1.) Die Kemenate zu Ostuffeln [heute Burguffeln, Stadtteil von Grebenstein, Lkr. Kassel] mit allem Zubehör; 2.) ein Viertel des Zehnts zu Oberhald...
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Urk. 14, 409
Vgl. altes Findbuch (R Nr. 1354), s.v. Erbprintz Friederich zu Hessen Cassel, Nr. 1
A I u, Erbprinz Friedrich von Hessen sub dato
Urk. 14 Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u]
Aktiv- und Passivlehen [ehemals: Urkunden A I u] >> Aktivlehen >> Personenbetreffe U, V >> U >> Uffeln, von >> 1400-1649
1593 Juni 27
Lehnsbrief
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: 1.) Die Kemenate zu Ostuffeln [heute Burguffeln, Stadtteil von Grebenstein, Lkr. Kassel] mit allem Zubehör; 2.) ein Viertel des Zehnts zu Oberhaldessen [Dorf/Hof/Wüstung auf der Gemarkung der Stadt Grebenstein, Lkr. Kassel]; 3.) drei Hufen Land zu Oberhaldessen; 4.) drei Hufen Land zu Uffeln [heute Burguffeln, Stadtteil von Grebenstein, Lkr. Kassel]; 5.) ein Burglehen zu Immenhausen [Stadt, Lkr. Kassel], nämlich eine Behausung und Hofstätte mit ihrem Zubehör, gelegen bei der Behausung des Hans von Stockhausen, die ehemals [NN von] Ratzenberg innehatte; die zuvor genannten Lehen hatten die Eltern des 1459 Belehnten zu Lehen getragen und danach der Belehnte selbst; die Lehen werden zu Burg- und Mannlehen vergeben; 6.) zu Mannlehen werden die Güter verliehen, die der 1459 Belehnte dem verstorbenen Vater des Landgrafen Ludwig von Hessen aufgetragen und wieder zu Lehen empfangen hatte, nämlich: 6a.) drei Hufen Land zu Haldessen [wohl Oberhaldessen, Dorf/Hof/Wüstung auf der Gemarkung der Stadt Grebenstein, Lkr. Kassel] und eine halbe Hufe zu Haldessen; 6b.) ein Viertel der Wüstung zu Reinersen [Wüstung auf der Gemarkung der Stadt Immenhausen, Lkr. Kassel]; 6c.) die große Wiese zu Uffeln, gelegen über den Erlen; 6d.) eine Wiese zu Uffeln, die hart bei einem Acker unterhalb den Erlen liegt; 6e.) die Wiese gegen der Burgmühle [zu Uffeln], genannt die Marsch, die der 1459 Belehnte von Werner von Uffeln geerbt hatte; 6f.) eine halbe Hufe Land, gelegen an dem Brüngelsberg; 6g.) drei Höfe, gelegen vor der Stadt Immenhausen, genannt die Bamüffenhöfe; 6h.) eine Hufe Land, ebenfalls gelegen zu Uffeln; von diesen Gütern hat der Landgraf von Hessen soviel Land von Dienst, Geschoss und Bede befreit, wie der 1459 Belehnte mit seinen eigenen Pferden und Pflügen gewinnt; 7.) laut eines Vertrages zwischen Philipp Landgraf von Hessen und den Brüdern Arnd, Heinrich und Hermann von Uffeln aus dem Jahr 1559 bereffend die hohe und niedere Gerichtsbarkeit zu Ostuffeln, das man auch Burguffeln nennt, und betreffend Gebot, Verbot, Frevelbußen, Biergeld, Heerwagen, Dienst und Fischerei erhalten die von Uffeln zu Mannlehen: 7a.) zwei Teile am Niedergericht zu Burguffeln, von Fällen, die sich im Dorf selbst und innerhalb der Umzäunung zutragen; 7b.) das Recht der Pfändung von Schuldnern, die im Dorf Burguffeln wohnen; 7c.) die Beilegung von Streitigkeiten, sofern es bürgerliche Sachen sind, die sich im Dorf Burguffeln zutragen und nicht vor das landgräfliche Gericht und das Gauding gehören, jedoch unbeschadet der drei Teile von den Bußen, die dem Landgrafen von Hessen zustehen; 7d.) die Einziehung der Kruggefälle zu Burguffeln, jedoch unbeschadet der an den Landgrafen zu zahlenden Schatzung und Tranksteuer; 7e.) die Aufbietung eines Heerwagens, mit dem die von Uffeln gegebenenfalls den Landgrafen zu unterstützen haben, durch Einkünfte der schachtischen Meier zu Burguffeln und des dortigen Kirchenguts; 7f.) die Fischerei in der Esse [Zufluss der Diemel] ab dem Hubenacker, wo ein Grenzstein gesetzt ist, das Wasser hinauf. Bei einem etwaigen Aussterben der von Uffeln im Mannesstamm sollen die Lehen dem Landgrafen heimfallen; wenn noch eine Tochter vorhanden ist, soll sie vom Landgrafen 350 rheinische Gulden erhalten; wenn noch mehrere Töchter vorhanden sind, sollen sie zusammen 500 rheinische Gulden bekommen.
Belehnte/r: Hermann von Uffeln, Sohn des verstorbenen Arnd von Uffeln, für sich und seine unmündigen Vettern, die Söhne seines verstorbenen Bruders Heinrich von Uffeln, Arnd, Hans Ernst, Moritz Georg, Konrad Heinrich und Bodo (Bode) von Uffeln
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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