Vertrag zwischen Kloster Bredelar und den Hintersassen zu Giershagen einerseits und den Vettern und Brüdern von Padberg und deren Hintersassen zu Padberg andererseits wegen strittiger Holz- und Weiderechte, von Gaudens von und zu Weichs zu Körtlinghausen, kurfürstlichem Kämmerer, Rat, Oberforst- und Jägermeister in Westfalen und Drost zu Brilon, und Jakob Kannegießer, Richter zu Brilon, vermittelt. Es wird vereinbart, daß die durch einen unparteiischen Landmesser vermessenen Berge zwischen Judenhelle und Schmalental in zwei gleiche Teile "durch Aufhauung einer durchgehenden Schnade" von vier Fuß Breite quer durch den Hüttenberg geteilt werden sollen. Das oberhalb der Schnad befindliche Gehölz sollen die Giershagener, das unterhalb liegende Gehölz die Padberger nutzen. Die alten Schnadsteine unter dem Berg und um die Berge herum bis an den Grund des Schmalentals sollen als gültige Schnad betrachtet werden. Beide Parteien dürfen Hüttenberg und Schmalental in näher beschriebenen Grenzen beweiden. Am Arnstein und Arnsgrund hat Giershagen allein Huderechte bis an die Wiesen der Rhene. Bredelar
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Vertrag zwischen Kloster Bredelar und den Hintersassen zu Giershagen einerseits und den Vettern und Brüdern von Padberg und deren Hintersassen zu Padberg andererseits wegen strittiger Holz- und Weiderechte, von Gaudens von und zu Weichs zu Körtlinghausen, kurfürstlichem Kämmerer, Rat, Oberforst- und Jägermeister in Westfalen und Drost zu Brilon, und Jakob Kannegießer, Richter zu Brilon, vermittelt. Es wird vereinbart, daß die durch einen unparteiischen Landmesser vermessenen Berge zwischen Judenhelle und Schmalental in zwei gleiche Teile "durch Aufhauung einer durchgehenden Schnade" von vier Fuß Breite quer durch den Hüttenberg geteilt werden sollen. Das oberhalb der Schnad befindliche Gehölz sollen die Giershagener, das unterhalb liegende Gehölz die Padberger nutzen. Die alten Schnadsteine unter dem Berg und um die Berge herum bis an den Grund des Schmalentals sollen als gültige Schnad betrachtet werden. Beide Parteien dürfen Hüttenberg und Schmalental in näher beschriebenen Grenzen beweiden. Am Arnstein und Arnsgrund hat Giershagen allein Huderechte bis an die Wiesen der Rhene. Bredelar
A 103u, 809
A 103u Kloster Bredelar - Urkunden
Kloster Bredelar - Urkunden >> 10. 1601 bis 1700
1662 April 6
Vermerke: Zwei Ausfertigungen, Papier, deutsch, die eine irrtümlich 1652 nachdatiert. Beiliegend zwei Abschriften des 17. Jhs und eine Abschrift des Ignaz Pieler sowie eine Übertragung desselben
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:30 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.1. Kölnisches Westfalen (A) (Tektonik)
- 1.1.1. Herzogtum Westfalen (Tektonik)
- 1.1.1.2. Stifte und Klöster (Tektonik)
- Kloster Bredelar (Tektonik)
- Kloster Bredelar / Urkunden (Bestand)
- 10. 1601 bis 1700 (Gliederung)