Korrespondenz von Arend Dreesen an Carl Enders
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TNL Enders, HHI.2010.1000.61
HHI.TNLENDERS Teilnachlass Carl Enders
Teilnachlass Carl Enders >> Archivalie – Korrespondenz
1906-1926
Beilage: 1 Ms. m. e. Korr., o. O., 30.12.1907, 2 S. - "Grotmoder, musst net..."
Norden, den [?].05.1908: D. schildert seinen Tagesablauf, in dem der Sport einen breiten Raum einnimmt. Er vertrete die Ansicht, dass sportliche Betätigung Voraussetzung für geistige Arbeit sei. Anschließend schreibt D. über seine Novelle, die auch er - wie Enders - für "nicht einheitlich" halte. Zeitweise habe er erwogen, aus dieser einen zwei verschiedene Novellen zu machen, doch dann habe er den Gedanken wieder verworfen. Er habe nun Willrath gebeten, die Novelle nach Enders Vorschlägen umzuarbeiten, so dass sie veröffentlicht werden könne. D. hält es im Augenblick für sinnvoller, sich auf sein Studium zu konzentrieren. Gedichte wolle er nur noch zur Aufbesserung seines Taschengeldes schreiben. "Der Zweck heiligt eben auch hier die Mittel."
Norden, den 27.3.1909: Enders hat D. mitgeteilt, dass Westermann abgelehnt habe. D. wolle Enders Angebot, über ihn eine Beurteilung zu schreiben, gern annehmen und bittet, es Willrath mitzugeben. Er bedankt sich für das Angebot einer Sekretärsstelle, müsse jedoch auf seine geringe Leistungsfähigkeit hinweisen. "Blutarmut auf der Basis allgemeiner Nervosität."
aus: Horstmann, Christina: Die Literarhistorische Gesellschaft Bonn im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Dargestellt am Briefnachlaß von Carl Enders, Bonn, Bouvier, 1987
Norden, den [?].05.1908: D. schildert seinen Tagesablauf, in dem der Sport einen breiten Raum einnimmt. Er vertrete die Ansicht, dass sportliche Betätigung Voraussetzung für geistige Arbeit sei. Anschließend schreibt D. über seine Novelle, die auch er - wie Enders - für "nicht einheitlich" halte. Zeitweise habe er erwogen, aus dieser einen zwei verschiedene Novellen zu machen, doch dann habe er den Gedanken wieder verworfen. Er habe nun Willrath gebeten, die Novelle nach Enders Vorschlägen umzuarbeiten, so dass sie veröffentlicht werden könne. D. hält es im Augenblick für sinnvoller, sich auf sein Studium zu konzentrieren. Gedichte wolle er nur noch zur Aufbesserung seines Taschengeldes schreiben. "Der Zweck heiligt eben auch hier die Mittel."
Norden, den 27.3.1909: Enders hat D. mitgeteilt, dass Westermann abgelehnt habe. D. wolle Enders Angebot, über ihn eine Beurteilung zu schreiben, gern annehmen und bittet, es Willrath mitzugeben. Er bedankt sich für das Angebot einer Sekretärsstelle, müsse jedoch auf seine geringe Leistungsfähigkeit hinweisen. "Blutarmut auf der Basis allgemeiner Nervosität."
aus: Horstmann, Christina: Die Literarhistorische Gesellschaft Bonn im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Dargestellt am Briefnachlaß von Carl Enders, Bonn, Bouvier, 1987
8 eigenhändige Briefe mit Unterschrift ; 2 eigenhändige Postkarten mit Unterschrift ; 1 maschinenschriftlicher Brief mit eigenhändiger Unterschrift
Archivalie – Korrespondenz
Deutsch
Braunschweig - Absendeort
Norden - Absendeort
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.11.2025, 11:59 MEZ