Vor dem Notare hat Herr Conrad Haymeister, Priester der Mainzer Diözese, gebrechlichen Körpers, zu seinen Testamentsvollstreckern eingesetzt die a...
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Urk. 34, 64
Urk. 34, A II, Kassel Martinsstift
Urk. 34 Martinsstift Kassel - [ehemals: A II]
Martinsstift Kassel - [ehemals: A II] >> 1425-1449
1425 Januar 24
Not.-Instr. des kaiserl. Notars und Klerikers Johannes Wynrich von Kassel, Pergt. mit dem Signete des Notars. - Rückw. Rubrum: Grossenritte 3a.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Acta sunt hec anno 1425, ind. 3., pontificatus Martini pape V. anno 8., die vicesima quarta mensis januarii, im Hause der Grete Schiberich in der Altstadt Kassel.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Vor dem Notare hat Herr Conrad Haymeister, Priester der Mainzer Diözese, gebrechlichen Körpers, zu seinen Testamentsvollstreckern eingesetzt die abwesenden Herren Johann Schiberich, Erzpriester des Stuhles Kirchditmold (Ditmoln), Jacob Jacobi, Johann Schornsteyn und Heinrich Schiberich, Priester, und sie bevollmächtigt, über seinen gesamten Nachlaß nach seinem Tode zu seinem Seelenheile zu verfügen. Er trifft folgende Bestimmungen: der Erzbischof von Mainz erhält ein Viertel (fertonem) Silber zur Sicherung dieses Testamentes; alle seine etwaigen Schulden sollen beglichen werden; die Kirche St. Cyriaci in der Altstadt Kassel erhält einen silbernen Kelch (calicem), die Fabrik daselbst einen Gulden; seine Schwester Gryte Schiberiches und nach ihr ihre Söhne seine mit seinem Gelde erkauften Gärten beim Ahnaberger Tore (apud valvam Anenberge); dieselbe Grete erhält Kleid, Mantel (tunicam, pallium) und Hausgeräte; sein Oheim (avunculus) Priester Heinrich Schiberich alle seine Bücher und Bettstellen (lectiscrinia), desgl. ein mit seinem Gelde erkauftes Allod in Großenritte samt den jährlich davon fallenden Zinsen; dies Gut soll nach dem Tode Heinrichs an Grete und ihre Söhne fallen, mit dem Vorbehalte, daß daraus ein jährlicher Zins von einem Goldgulden für die Jahrfeier des Testators reserviert bleibt, der jedoch mit 20 Gulden abgelöst werden darf.
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Johann Langeheynke, Heinrich Alpreisz und Heinrich Reynboldes, Bürger in Kassel.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Schultze Nr. 925.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Vor dem Notare hat Herr Conrad Haymeister, Priester der Mainzer Diözese, gebrechlichen Körpers, zu seinen Testamentsvollstreckern eingesetzt die abwesenden Herren Johann Schiberich, Erzpriester des Stuhles Kirchditmold (Ditmoln), Jacob Jacobi, Johann Schornsteyn und Heinrich Schiberich, Priester, und sie bevollmächtigt, über seinen gesamten Nachlaß nach seinem Tode zu seinem Seelenheile zu verfügen. Er trifft folgende Bestimmungen: der Erzbischof von Mainz erhält ein Viertel (fertonem) Silber zur Sicherung dieses Testamentes; alle seine etwaigen Schulden sollen beglichen werden; die Kirche St. Cyriaci in der Altstadt Kassel erhält einen silbernen Kelch (calicem), die Fabrik daselbst einen Gulden; seine Schwester Gryte Schiberiches und nach ihr ihre Söhne seine mit seinem Gelde erkauften Gärten beim Ahnaberger Tore (apud valvam Anenberge); dieselbe Grete erhält Kleid, Mantel (tunicam, pallium) und Hausgeräte; sein Oheim (avunculus) Priester Heinrich Schiberich alle seine Bücher und Bettstellen (lectiscrinia), desgl. ein mit seinem Gelde erkauftes Allod in Großenritte samt den jährlich davon fallenden Zinsen; dies Gut soll nach dem Tode Heinrichs an Grete und ihre Söhne fallen, mit dem Vorbehalte, daß daraus ein jährlicher Zins von einem Goldgulden für die Jahrfeier des Testators reserviert bleibt, der jedoch mit 20 Gulden abgelöst werden darf.
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Johann Langeheynke, Heinrich Alpreisz und Heinrich Reynboldes, Bürger in Kassel.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Schultze Nr. 925.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ