Wilhelm Gremlich von Jungingen zu Hasenweiler und Bettenreute, Erbkämmerer des Hochstifts Konstanz, beurkundet, dass er Maria Yrmbler, eheliche Tochter des Hans Fürst zu Repperweiler, auf deren dringende Bitte hin aus seiner Leibherrschaft entlassen hat, wobei er keine finanzielle oder sonstige Gegenleistung erwähnt. Der Aussteller spricht genannte Maria von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes los, gestattet, dass sie anderer Herren Schutz und Schirm in Städten oder auf dem Land annimmt und hinsichtlich ihrer künftigen Freiheit oder Leibuntertänigkeit tut, was sie für richtig hält, unbehindert durch ihn, seine Nachkommen und Erben, weshalb sich er, der Aussteller, auch namens seiner Erben "gegen ir der Irmblerin leib vnd guet angezeigter leibaigenschaft halber aller widerforderung, zuspruch, ansprach, recht vnd gerechtigkait hiemit genzlich ..." begibt.
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Wilhelm Gremlich von Jungingen zu Hasenweiler und Bettenreute, Erbkämmerer des Hochstifts Konstanz, beurkundet, dass er Maria Yrmbler, eheliche Tochter des Hans Fürst zu Repperweiler, auf deren dringende Bitte hin aus seiner Leibherrschaft entlassen hat, wobei er keine finanzielle oder sonstige Gegenleistung erwähnt. Der Aussteller spricht genannte Maria von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes los, gestattet, dass sie anderer Herren Schutz und Schirm in Städten oder auf dem Land annimmt und hinsichtlich ihrer künftigen Freiheit oder Leibuntertänigkeit tut, was sie für richtig hält, unbehindert durch ihn, seine Nachkommen und Erben, weshalb sich er, der Aussteller, auch namens seiner Erben "gegen ir der Irmblerin leib vnd guet angezeigter leibaigenschaft halber aller widerforderung, zuspruch, ansprach, recht vnd gerechtigkait hiemit genzlich ..." begibt.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3188
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1587 Dezember 17
17,4 x 31,4 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Wilhelm Gremlich von Jungingen
Empfänger: Maria Yrmbler
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Maria Yrmbler
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Fürst, Hans
Gremlich von Jungingen, Wilhelm
Yrmbler, Maria
Bettenreute, Staatsdomäne : Fronhofen, Fronreute RV
Hasenweiler : Horgenzell RV
Hochstift Konstanz
Repperweiler : Ursendorf, Hohentengen SIG
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:28 MEZ
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