Wernher Holzadel (Holczsadil) verkauft Herrn Herman [II.] Riedesel (Ryetesil) Erbmarschall zu Hessen ("seinem besonderem Freunde"), für 100 rheini...
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190
Abt. 9, Nr. 8,15
B 13 Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach
Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1303 - 1450
1440 März 3
Ausfertigung, Pergament (20,1 x 27,7 cm) mit ursprünglich anhängendem Siegel (fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: uff donnerstag noch sancten Mattyes tag des apostels
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Wernher Holzadel (Holczsadil) verkauft Herrn Herman [II.] Riedesel (Ryetesil) Erbmarschall zu Hessen ("seinem besonderem Freunde"), für 100 rheinische Silberlinge seine Güter und Gülten zu Breitenbach (Breydinbach) und Hatterode, die er zu Lehen hatte von Landgraf Ludwig zu Hessen (Hessin) nämlich das Hebillersgud im Feld zu Breitenbach, Mynnerbach und Langelor (Langeloe), das Wieswachs zu 10 Fuder Heu hat und jährlich 3 Silberlinge gibt, Leriches Haus und Garten, die 16 Kreuzgroschen (Crucekrossen) geben, Jakob Synders und Heynzen Bruns Wiesenflecken oder Garten, die 2 Kreuzgroschen geben, das Poppengud zu Hatterode (Hattenrode), das 8 Tornosen gibt, die Hube, die Cunze Müller (Molners), Tyle Breythaupt und Hennchen Rüffer (Ruffirs) haben im Gehauer Feld zu dem Christes (Cristes)- Hause in der Au (Auwe) zwischen Hatterode und Wallersdorf (Waldesdorff), die Wieswachs zu 5 Wagen Heu hat und 80 Kreuzgroschen, 30 Käse- einer 3 Heller wert-, 4 Michelshühner und 2 Gänse gibt, zu Hatterode (Hatteroide) die Osterlingeshube, die Curt Schmitt (Smet), Renhard auf dem Berg (uff dem Berge), Lucze Schmitt von Hersfeld (Hersfelde) und die Kinder von Henne auf dem Berg innehaben, die im Gehauer Feld bei dem Christeshause in der Au liegt, Wieswachs zu 3 Wagen Heu hat und 40 Kreuzgroschen, 2 Hahnen, eine Gans und 15 Käse gibt, und 6 Böhmische von den Mühlgraben, das alles Erbe von Uffhausen (Ufhusen) selbst innegehabt hat. Da Reinhard von Dalwigk (Talwig) der Junge und Henne von Lehrbach (Lauberbach) auch Anspruch an diese Güter machen, verspricht Werner, die Kaufsumme zurück zu erstatten, wenn sie gegen ihn Recht behalten. Wiederkauf zu Johannes Tag im Mittsommer nur vorbehalten, wenn der Landgraf nicht in den Kauf willigt.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: von gleichzeitiger Hand "litere spectantes ad cappellam Aldenburg" "LehenKauffBrieff bey die heßische Lehensach(en) gehörig"
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller Siegelankündigung: "hain och myn Ingesig(el) vor mich und my(n)e Erbin hiran gehangen"
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 591
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Wernher Holzadel (Holczsadil) verkauft Herrn Herman [II.] Riedesel (Ryetesil) Erbmarschall zu Hessen ("seinem besonderem Freunde"), für 100 rheinische Silberlinge seine Güter und Gülten zu Breitenbach (Breydinbach) und Hatterode, die er zu Lehen hatte von Landgraf Ludwig zu Hessen (Hessin) nämlich das Hebillersgud im Feld zu Breitenbach, Mynnerbach und Langelor (Langeloe), das Wieswachs zu 10 Fuder Heu hat und jährlich 3 Silberlinge gibt, Leriches Haus und Garten, die 16 Kreuzgroschen (Crucekrossen) geben, Jakob Synders und Heynzen Bruns Wiesenflecken oder Garten, die 2 Kreuzgroschen geben, das Poppengud zu Hatterode (Hattenrode), das 8 Tornosen gibt, die Hube, die Cunze Müller (Molners), Tyle Breythaupt und Hennchen Rüffer (Ruffirs) haben im Gehauer Feld zu dem Christes (Cristes)- Hause in der Au (Auwe) zwischen Hatterode und Wallersdorf (Waldesdorff), die Wieswachs zu 5 Wagen Heu hat und 80 Kreuzgroschen, 30 Käse- einer 3 Heller wert-, 4 Michelshühner und 2 Gänse gibt, zu Hatterode (Hatteroide) die Osterlingeshube, die Curt Schmitt (Smet), Renhard auf dem Berg (uff dem Berge), Lucze Schmitt von Hersfeld (Hersfelde) und die Kinder von Henne auf dem Berg innehaben, die im Gehauer Feld bei dem Christeshause in der Au liegt, Wieswachs zu 3 Wagen Heu hat und 40 Kreuzgroschen, 2 Hahnen, eine Gans und 15 Käse gibt, und 6 Böhmische von den Mühlgraben, das alles Erbe von Uffhausen (Ufhusen) selbst innegehabt hat. Da Reinhard von Dalwigk (Talwig) der Junge und Henne von Lehrbach (Lauberbach) auch Anspruch an diese Güter machen, verspricht Werner, die Kaufsumme zurück zu erstatten, wenn sie gegen ihn Recht behalten. Wiederkauf zu Johannes Tag im Mittsommer nur vorbehalten, wenn der Landgraf nicht in den Kauf willigt.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: von gleichzeitiger Hand "litere spectantes ad cappellam Aldenburg" "LehenKauffBrieff bey die heßische Lehensach(en) gehörig"
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller Siegelankündigung: "hain och myn Ingesig(el) vor mich und my(n)e Erbin hiran gehangen"
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 591
laut Vermerk: "Siegel fehlt. 14.II.1910" Zwei Fotos (Papierabzüge) der Vorder- und Rückseite der Urkunde liegen bei.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
01.07.2025, 1:39 PM CEST
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