Altfürstlich-Braunschweigisches Allod (Bestand)
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NLA HA, Dep. 103 XXX
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.1 Archiv des hannoverschen Königshauses >> 2.1.2 Akten
1530-1869
Bestandsgeschichte: Dep. 103 XXX: Abteilung Marienburg, Altfürstlich-Braunschweigisches Allodium
Geschichte der Verwaltung des Altfürstlich-Braunschweigischen Allodiums
Zur Regelung der Schulden des Herzogs Friedrich von Wolfenbüttel, der die Fürsttümer Wolfenbüttel, Calenberg, Göttingen und Grubenhagen innehatte, wurde nach seinem Tode ein Sondervermögen gebildet, aus dessen Ertrtägen die herzoglichen Schulden beglichen werden sollten. Die Aufsicht über die Verwaltung dieses Vermögens lag in geraden Jahren bei den Räten, beziehungsweise Ministern in Hannover, in ungeraden Jahren ging das Direktorium über diese Adminstration auf das braunschweigsche Geheime Ratskollegium über. Zu den Pertinenzien der altfürstlichen Sequestverwaltung gehörten das Salzwerk Liebenhall, die Feldzehnten von Dassel und Werningshausen, die Luliusmühle im Amte Rotenkirchen, die Bruchmühle im Amte Erichsburg und Geldkapitalien. Die Priorität der zahlreichen Gläubiger war seit 1725 gerichtlich festgelegt, aber die Befriedigung der Ansprüche schleppte sich über zweihundert Jahre hin. Hatte in Hannover das "Altfürstliche-Braunschweigische Allodium" in den Jahren des hannoverschen Direktoriums bis 1837 unter der direkten Aufsicht des Staats- und Kabinettsministerium gestanden, so wurde es nach dieser Zeit in den Geschäftsbereich des Finanzministeriums eingegliedert, das 1858 die altfürstliche Allodialverwaltung an das Hausministerium abgeben musste. 1866 übernahm die preußische Verwaltung das Büro des altfürstlichen Allodiums. 1871 wurde die Kasse des Altfürstlichen- Braunschweigischen Allodiums aufgehoben, das Sondervermögen aufgelöst.
Hannover, im März 1974
gez. Dr.
Bestandsgeschichte: Schöningh
Geschichte der Verwaltung des Altfürstlich-Braunschweigischen Allodiums
Zur Regelung der Schulden des Herzogs Friedrich von Wolfenbüttel, der die Fürsttümer Wolfenbüttel, Calenberg, Göttingen und Grubenhagen innehatte, wurde nach seinem Tode ein Sondervermögen gebildet, aus dessen Ertrtägen die herzoglichen Schulden beglichen werden sollten. Die Aufsicht über die Verwaltung dieses Vermögens lag in geraden Jahren bei den Räten, beziehungsweise Ministern in Hannover, in ungeraden Jahren ging das Direktorium über diese Adminstration auf das braunschweigsche Geheime Ratskollegium über. Zu den Pertinenzien der altfürstlichen Sequestverwaltung gehörten das Salzwerk Liebenhall, die Feldzehnten von Dassel und Werningshausen, die Luliusmühle im Amte Rotenkirchen, die Bruchmühle im Amte Erichsburg und Geldkapitalien. Die Priorität der zahlreichen Gläubiger war seit 1725 gerichtlich festgelegt, aber die Befriedigung der Ansprüche schleppte sich über zweihundert Jahre hin. Hatte in Hannover das "Altfürstliche-Braunschweigische Allodium" in den Jahren des hannoverschen Direktoriums bis 1837 unter der direkten Aufsicht des Staats- und Kabinettsministerium gestanden, so wurde es nach dieser Zeit in den Geschäftsbereich des Finanzministeriums eingegliedert, das 1858 die altfürstliche Allodialverwaltung an das Hausministerium abgeben musste. 1866 übernahm die preußische Verwaltung das Büro des altfürstlichen Allodiums. 1871 wurde die Kasse des Altfürstlichen- Braunschweigischen Allodiums aufgehoben, das Sondervermögen aufgelöst.
Hannover, im März 1974
gez. Dr.
Bestandsgeschichte: Schöningh
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST