Hintergrund des Verfahrens sind nach Angaben der Appellantin berufliche Auseinandersetzungen zwischen Dr. Beurhaus und Dr. Gerhard Pfannkuch. Bei dem in diesem Zusammenhang eingeleiteten Gerichtsverfahren hatte sich Beurhaus durch das vom Appellaten, einem Freund Pfannkuchs, geleitete Hofgericht ungerecht behandelt gefühlt (ausführlich dargelegt) und sich an den Kurfürsten persönlich gewandt, der nach Untersuchung Aufhebung aller Sanktionen angeordnet hatte. Der Wendung an den Kurfürsten wegen hatte der Appellat eine Beleidigungsklage gegen Beurhaus eingeleitet und ihn bis zur Kautionsstellung persönlich arrestieren lassen. Beurhaus war bald darauf verstorben. Die Appellantin geht davon aus, das die Person betreffende Beleidigungsverfahren sei mit dem Tode ihres Mannes und da noch keine Litiskontestation erfolgt war, „mortifiziert“. Dies um so mehr, als der Kurfürst den Sachverhalt habe untersuchen lassen und ihrem Mann Recht gegeben habe, womit jeder Beleidigungsvorwurf ausgeräumt sei. Die Vorinstanz hatte dagegen Fortführung des Verfahrens angeordnet.
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Hintergrund des Verfahrens sind nach Angaben der Appellantin berufliche Auseinandersetzungen zwischen Dr. Beurhaus und Dr. Gerhard Pfannkuch. Bei dem in diesem Zusammenhang eingeleiteten Gerichtsverfahren hatte sich Beurhaus durch das vom Appellaten, einem Freund Pfannkuchs, geleitete Hofgericht ungerecht behandelt gefühlt (ausführlich dargelegt) und sich an den Kurfürsten persönlich gewandt, der nach Untersuchung Aufhebung aller Sanktionen angeordnet hatte. Der Wendung an den Kurfürsten wegen hatte der Appellat eine Beleidigungsklage gegen Beurhaus eingeleitet und ihn bis zur Kautionsstellung persönlich arrestieren lassen. Beurhaus war bald darauf verstorben. Die Appellantin geht davon aus, das die Person betreffende Beleidigungsverfahren sei mit dem Tode ihres Mannes und da noch keine Litiskontestation erfolgt war, „mortifiziert“. Dies um so mehr, als der Kurfürst den Sachverhalt habe untersuchen lassen und ihrem Mann Recht gegeben habe, womit jeder Beleidigungsvorwurf ausgeräumt sei. Die Vorinstanz hatte dagegen Fortführung des Verfahrens angeordnet.
AA 0627, 5685 - U 10/25
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 1. Buchstabe U
[1700 -], (1695 - 1701)
Enthaeltvermerke: Kläger: Margaretha Elisabeth Übelgun, Witwe des Dr. Johann Friedrich Beurhaus, (Bekl.) Beklagter: von Romberg zu Bladenhorst, Geheimer Regierungsrat und Hofgerichtspräsident, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Gotthart Johann Marquart 1700 - Subst.: Dr. Johann Paul Fuchs Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Ulrich Zeller 1700 - Subst.: Dr. Johann Georg Erhard Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Klev.-märk. Hofgericht zu Kleve (verordnete Kanzler und Räte) 1695 - 1699 - 2. RKG 1700 - ? (1695 - 1701) Beweismittel: Acta priora mit versiegelten Rationes decidendi (Bd. 2). Beschreibung: 2 Bde., 4,5 cm; Bd. 1: 58 Bl., lose; nur Mantel des Protokolls vorhanden, 22 unquadrangulierte Aktenstücke prod. zwischen 20. September 1700 und 17. Januar 1701; Bd. 2: 3,5 cm, 143 Bl., geb.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Archival tectonics)
- 1.4. Reichsbehörden (Archival tectonics)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Archival tectonics)
- Reichskammergericht AA 0627 (Archival tectonics)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Archival holding)
- 1. Buchstabe U (Classification)