Bürgermeister, Rat und Bürgerschaft der Stadt Ulm haben die folgenden Zinsen, die Meisterin und Konvent des Sammlungsklosters ("in der samnunge, die man nempt die swestran von Buren") in Ulm [abgegangen, Bereich Frauenstraße 22-26] zugestanden haben, eingezogen: 1 Pfund und 4 Schilling Heller von der Brotbank des Blank, 1 Pfund 3 Schilling und 4 Heller sowie 4 Schweinsbeine von Schlintweins Fleischbank Unter der Metzig, 10 Schilling Heller vom Baumgarten des Meiers Johann und 10 Schilling Heller von Hertensteins Brotbank Unter dem Brothaus. Dafür hat die Stadt dem Kloster als Ersatz die folgenden Zinsen in Ulm übereignet: 6 Schilling Heller und 1 Weihnachtshuhn Erstzins von Haus und Hofstatt des Albrecht Beringer von Blaubeuren [Alb-Donau-Kreis], Pfarrer in Thalfingen ("Taulfingen") [Gde. Elchingen/Lkr. Neu-Ulm], am Gries, 1 Schilling Heller und 1 Weihnachtshuhn Erstzins von Konrad Wengers Haus und Hofstatt am Gries, 14 Schilling Heller und 4 Heller von Hildebrand Vigols Haus und Hofstatt auch am Gries, 2 Weihnachtshühner von Wieland des Webers Haus und Hofstatt beim Roten Turm [abgegangen, Bereich südlich an Münchner Straße 20] am Gries, 6 Schilling und 8 Heller sowie 1 Weihnachtshuhn als Erstzins von Haus und Hofstatt der Weißrock am Gries, 6 Schilling Heller Erstzins von Magge Talkunnes von Pfuhl ("Pfu/o/l") [Stadt Neu-Ulm] Haus und Hofstatt hinter dem Spital [abgegangenes Spital der Armen Siechen mit Kapelle St. Leopold, Bereich Friedenstraße 40] am Gries sowie 11 Schilling weniger 4 Heller und 1 Weihnachtshuhn Erstzins von Risers Haus und Hofstatt Im Loch [heute Gerbergasse]. Die Pfarrkirchenbaupfleger in Ulm haben Bürgermeister und Rat gemeldet, dass sie Zinsen, die dem Sammlungskloster von Häusern zustanden, die für die Anlage des Friedhofs [der abgegangene Münsterfriedhof, Bereich Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150] abgebrochen wurden, eingezogen haben. Dafür haben sie dem Kloster die folgenden Zinsen in Ulm, die bisher der Pfarrkirchenbaupflege zustanden, als Ersatz übereignet: 10 Schilling Heller Erstzins von Kuchers Haus und Hofstatt bei der Mühle der Deutschordenskommende [Bereich, Bahnhofstraße 10], 10 Schilling Heller von Haus und Hofstatt des Webers Ruff Rotmund in der Ulmergasse neben Ludwig Ulmer, 1 Pfund Heller von Asselfingens ("Aslabinges") Haus und Hofstatt in der Vettergasse [heute Kohl- und Rabengasse] neben Konrad Murers Haus, 10 Schilling Heller von Haus und Hofstatt des Tuchers Diepolt in der Liebenseelengasse [die heutige Platzgasse südlich der Herrenkellergasse], 2 Pfund Heller von Haus und Hofstatt der Margarete Schnurrer neben dem Haus des Brun hinter des Brenners Brunnen, 1 Pfund Heller von Haus und Hofstatt des Botzenhart neben Höslin Auf der Breite [heute Breite Gasse], 1 Pfund Heller von Konrad Simlers Haus und Hofstatt neben der alten Wissin Auf der Breite, 13 Schilling Heller von der Hekin Haus und Hofstatt beim Neutor [abgegangen, östlich Olgastraße 80] an dem Graben, 17,5 Schilling Heller Erstzins von des Metzgers Johann Sorg Fleischbank am Eingang von der Brotlaube her, 3 Pfund Heller aus des Sauerbecken Murers Garten vor dem Frauentor [abgegangen, zwischen Frauenstraße 56 und 61, Lagerbuch Nr. 417] am Garten der jungen Lobershöfin und 14 Schilling Heller Erstzins von Eberlin Rots Wiese an der Wiese des Karrers Anselm gegen den Marbacher Steig. Diese Zinsen stehen dem Sammlungskloster künftig als freies Eigentum zu und sollen ihm jedes Jahr zur Hälfte am 24. Juni ("vf sant Johans tag ze sunwenden") und zur Hälfte an Weihnachten entrichtet werden.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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