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Nachlass Dr. Anton Mönks (Bestand)
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Schulzeugnisse; Abschriften und Auszüge aus Archivalien, Materialsammlungen, Ausarbeitungen und Veröffentlichungen (u. a. zu folgenden Themenbereichen: Schützenbruderschaften und Gesellschaften in den Kreisen Höxter und Paderborn; Mühlen im Kreis Höxter; Kloster Marienmünster; Ämter Schwalenberg, Oldenburg und Stoppelberg, Konflikte zwischen der Grafschaft Lippe und dem Fürstbistum Paderborn; Burg Schwalenberg; Burg und Meierei Oldenburg; Gut Grevenburg; Gericht Löwendorf; Höfe, Familien und Institutionen in den Orten Born, Entrup, Elbrinxen, Kariensiek, Kollerbeck, Löwendorf, Münsterbrock und Sommersell; Kirchenbücher von Marienmünster und Sommersell; Dreißigjähriger Krieg; Hexen und Zauberer; hofes- und familiengeschichtliche Forschungen).
Bestandsgeschichte: (1879-1946), Studienrat in Hattingen/Ruhr.
Form und Inhalt: Der vorliegende Nachlass des Studienrats Dr. Anton Mönks (1879-1946) wurde im Jahr 1960 als Zugang 39/1960 von Dr. med. Winfried Mönks aus Herbede/Ruhr in das Staatsarchiv Detmold übernommen.
Anton Mönks wurde am 5. September 1879 als Sohn des Landwirts Anton Mönks in Kollerbeck geboren. Zumindest von Ostern 1897 bis Weihnachten 1897 besuchte er die Rektorschule in Steinheim und von Ostern 1900 bis zum 19. März 1903 das königliche Gymnasium in Coesfeld, an dem er auch das Abitur ablegte. Mönks wirkte als Studienrat in Hattingen/Ruhr.
Als passionierter Heimatforscher bereiste Mönchs zahlreiche Archive der Region und erstellte Abschriften von und Auszüge aus vielen der ihm vorgelegten Archivalien. Diese Unterlagen bilden den Großteil des Nachlasses Mönks.
Die Dokumente beziehen sich fast ausschließlich auf die ehemaligen Ämter Schwalenberg, Oldenburg und Stoppelberg und die darin befindlichen Orte (v. a. Löwendorf, Kollerbeck und Entrup), Burgen (Schwalenberg und Oldenburg) und Güter (v. a. Grevenburg) sowie auf das Kloster Marienmünster. Dokumentiert werden v. a. Verwaltungsstrukturen und Verwaltungsgeschichte der Ämter sowie Streitigkeiten um die Rechte in selbigen zwischen der Grafschaft Lippe und dem Fürstbistum Paderborn, Geschichte des Klosters Marienmünster und seiner Umgebung (größtenteils anhand von Abschriften der Tagebücher ("Diarien") seiner Äbte), Besitz- und Baugeschichte von Burgen, Gütern und Mühlen, Gründungsgeschichte von Schützenbruderschaften und -gesellschaften (auch im Hochstift Paderborn), der Dreißigjährige Krieg sowie Orts-, Familien- und Rechtsgeschichte (u. a. zum Gericht Löwendorf) in einzelnen Orten.
Für Familienforscher besonders hervorzuheben seien an dieser Stelle auch die kompletten Abschriften der ersten fünf Kirchenbücher der katholischen Kirchengemeinde Marienmünster aus den Jahren 1643 bis 1754 (umfassend Taufen, Trauungen und Beerdigungen von Personen der Ortschaften und Wohnplätze Bönekenberg, Born, Bremerberg, Großenbreden, Hohehaus, Kleinenbreden, Kollerbeck, Langenkamp, Löwendorf, Marienmünster, Münsterbrock, Neue Mühle, Oldenburg, Papenhöfen, Riepenberg und Saumer) und die der ersten zwei Kirchenbücher der katholischen Kirchengemeinde Sommersell (Kreis Höxter) aus den Jahren 1654 bis 1707 (umfassend Taufen, Trauungen und Beerdigungen von Personen der Ortschaften und Wohnplätze Entrup, Eversen, Grevenburg, Kariensiek [Kargensiek] und Sommersell) sowie eine Materialsammlung zu hofes- und familiengeschichtlichen Forschungen (D 72 Mönks Nr. 252).
Die von Mönks eingesehenen und zum Teil abgeschriebenen Archivalien entstammen größtenteils den Abteilungen Westfalen und Ostwestfalen-Lippe des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen sowie dem Archiv des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Paderborn. Die Originale der von Mönks abgeschriebenen Kirchenbücher aus Marienmünster und Sommersell dürften sich heute im Erzbistumsarchiv Paderborn befinden.
Neben den genannten Abschriften und Auszügen umfasst der Nachlass Mönks auch Ausarbeitungen und Veröffentlichungen Mönks zu verschiedenen Themen. So zum Beispiel - neben den oben bereits genannten Themenbereichen - zu gewerblichen Verbänden der Stadt Warburg (D 72 Mönks Nr. 244) oder zu bergbaulichen Versuchen im Amt Oldenburg (D 72 Mönks Nr. 245).
Außerdem enthalten sind Schulzeugnisse Mönks (D 72 Mönks Nr. 251), ein Manuskript des Pastors Zeiß zur Geschichte der Burg Schwalenberg (D 72 Nr. 198) und eine von Friedrich Hayn verfasste Chronik einer Familie Haberland (D 72 Mönks Nr. 253).
Insgesamt umfasst der Nachlass Mönks 255 Verzeichnungseinheiten mit einer Gesamtlaufzeit von 1890 bis 1944. Die darin enthaltenen Abschriften und Aktenauszüge Mönks stammen aus Akten, Amtsbüchern und Urkunden, die in den Jahren 1349 bis 1933 verfasst wurden.
Die Benutzung des vorliegenden Bestands richtet sich nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Sicherung und Nutzung öffentlichen Archivguts im Lande Nordrhein-Westfalen (Archivgesetz Nordrhein-Westfalen) vom 16. März 2010.
Es ist nach der Bestellnummer zu zitieren: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Ostwestfalen-Lippe (LAV NRW OWL), D 72 Mönks Nr. ...
Balint, Anna: Burg Oldenburg, in: Burgen, Schlösser und Adelssitze im Kreis Höxter, hg. vom Kreis Höxter, Höxter 2002
Büker, Josef: Kollerbeck / Langenkamp - Gestern und heute, Kollerbeck [Heimatschutzverein Kollerbeck von 1577 e.V.] 1994
Gerking, Willy: Die Oldenburg bei Marienmünster. Zur lippisch-paderbornischen Geschichte der Oldenburg und ihrer Meierei, Detmold 2009
Kindl, Harald: Marienmünster 1128-1978 - Beiträge zur Entstehung und Entwicklung der ehemaligen Benediktiner Abtei aus Anlass des 850-jährigen Bestehens, Paderborn [Bonifacius] 1978
Machalke. Joseph: Die Abteikirche Marienmünster - Pfarrkirche der katholischen Pfarrgemeinde Marienmünster, Erzdiözese Paderborn, Dekanat Steinheim, Paderborn [Selbstverlag] 1982
Meier, Burkhard: Nicht frei von Zwistigkeiten - Die lippisch-paderbornische Samtherrschaft über die Ämter Schwalenberg, Oldenburg und Stoppelberg, in: Die Warte 77 (1993)
Mönks, Anton: Die Statuten der ”Alten Schützen“ zu Collerbeck und Entrup (Kr. Höxter), in: Westfälische Zeitschrift, Bd. 84 (1927), S. 132-149
Mönks, Anton: Beiträge zur Geschichte des Schützenswesens im Hochstift Paderborn, in: Westfälische Zeitschrift, Bd. 86 (1929), S. 95-198
Mönks, Anton: Das Gericht Löwendorf und sein Archiv, in: Westfälische Zeitschrift, Bd. 87 (1930), S. 173-208
Neuheuser, Heinrich: Geschichte der Gemeinde Entrup, Kreis Höxter, Nieheim 1966
Schwanold, Heinrich: Verfassung und staatsrechtliche Stellung der Stadt Lippstadt und der Ämter Schwalenberg, Oldenburg und Stoppelberg, in: Mitteilungen aus der lippischen Geschichte und Landeskunde. Bd. 7. 1909. S. 226-228
Uber, Kord-Henning: "Ein Krieg um Seelen?" - konfessionell motivierte Konflikte in der Samtherrschaft Schwalenberg, Greifswald [Selbstverlag] 2008
Weerth, Otto: Wie die Grafschaft Schwalenberg an Lippe kam, in: Blätter für lippische Heimatkunde. Jg. 1. Nr. 1. Jan. 1900
Werpup, Josef: Kollerbeck - aus der frühen Geschichte eines ostwestfälischen Dorfes - mit einem Auszug aus dem Kirchenbuch Marienmünster, Dresden [Sächsisches Digitaldruck Zentrum GmbH] 2004
Werpup, Josef: Geschichte der Ortsteile der Stadt Marienmünster - mit einem geschichtlichen Abriss der Abtei Marienmünster, Dresden [Sächsisches Digitaldruckzentrum] 2014
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.