Die Kläger fordern vom Grafen die Zahlung von Pensionen samt den in langen Jahren aufgelaufenen Zinsen. 1618 hatten Heinrich Overkamp gen. Krieger, Bürger und Kaufmann in Münstereifel, und seine Frau Anna Hilgers dem Grafen Carl von Manderscheid, Blankenheim und Gerolstein und seiner Frau Anna Salome für Jahresrenten in Getreide bzw. Bargeld mehrere Beträge (1200, 700 und 600 Rtlr.) gegeben. 1637 wurden sämtliche Schulden des Grafen an die Erben Overkamp in Höhe von 2984 Rtlr. in einer Obligation zusammengefaßt. Zum Zeitpunkt der Klage beläuft sich die Forderung trotz eines zwischenzeitlich erzielten Vergleichs auf mehrere tausend Reichstaler.
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Die Kläger fordern vom Grafen die Zahlung von Pensionen samt den in langen Jahren aufgelaufenen Zinsen. 1618 hatten Heinrich Overkamp gen. Krieger, Bürger und Kaufmann in Münstereifel, und seine Frau Anna Hilgers dem Grafen Carl von Manderscheid, Blankenheim und Gerolstein und seiner Frau Anna Salome für Jahresrenten in Getreide bzw. Bargeld mehrere Beträge (1200, 700 und 600 Rtlr.) gegeben. 1637 wurden sämtliche Schulden des Grafen an die Erben Overkamp in Höhe von 2984 Rtlr. in einer Obligation zusammengefaßt. Zum Zeitpunkt der Klage beläuft sich die Forderung trotz eines zwischenzeitlich erzielten Vergleichs auf mehrere tausend Reichstaler.
AA 0627, 1332 - D 326/842
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 2. Buchstabe D
1700 - 1702 (1681 - 1701)
Enthaeltvermerke: Kläger: Erben des früheren Bürgermeisters von Jülich, Johann Dresen: Johann Matthias Dresen, Kanoniker zu Münstereifel, für sich und seine Schwester Maria Dresen, Wilhelm Dresen für sich und als Bevollmächtigter des Ehepaares August Clotte und Catharina Maubach, erst Aachen, dann Aldenhoven, J. Jacob Brewer für sich und seine Frau, Anton Dresen, Chrysantus Dresen für sich und seine Frau, (I. W. ?) Dresen Beklagter: Franz Georg Graf zu Manderscheid und Blankenheim, Herr zu Gerolstein Prokuratoren (Kl.): Lic. Franz Peter Jung 1700 - Subst.: Lic. Heinrich Schriels Prokuratoren (Bekl.): Lic. Conrad Franz Steinhausen [1694] 1700 - Subst.: Dr. Johann Ulrich von Gülchen Prozeßart: Mandati de solvendo vel dimittendo hypothecam sine clausula cum citatione ad videndum exigi debitum vel se immitti et condemnari Instanzen: RKG 1700 - 1702 (1681 - 1701) Beweismittel: 3 Erbkaufbriefe Graf von Manderscheid - Heinrich Overkamp 1618 (Q 4 - 6, 5 doppelt). Obligation 1647 (Q 7). Spezifikation der overkampschen Forderungen an den Grafen von Manderscheid 1666 (Q 15, 16). Vergleich 1660 (Q 20). Beschreibung: 2,5 cm, 73 Bl., lose; Q 1 - 21.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:13 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 2. Buchstabe D (Gliederung)