Abt Hermann und der Konvent des Klosters Corvey beurkunden, daß sie ihre im Dorf Kessenich bei Bonn [Stadt Bonn.] gelegenen Güter mit allem, was dazugehört, und mit allen Rechten, ausgenommen zwei Fuder Wein [Ein Fuder macht etwa 1000 Liter aus.], die zum Lehen des Eh. Dietrich von Isenberg und des Ritters Dietrich von Lacheim gehören, dem Erbschenken des Ebfs Konrad von Köln, Hermann von Are gen. Flekke, und dessen Erben für 200 Mark Kölner Pfennige unter der Bedingung verpfändet haben, daß sie, wenn sie diese Güter zurückerwerben können, dies dem Erzschenken oder seinen Erben vier Wochen vor dem Fest der Geburt Johannes des Täufers anzeigen. Sollten sie die Güter verkaufen oder auch verpfänden wollen, so müssen sie dem Erbschenken oder seinen Erben das Vorkaufsrecht einräumen, und diese sollen ihnen so viel Geld für die Güter geben, wie viel sie von anderen bekommen können. Haben sie die Güter nach solchem Zahlungsmodus wieder eingelöst, kehren sie zur Corveyer Kirche zurück, ohne daß der Erbschenk oder seine Erben künftig Rechte daran haben. Die Aussteller kündigen ihre Siegel an. Corvey
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Abt Hermann und der Konvent des Klosters Corvey beurkunden, daß sie ihre im Dorf Kessenich bei Bonn [Stadt Bonn.] gelegenen Güter mit allem, was dazugehört, und mit allen Rechten, ausgenommen zwei Fuder Wein [Ein Fuder macht etwa 1000 Liter aus.], die zum Lehen des Eh. Dietrich von Isenberg und des Ritters Dietrich von Lacheim gehören, dem Erbschenken des Ebfs Konrad von Köln, Hermann von Are gen. Flekke, und dessen Erben für 200 Mark Kölner Pfennige unter der Bedingung verpfändet haben, daß sie, wenn sie diese Güter zurückerwerben können, dies dem Erzschenken oder seinen Erben vier Wochen vor dem Fest der Geburt Johannes des Täufers anzeigen. Sollten sie die Güter verkaufen oder auch verpfänden wollen, so müssen sie dem Erbschenken oder seinen Erben das Vorkaufsrecht einräumen, und diese sollen ihnen so viel Geld für die Güter geben, wie viel sie von anderen bekommen können. Haben sie die Güter nach solchem Zahlungsmodus wieder eingelöst, kehren sie zur Corveyer Kirche zurück, ohne daß der Erbschenk oder seine Erben künftig Rechte daran haben. Die Aussteller kündigen ihre Siegel an. Corvey
B 604u, 74
B 604u Kloster Hardehausen - Urkunden
Kloster Hardehausen - Urkunden >> 1. Urkunden
1249 Juni 06
Vermerke: Ausfertigung, Pergament, die unterste Zeile durch Mäusefraß verstümmelt, ansonsten durch Fliegendreck sehr verschmutzt, die an Pergamentpresseln anhängenden Siegel verloren. Rückseitig: De bonis in Kastinaco (13. Jh.). Kostenich ad capsam 14 (18. Jh.). Druck: WUB 4 Nr. 402
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:46 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.2. Fürstbistum Paderborn (Tektonik)
- 1.2.2.3. Stifte und Klöster (Tektonik)
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- Kloster Hardehausen / Urkunden (Bestand)
- 1. Urkunden (Gliederung)