Nachlass Peter Lankes (Schulrat) (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
N 67
Kreisarchiv Viersen (Archivtektonik) >> N Nachlässe und Privatsammlungen
Vorwort Peter Lankes (3.8.1877-1.7.1954) war vom 1.4.1914 bis zum 31.3.1934 Hauptlehrer bzw. Rektor der katholischen Volksschule Schultheißenhof in Viersen, von 1922 bis 1933 auch Vorsitzender der Viersener Zentrumspartei.Als er sich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten weigerte, der N.S.D.A.P. beizutreten, wurde er nach Duisburg-Laar zwangsversetzt und zum Volksschullehrer degradiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg berief ihn Regierungspräsident Sträter mit Zustimmung der Militärregierung als Schulrat nach Viersen, wo er am 23.7.1945 die Geschäfte von Schulrat Salzberger übernahm. Seine endgültige Ernennung erfolgte am 30.10.1946 rückwirkend zum 1.8.1946. Am 22.8.1948 konnte er (im Alter von 71 Jahren) sein 50jähriges Lehrerjubiläum begehen und trat am 30.9.1949 in den Ruhestand. Er war Träger des päpstlichen Ordens PRO ECCLESIA ET PONTIFICE sowie des Hohen Ordens vom hl. Sebastian (LAV NRW Hauptstaatsarchiv Düsseldorf BR-Pe 2298).
Lankes, Peter
2 Kartons
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ