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Wernher Holzadel (Holczsadil) verkauft Herrn Herman [II.] Riedesel (Ryetesil) Erbmarschall zu Hessen ("seinem besonderem Freunde"), für 100 rheini...
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Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1303 - 1450
1440 März 3
Ausfertigung, Pergament (20,1 x 27,7 cm) mit ursprünglich anhängendem Siegel (fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: uff donnerstag noch sancten Mattyes tag des apostels
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Wernher Holzadel (Holczsadil) verkauft Herrn Herman [II.] Riedesel (Ryetesil) Erbmarschall zu Hessen ("seinem besonderem Freunde"), für 100 rheinische Silberlinge seine Güter und Gülten zu Breitenbach (Breydinbach) und Hatterode, die er zu Lehen hatte von Landgraf Ludwig zu Hessen (Hessin) nämlich das Hebillersgud im Feld zu Breitenbach, Mynnerbach und Langelor (Langeloe), das Wieswachs zu 10 Fuder Heu hat und jährlich 3 Silberlinge gibt, Leriches Haus und Garten, die 16 Kreuzgroschen (Crucekrossen) geben, Jakob Synders und Heynzen Bruns Wiesenflecken oder Garten, die 2 Kreuzgroschen geben, das Poppengud zu Hatterode (Hattenrode), das 8 Tornosen gibt, die Hube, die Cunze Müller (Molners), Tyle Breythaupt und Hennchen Rüffer (Ruffirs) haben im Gehauer Feld zu dem Christes (Cristes)- Hause in der Au (Auwe) zwischen Hatterode und Wallersdorf (Waldesdorff), die Wieswachs zu 5 Wagen Heu hat und 80 Kreuzgroschen, 30 Käse- einer 3 Heller wert-, 4 Michelshühner und 2 Gänse gibt, zu Hatterode (Hatteroide) die Osterlingeshube, die Curt Schmitt (Smet), Renhard auf dem Berg (uff dem Berge), Lucze Schmitt von Hersfeld (Hersfelde) und die Kinder von Henne auf dem Berg innehaben, die im Gehauer Feld bei dem Christeshause in der Au liegt, Wieswachs zu 3 Wagen Heu hat und 40 Kreuzgroschen, 2 Hahnen, eine Gans und 15 Käse gibt, und 6 Böhmische von den Mühlgraben, das alles Erbe von Uffhausen (Ufhusen) selbst innegehabt hat. Da Reinhard von Dalwigk (Talwig) der Junge und Henne von Lehrbach (Lauberbach) auch Anspruch an diese Güter machen, verspricht Werner, die Kaufsumme zurück zu erstatten, wenn sie gegen ihn Recht behalten. Wiederkauf zu Johannes Tag im Mittsommer nur vorbehalten, wenn der Landgraf nicht in den Kauf willigt.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: von gleichzeitiger Hand "litere spectantes ad cappellam Aldenburg" "LehenKauffBrieff bey die heßische Lehensach(en) gehörig"
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller Siegelankündigung: "hain och myn Ingesig(el) vor mich und my(n)e Erbin hiran gehangen"
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 591
laut Vermerk: "Siegel fehlt. 14.II.1910" Zwei Fotos (Papierabzüge) der Vorder- und Rückseite der Urkunde liegen bei.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.