Schaul, Hans (Bestand)
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BArch N 2508
call number: N 2508
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> S
1945-1984
Geschichte des Bestandsbildners: geb. 13. Dez. 1905 in Hohensalza/Posen, gest. 10. Mai 1988 in Berlin, Jurist, Wirtschaftswissenschaftler
1925-1928 Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaft an den Universitäten Berlin, Freiburg/Breisgau und Heidelberg, 1926/27 Sozialistischer Studentenbund, 1929 Heirat mit Ruth Rewald (1942 in Auschwitz ermordet), 1932-1933 Rechtsanwalt in Berlin, vertrat u.a. die Rote Hilfe, 1933 Berufsverbot wegen jüdischer Herkunft, Emigration nach Frankreich, 1936-1938 Angehöriger der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg, Offizier, 1937 KP Spaniens, 1938 Rückkehr nach Frankreich, Sekretär im Hilfskomitee für die deutschen Spanienkämpfer in Paris, 1939 KPD, ab 1939 interniert in Frankreich und Djalfa/Algerien, 1943 Angehöriger einer britischen Arbeitskompanie in Algerien, Nov. 1944 - 1948 Exil in der UdSSR, dort 1944-1945 Politinstrukteur in Lagern für französische und japanische Kriegsgefangene, 1945-1948 Mitarbeiter der Hauptverwaltung für Kriegsgefangene in Moskau, Lehrer und Lektor an Antifa-Schulen, u.a. Schule 2041 in Taliza, Apr. 1948 Rückkehr nach Deutschland, SED, Heirat mit Dora Benjamin, (geb. Davidsohn), 1948 persönlicher Mitarbeiter des Vorsitzenden des DWK, Heinrich Rau, anschließend Leiter der Rechtsabteilung und Hauptabteilungsleiter in der DWK, 1949 Tätigkeit im Minsterium für Planung, 1950 Staatliche Plankommission, Schriftführer beim Ministerrat, 1951-1956 Professor und Prorektor an der Hochschule für Planökonomie Berlin-Karlshorst 1956-1972 Abteilungsleiter im ZK der SED und Chefredakteur der 'Einheit', 1972-1976 ehrenamtlicher Mitarbeiter der Abteilung Internationale Verbindungen im ZK der SED und Mitglied des Redaktionskollegiums der 'Einheit'
11. Juli 2011
Bearbeitungshinweis: Vorläufiges Verzeichnis
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte: kein Nachlass-Übereignungsvertrag, Übernahmen Mai 1982, März 1983, Apr. 1988
Inhaltliche Charakterisierung: Enthält v.a.:
Manuskripte von Vorlesungen an Antifa-Schulen, Parteitag der SPD 1966, antifaschistische Arbeit in Jena, Zeitungsausschnitte
Erschließungszustand: Vorläufiges Verzeichnis
Zitierweise: BArch N 2508/...
1925-1928 Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaft an den Universitäten Berlin, Freiburg/Breisgau und Heidelberg, 1926/27 Sozialistischer Studentenbund, 1929 Heirat mit Ruth Rewald (1942 in Auschwitz ermordet), 1932-1933 Rechtsanwalt in Berlin, vertrat u.a. die Rote Hilfe, 1933 Berufsverbot wegen jüdischer Herkunft, Emigration nach Frankreich, 1936-1938 Angehöriger der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg, Offizier, 1937 KP Spaniens, 1938 Rückkehr nach Frankreich, Sekretär im Hilfskomitee für die deutschen Spanienkämpfer in Paris, 1939 KPD, ab 1939 interniert in Frankreich und Djalfa/Algerien, 1943 Angehöriger einer britischen Arbeitskompanie in Algerien, Nov. 1944 - 1948 Exil in der UdSSR, dort 1944-1945 Politinstrukteur in Lagern für französische und japanische Kriegsgefangene, 1945-1948 Mitarbeiter der Hauptverwaltung für Kriegsgefangene in Moskau, Lehrer und Lektor an Antifa-Schulen, u.a. Schule 2041 in Taliza, Apr. 1948 Rückkehr nach Deutschland, SED, Heirat mit Dora Benjamin, (geb. Davidsohn), 1948 persönlicher Mitarbeiter des Vorsitzenden des DWK, Heinrich Rau, anschließend Leiter der Rechtsabteilung und Hauptabteilungsleiter in der DWK, 1949 Tätigkeit im Minsterium für Planung, 1950 Staatliche Plankommission, Schriftführer beim Ministerrat, 1951-1956 Professor und Prorektor an der Hochschule für Planökonomie Berlin-Karlshorst 1956-1972 Abteilungsleiter im ZK der SED und Chefredakteur der 'Einheit', 1972-1976 ehrenamtlicher Mitarbeiter der Abteilung Internationale Verbindungen im ZK der SED und Mitglied des Redaktionskollegiums der 'Einheit'
11. Juli 2011
Bearbeitungshinweis: Vorläufiges Verzeichnis
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte: kein Nachlass-Übereignungsvertrag, Übernahmen Mai 1982, März 1983, Apr. 1988
Inhaltliche Charakterisierung: Enthält v.a.:
Manuskripte von Vorlesungen an Antifa-Schulen, Parteitag der SPD 1966, antifaschistische Arbeit in Jena, Zeitungsausschnitte
Erschließungszustand: Vorläufiges Verzeichnis
Zitierweise: BArch N 2508/...
Schaul, Hans, 1905-1981
9 Aufbewahrungseinheiten; 0,3 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: NY 4576 Nachlass Hans und Dora Schaul
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ