SS-Sturm Stade (Bestand)
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NLA ST, Rep. 310
Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.5 Vereine, Verbände, Parteien, Clubs, Bruderschaften
1933-1939
Bestandsgeschichte: Die im vorliegeden Bestand verzeichneten Akten des SS-Sturms Stade fanden sich bei Verzeichnungsarbeiten von Akten des Landkreises Stade. Sie umfassen 0,7 m Akten aus den Jahren 1933 bis 1939, die - von der Vernichtung von Doppelstücken abgesehen - unkassiert übernommen wurden.
Neben den Akten des SS-Sturms fanden sich im gleichen Zusammenhang auch zwei Nummern Akten [Nummer 41 und 42] aus der "Kreiswaltung Stade" der Deutschen Arbeitsfront sowie der Organisation "Kraft durch Freude", die beide ihre Büroräume im gleichen Hause hatten wie die SS (Ritterstraße 1).
Die Verzeichnung des Bestandes, der nahezu ohne inhaltliche Zusammenhänge blattweise auseinandergerissen war, orientierte sich am Einheitsaktenplan der SS [Nummer 9], dem auch einige Aktentitel nachgebildet wurden.
Über die Geschichte des SS-Sturms Stade gibt der in Nummer 23 enthaltene Bericht vom 24. April 1936 Auskunft, der allerdings - wie ein Vergleich mit den Organisationsveränderungen in Nummer 11 zeigt - nicht ganz zuverlässig ist.
Der Sturm wurde im März 1931 gegründet, umfasste aber noch im März 1932 lediglich 20 Mann [Rep. 80 P Nummer 1872].
Bis zum 8. April 1934 war der Sturm der 17. SS-Standarte in Hamburg unterstellt und führte die Bezeichnung 6 / 1 / 17 (= 6. Sturm / 1. Sturmbann / 17. SS-Standarte). Vom April 1934 bis zum 28. Februar 1939 unterstand der Sturm mit wechselnden Bezeichnungen, zuletzt als 1/88, der 88. SS-Standarte in Bremen. Seit dem 1. März 1939 war er als 9/55 Teil der 55. SS-Standarte in Verden.
Der Sturm war zunächst in drei, dann in vier Züge eingeteilt, von denen einer beziehungsweise zwei in Stade sowie
je einer in Jork und Buxtehude lagen. Die Personalstärke scheint sich maximal auf 120 Mann belaufen zu haben.
Der vorliegende Bestand steht in engem Zusammenhang mit dem SS-Bestand in der Bestandsgruppe 7,1066 (Nationalsozialistische Organisationen in
Bestandsgeschichte: Bremen) des Staatsarchivs Bremen.
Der Bestand ist im Rahmen der geltenden Benutzungsordnung unter besonderer Beachtung schutzwürdiger Personenrechte benutzbar.
Stade, den 13. August 1985
Thomas Vogtherr
Das maschinenschriftliche Findbuch wurde im Rahmen eines Praktikums im Juli 2008 von dem Praktikanten Dirk Siering in die AIDA-Datenbank übertragen.
Stade, im Juli 2008
Thomas
Bestandsgeschichte: Bardelle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Neben den Akten des SS-Sturms fanden sich im gleichen Zusammenhang auch zwei Nummern Akten [Nummer 41 und 42] aus der "Kreiswaltung Stade" der Deutschen Arbeitsfront sowie der Organisation "Kraft durch Freude", die beide ihre Büroräume im gleichen Hause hatten wie die SS (Ritterstraße 1).
Die Verzeichnung des Bestandes, der nahezu ohne inhaltliche Zusammenhänge blattweise auseinandergerissen war, orientierte sich am Einheitsaktenplan der SS [Nummer 9], dem auch einige Aktentitel nachgebildet wurden.
Über die Geschichte des SS-Sturms Stade gibt der in Nummer 23 enthaltene Bericht vom 24. April 1936 Auskunft, der allerdings - wie ein Vergleich mit den Organisationsveränderungen in Nummer 11 zeigt - nicht ganz zuverlässig ist.
Der Sturm wurde im März 1931 gegründet, umfasste aber noch im März 1932 lediglich 20 Mann [Rep. 80 P Nummer 1872].
Bis zum 8. April 1934 war der Sturm der 17. SS-Standarte in Hamburg unterstellt und führte die Bezeichnung 6 / 1 / 17 (= 6. Sturm / 1. Sturmbann / 17. SS-Standarte). Vom April 1934 bis zum 28. Februar 1939 unterstand der Sturm mit wechselnden Bezeichnungen, zuletzt als 1/88, der 88. SS-Standarte in Bremen. Seit dem 1. März 1939 war er als 9/55 Teil der 55. SS-Standarte in Verden.
Der Sturm war zunächst in drei, dann in vier Züge eingeteilt, von denen einer beziehungsweise zwei in Stade sowie
je einer in Jork und Buxtehude lagen. Die Personalstärke scheint sich maximal auf 120 Mann belaufen zu haben.
Der vorliegende Bestand steht in engem Zusammenhang mit dem SS-Bestand in der Bestandsgruppe 7,1066 (Nationalsozialistische Organisationen in
Bestandsgeschichte: Bremen) des Staatsarchivs Bremen.
Der Bestand ist im Rahmen der geltenden Benutzungsordnung unter besonderer Beachtung schutzwürdiger Personenrechte benutzbar.
Stade, den 13. August 1985
Thomas Vogtherr
Das maschinenschriftliche Findbuch wurde im Rahmen eines Praktikums im Juli 2008 von dem Praktikanten Dirk Siering in die AIDA-Datenbank übertragen.
Stade, im Juli 2008
Thomas
Bestandsgeschichte: Bardelle
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST