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Akten zum Kunstkammersturz 1784/85, Unterfasz. 6: Abgänge
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Verzeichnis der beim Kunstkammersturz von 1784/85 festgestellten Abgänge, mit Verweisen auf die alten Inventare von 1776 (vgl. Aktenplan in A 20 a Bü 120 c) sowie Bü 92-113) und mit nachgetragenen Kommentaren des Antiquars, Professor Johann Friedrich Vischer:
- Muscheln und Schnecken;
- Mineralien und Fossilien;
- mathematische, optische und astronomische Instrumente, Globusse, Messgeräte, Sonnenuhren, Glaslinsen, Ferngläser, Mikroskope, eine Camera Obscura sowie Teile einer anderen u.a. aus Messing, Eisen, Holz, Glas, Elfenbein;
- Festungsmodelle aus Gips;
- Zeichnungen und Kupferstiche, teilweise gerahmt;
- Figuren, Büsten und gravierte Bleche aus Metall, Figuren und Büsten aus Gips;
- Erinnerungsstücke an die Belagerung von Philippsburg 1676;
- antike Urnen und -fragmente (u.a. Funde aus Neuenstadt am Kocher von 1707), Grablampen und Tränengefäße aus Keramik und Glas;
- Pantoffeln des Herzogs von Mirandola - diese wurden laut Vermerk von Antiquar Vischer nach dem Sturz wieder gefunden;
- Behältnisse aus Messing und Silber;
- alte Sessel und Stühle aus Holz, Stoff und Leder.
Vorläuferverzeichnisse:
- Inventar zu Lit. A von 1776, Nr. 2, 4, 5, 15 a), 18, 29, 30, 35, 37, 45-47, 55 b) und d) (nicht erhalten);
- Inventar zu Lit. D, E, F und P von 1776, Nr. 201 (nicht erhalten);
- Inventar zu Lit. L von 1776, Nr. 2-4, 11-13 b), 34 c) (nicht erhalten);
- Inventar zu Lit. N von 1776, Nr. 68 (nicht erhalten);
- Inventar zu Lit. R von 1776, Nr. 4, 7-9a), e) und f), 14, 16 c), 17 c), 18 a) bis c), 19, 24-27, 47, 72, 76, 86, 95, 99, 100, 126, 134-136, 143, 153, 154, 160, 164, 166, 169, 172, 174, 175, 182-185 (vgl. A 20 a Bü 109);
- Inventar zu Lit. T V Metallica von 1776, Nr. 9, 18, 25, 36, 41, 46, 128, 133-139, 141-144, 146, 149, 151-153, 155, 165, 166 (vgl. A 20 a Bü 93);
- Verzeichnis des Ausschusses in Tisch B, fol. 17b (vgl. A 20 a Bü 99);
- Verzeichnis des Ausschusses in Kasten T V, fol. 6b und 10b (vgl. A 20 a Bü 99);
- Inventar der Rumpelkammer von 1776, fol. 2, 7, 7b (vgl. A 20 a Bü 104);
- Verzeichnis der Abgaben an die Bibliothek von 1764, fol. 31 (vgl. A 20 a Bü 110).
Vgl. a. Kopie (A 20 a Bü 126).
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.