Gnadenverfahren für den Tischler Georg Rohloff und den Arbeiter Max Kornatz (KPD) aus Berlin, verurteilt zu 10 Jahren Zuchthaus wegen Beteiligung an der Beschließung eines trotz Generalstreiks während des Kapp-Putsches verkehrenden Ringbahnzuges am 23. März 1920 mit Tötung des Lokomotivführers. Kämpfe gegen den Kapp-Putsch in Döllnitz bei Halle, in Brietz und Schweidnitz
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Gnadenverfahren für den Tischler Georg Rohloff und den Arbeiter Max Kornatz (KPD) aus Berlin, verurteilt zu 10 Jahren Zuchthaus wegen Beteiligung an der Beschließung eines trotz Generalstreiks während des Kapp-Putsches verkehrenden Ringbahnzuges am 23. März 1920 mit Tötung des Lokomotivführers. Kämpfe gegen den Kapp-Putsch in Döllnitz bei Halle, in Brietz und Schweidnitz
I. HA Rep. 84a, Nr. 51106
I. HA Rep. 84a Justizministerium
Justizministerium >> 04 Abteilung für Strafrecht und Strafvollzug (1788 - 1944) >> 04.03 Strafverfolgung. Politische Organisationen und Parteien bzw. einzelne politische Ereignisse (1795 - 1944) >> 04.03.05 Angehörige der Arbeiterbewegung von 1918 bis 1934 >> 04.03.05.02 Abwehr des Kapp-Putsches und Rote Ruhrarmee
1921 - 1929
Enthält u. a.:
- Bericht des Beauftragten für Gnadensachen beim Landgericht in Berlin, Juni 1921
- Gnadengesuch für Rohloff und Kornatz des Rechtsanwalts Dr. Wilhelm Liebknecht (USPD) sowie seine Landtagsrede dazu, Juni, Juli 1921
- Bericht über die Flucht Rohloffs, Sept. 1921
- Gnadengesuch Kornatz mit Schilderung der Vorgänge an den Rechtsausschuss des Landtags (Mitglieder Dr. Rosenfeld (USPD), Nuschke, Menzel (KPD), Dr. Liebknecht u. a.) sowie dessen Verhandlungen, Sept. 1921, Dez. 1922, Juni-Nov. 1924
- Stellungnahme des Justizministers zu den Vorschlägen des Amnestie-Ausschussses für Straffreiheit für 29 verurteilte Personen mit Begründungen für die Ablehnung in Fällen, dabei: Kornatz, Rohloff; Strafsache gegen Former Willi Schneider aus Britz wegen Durchsuchung des Gutshauses Golzow nach Waffen mit Erschießung des Amtsrates Doye am 15. März 1920 mit anderen Britzer Arbeitern; Strafsache gegen den Arbeiter Friedrich Lober aus Döllnitz bei Halle wegen Verweundung des Generaldirektors Holz auf der Flucht vor der Einstellung in die "Rote Armee" am 15. März 1920; Strafsache gegen Grubenarbeiter Faude und 5 andere wegen Sprengung der Eisenbahnstrecke Schweidnitz-Königszelt zur Unterstützung der mitteldeutschen Märzkämpfe 1921; März 1923.
Enthält auch:
- Gnadenverfahren für die wegen mehrerer Raubüberfälle im Jahre 1920 verurteilten Kriegsteilnehmer Gustav Schulte-Rhade (Schlächter), an den Ausbruchversuch aus der Strafanstalt Sonnenburg mit Kornatz Dez. 1921 beteiligt, und Reinhold Pönig (Mechaniker), Apr. 1927 - Jan. 1929
- Bericht des Beauftragten für Gnadensachen beim Landgericht in Berlin, Juni 1921
- Gnadengesuch für Rohloff und Kornatz des Rechtsanwalts Dr. Wilhelm Liebknecht (USPD) sowie seine Landtagsrede dazu, Juni, Juli 1921
- Bericht über die Flucht Rohloffs, Sept. 1921
- Gnadengesuch Kornatz mit Schilderung der Vorgänge an den Rechtsausschuss des Landtags (Mitglieder Dr. Rosenfeld (USPD), Nuschke, Menzel (KPD), Dr. Liebknecht u. a.) sowie dessen Verhandlungen, Sept. 1921, Dez. 1922, Juni-Nov. 1924
- Stellungnahme des Justizministers zu den Vorschlägen des Amnestie-Ausschussses für Straffreiheit für 29 verurteilte Personen mit Begründungen für die Ablehnung in Fällen, dabei: Kornatz, Rohloff; Strafsache gegen Former Willi Schneider aus Britz wegen Durchsuchung des Gutshauses Golzow nach Waffen mit Erschießung des Amtsrates Doye am 15. März 1920 mit anderen Britzer Arbeitern; Strafsache gegen den Arbeiter Friedrich Lober aus Döllnitz bei Halle wegen Verweundung des Generaldirektors Holz auf der Flucht vor der Einstellung in die "Rote Armee" am 15. März 1920; Strafsache gegen Grubenarbeiter Faude und 5 andere wegen Sprengung der Eisenbahnstrecke Schweidnitz-Königszelt zur Unterstützung der mitteldeutschen Märzkämpfe 1921; März 1923.
Enthält auch:
- Gnadenverfahren für die wegen mehrerer Raubüberfälle im Jahre 1920 verurteilten Kriegsteilnehmer Gustav Schulte-Rhade (Schlächter), an den Ausbruchversuch aus der Strafanstalt Sonnenburg mit Kornatz Dez. 1921 beteiligt, und Reinhold Pönig (Mechaniker), Apr. 1927 - Jan. 1929
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:39 MESZ
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- 04 Abteilung für Strafrecht und Strafvollzug (1788 - 1944) (Gliederung)
- 04.03 Strafverfolgung. Politische Organisationen und Parteien bzw. einzelne politische Ereignisse (1795 - 1944) (Gliederung)
- 04.03.05 Angehörige der Arbeiterbewegung von 1918 bis 1934 (Gliederung)
- 04.03.05.02 Abwehr des Kapp-Putsches und Rote Ruhrarmee (Gliederung)