Simon Weinckler von Heinstetten (Honstetten), der in das Gefängnis der römisch königlichen Majestät zu Ensisheim gekommen ist, weil er ein Wildpret im Forst gefunden, heimgetragen, behalten und dies verschwiegen hat, aber auf Fürbitte seiner ehelichen Hausfrau und Kinder von dem Graf Jos Niklaus [II.] zu Hohenzollern, Hauptmann der Herrschaft Hohenberg, aus dem Gefängnis entlassen wurde, zahlt eine Geldstrafe von 6 Gulden (3 Gulden in bar, 3 Gulden an Martini) in die Rentkammer zu Hechingen, schwört Urfehde und verspricht, künftig ohne Erlaubnis kein Waidwerk mehr zu treiben. Zu Bürgen setzt er seinen Sohn Martin Weinckler, der beim Bruch der Urfehde 20 Gulden zahlen muß, widrigenfalls er zum Einlager verpflichtet werden kann. Der Bürge bekundet, die Bürgschaft freiwillig übernommen zu haben und zu halten
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Simon Weinckler von Heinstetten (Honstetten), der in das Gefängnis der römisch königlichen Majestät zu Ensisheim gekommen ist, weil er ein Wildpret im Forst gefunden, heimgetragen, behalten und dies verschwiegen hat, aber auf Fürbitte seiner ehelichen Hausfrau und Kinder von dem Graf Jos Niklaus [II.] zu Hohenzollern, Hauptmann der Herrschaft Hohenberg, aus dem Gefängnis entlassen wurde, zahlt eine Geldstrafe von 6 Gulden (3 Gulden in bar, 3 Gulden an Martini) in die Rentkammer zu Hechingen, schwört Urfehde und verspricht, künftig ohne Erlaubnis kein Waidwerk mehr zu treiben. Zu Bürgen setzt er seinen Sohn Martin Weinckler, der beim Bruch der Urfehde 20 Gulden zahlen muß, widrigenfalls er zum Einlager verpflichtet werden kann. Der Bürge bekundet, die Bürgschaft freiwillig übernommen zu haben und zu halten
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 177 T 2 Nr. 9
Repert. X, A Nr. 13 (Kasten E, Fach 36)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 177 T 2 Herrschaft Haigerloch-Wehrstein: Urfehden
Herrschaft Haigerloch-Wehrstein: Urfehden >> 1. Urkunden
1548 Oktober 9
Urkunden
Siegler: Hieronymus Ifflinger zu Fridingen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel mit Papierdecke größtenteils abgegangen
Vermerke: Dorsualvermerk: Sf (durchgestrichen); Qq (durchgestrichen); Xx
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel mit Papierdecke größtenteils abgegangen
Vermerke: Dorsualvermerk: Sf (durchgestrichen); Qq (durchgestrichen); Xx
Ifflinger, Hieronymus; Fridingen
Weinckler, Martin; [Heinstetten]
Weinckler, Simon; Heinstetten
Fridingen an der Donau TUT
Hechingen BL
Heinstetten, Meßstetten BL
Hohenberg, abgeg. bei Schörzingen, Schömberg BL; Grafschaft
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:46 MESZ
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