde am 7. Januar 1884 als Sohn des Gymnasialprofessors Dr. Franz Neukirch und seiner Frau Dora, geb. Fricke, in Holzminden geboren. Von 1893 bis 1903 besuchte er das Gymnasium seiner Heimatstadt, studierte bis 1905 in Jena und anschließend in Göttingen mittlere und neuere Geschichte, Philosophie, Kunstgeschichte und Deutsch. In Göttingen nahm er zwei Jahre lang an den kunstgeschichtlichen Übungen von Prof. Vischer teil und war für einige Zeit dessen Assistent an der Universitäts-, Gemälde- und Kupferstichsammlung. Im Juni 1908 promovierte er magna cum laude mit einer Dissertation über den "Niedersächsischen Kreis und die Kreisverfassung von 1542". Die Fächer der mündlichen Prüfung waren mittlere und neuere Geschichte, Philosophie und Kunstgeschichte. Im Dezember 1909 bestand er die Prüfung für das höhere Schulamt in Geschichte und Philolosophie für die Oberstufe und Deutsch für die Mittelstufe.
Im Sommer 1910 begann Albert Neukirch eine Ausbildung im Museumsfach und wurde als Volontär im Kestnermuseum Hannover eingestellt. Zum 1. Februar 1912 wurde er von Wilhelm Bomann als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an das Vaterländische Museum in Celle berufen. Neukirch nahm als Landwehr-Infanterist an den schweren Kämpfen im Sommer 1916 in Rußland teil, kam 1917 als
Gefreiter an die Westfront und erhielt bei den Rückzugskämpfen 1918 in Lothringen das Eiserne Kreuz II. Klasse. Im März 1919 wurde er als Direktorialassistent am Vaterländischen Museum (Bomann-Museum) in Celle fest angestellt. Durch einen Vertrag mit der Stadt Celle und dem Museumsverein vom 14. Juli 1923 wurde Albert Neukirch zum Direktor des Museums bestellt, das
er bis zum 31. März 1949 geleitet hat. Albert Neukirch starb fast achtzigjährig am 10. Oktober 1963 in Celle.
Das wissenschaftliche Gesamtwerk Neukirchs ist nicht breit und lagert sich fast ganz um die Kultur- und Sozialgeschichte des 16. Jahrhunderts. In der niedersächsischen Geschichtsschreibung war er einer der kundigsten Erforscher und Deuter der Renaissancezeit. Ihr galt sein 1939 erschienenes Hauptwerk, die aus dem Rahmen der "Renaissanceschlösser Niedersachsens" herausgewachsene "Adelskultur der Renaissance", ein Meisterwerk von großartiger Brillanz. Kleinere Arbeiten befaßten sich mit der Geschichte des Weserberglandes und der Heide sowie mit der Renaissance in Hameln.
Albert Neukirch war seit 1910 Mitglied des Historischen Vereins für Niedersachsen und seit 1919 Mitglied der Historischen Kommission.
Bestandsgeschichte: Seine Witwe, Frau Käthe Neukirch, hat sich 1970 bereit erklärt, den wissenschaftlichen Nachlaß ihres Mannes dem Hauptstaatsarchiv Hannover geschenkweise und ohne benutzungsbeschränkungen zu überlassen. Dabei handelt es sich vor allem um Vorarbeiten für sämtliche Werke und Aufsätze Neukirchs, Aktenauszüge, Quellenmaterial, Kritiken, Manuskripte, Korrespondenzen sowie Abdrucke von Veröffentlichungen. Da das Material unübersichtlich in Mappen, Umschlägen, Klarsichthüllen und Kartons aufbewahrt war, erklärte sich Frau Neukirch von vornherein mit jeglicher Kassation einverstanden. Im Sommer 1970 wurden von Frau Neukirch zehn Fach Akten, einige Bücher und zwei Kartons Ansichtspostkarten, Zeitungsausschnitte u.a. übernommen und als Akzession 41/70 in den Bestand V.V.P. 11 eingeordnet. Im Frühjahr 1998 ist das gesamte Material neu geordnet und verzeichnet worden
Stand: April 1998
Findmittel: EDV-Findbuch (2000)
Bearbeiter: Johann-Nikolaus Krizsanits (1998)
2,4
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST