Nachlass Knoke, Friedrich (Bestand)
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NLA OS, Erw A 61
Nds. Landesarchiv, Abt. Osnabrück (Archivtektonik) >> Gliederung >> 3 Sammelbestände >> 3.1 Familien und Personen
1879-1928
Geschichte des Bestandsbildners: Friedrich Knoke wurde am 9. Januar 1844 in Schmedenstedt/Schwedenstedt (Peine) geboren. Nach dem Studium der Philologie und Geschichte an den Universitäten Erlangen und Göttingen, wirkte er in verschiedenen Städten als Lehrer. 1887 wurde er zum Professor ernannt. Im Jahr 1892 kam er als Direktor des Ratsgymnasiums, das er bis 1920 leitete, nach Osnabrück. Friedrich Knoke wurde vor allem durch seine Forschungen und Veröffentlichungen über die Römer bekannt. Seine Theorien zum Ort der Varusschlacht waren allerdings umstritten. Er engagierte sich als Vorsitzender des Nationalliberalen Hauptvereins und des Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde St. Marien. Weiterhin war Friedrich Knoke im Ausschuss des Osnabrücker Museums aktiv und von 1912 bis zu seinem Tod am 24. Februar 1928 in Osnabrück Vorsitzender der Vereins für Geschichte und Landeskunde von Osnabrück (Historischer Verein).
Bestandsgeschichte: Die Unterlagen Friedrich Knokes stammen aus dem Nachlass Walter Freeses, der ehrenamtlicher Grabungshelfer bei Prof. Wolfgang Schlüter war und zudem in Kontakt mit Leiter der Stadt- und Kreisarchäologie Bodo Zehm stand. Da die Unterlagen erst nach Freeses Tod wieder entdeckt wurden, ist unklar, wie sie in seinen Besitz gelangten.
Bestandsgeschichte: Die Unterlagen Friedrich Knokes stammen aus dem Nachlass Walter Freeses, der ehrenamtlicher Grabungshelfer bei Prof. Wolfgang Schlüter war und zudem in Kontakt mit Leiter der Stadt- und Kreisarchäologie Bodo Zehm stand. Da die Unterlagen erst nach Freeses Tod wieder entdeckt wurden, ist unklar, wie sie in seinen Besitz gelangten.
0,7 lfd. M. (19 Einheiten)
Bestand
Literatur: Hehemann, Rainer: Friedrich Knoke; in: Hehemann, Rainer: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Region Osnabrück, Bramsche 1990, S. 164/165. Hindersmann, Ulrike: Friedrich Knoke und die Suche nach dem Ort der Varusschlacht im Osnabrücker Land; in: Heimatbund Osnabrücker Land e.V./Kreisheimatbund Bersenbrück e.V. (Hrsg.): Heimat-Jahrbuch 2009 Osnabrücker Land, Georgsmarienhütte 2008, S. 70-76. Hockmann, Daniel: Friedrich Knoke und die Verortung der Varusschlacht bei Bad Iburg; in: Heimatbund Osnabrücker Land e.V./Kreisheimatbund Bersenbrück e.V. (Hrsg.): Heimat-Jahrbuch 2009 Osnabrücker Land, Georgsmarienhütte 2008, S. 77-86.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 10:42 MESZ