Akten betreffend Prinz Alexander zu Hohenlohe-Oehringen, Freiherr von Gabelstein (Bestand)
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Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, Oe 135
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein >> Archiv Öhringen >> Zentrale Verwaltungen nach der Mediatisierung
1877-1896
Inhalt und Bewertung
Prinz Alexander wurde 1871 als Sohn des Prinzen Felix geboren. Seine Mutter, die im gleichen Jahr starb, hinterließ für ihre minderjährigen Kinder ein reichhaltiges Vermögen, das deren Vormund, Fürst Christian Kraft, verwaltete. Wegen seiner Entmündigung blieb die Vormundschaft über den Prinzen Alexander auch nach 1894 bestehen. Faktisch wurde sie vom Domänendirektor Philipp Stephan ausgeübt.
Der Bestand enthält Akten unterschiedlicher, aber allesamt nicht hohenlohischer Provenienz zu den Vormundschaften des Prinzen Alexander und seiner Geschwister. Die Unterlagen gelangten wohl im Zusammenhang mit der Ausübung der Vormundschaft an die Domänenkanzlei. Weitere Akten existieren in der Überlieferung der Domänenkanzlei.
Gliederung: 1. Ysenburg-wächtersbachische Vormundschaft über die Kinder des Prinzen Felix zu Hohenlohe-Oehringen; 2. Vormundschaftsverwaltung durch den Hofrat Strube aus Frankfurt über die Kinder des Prinzen Felix zu Hohenlohe-Oehringen (Akten Hofrat Strube); 3. Hohenlohe-Langenburgische Vormundschaft über Prinz Alexander; 4. Rechtsvertretung des Prinzen Alexander zu Hohenlohe-Oehringen durch die Anwälte Dr. A. Gerson und Eduard Bernstein, Berlin (Akte der Anwälte); 5. Rechtsvertretung des Prinzen Alexander zu Hohenlohe-Oehringen durch den Rechtsanwalt Franz Wolff, Berlin (Akten des Anwaltes).
Prinz Alexander zu Hohenlohe-Oehringen wurde 1871 als Sohn des Prinzen Felix, des jüngeren Bruders von Fürst Hugo, geboren. Im gleichen Jahr noch starb seine Mutter Alexandrine, eine geborene Prinzessin von Hanau. Da aus ihrer Familie für die noch minderjährigen Kinder, Prinz Alexander und seine Geschwister, ein größeres Vermögen bereitstand und zu verwalten war, wurde eine Vormundschaft über die Kinder eingerichtet. Vormund des minderjährigen Prinzen Alexander wurde schließlich in den 90er Jahren dessen Vetter Fürst Christian Kraft zu Hohenlohe-Oehringen. Die Vormundschaft blieb nach Erlangen der Volljährigkeit bestehen, da 1894 Prinz Alexander wegen Verschwendung entmündigt wurde. Die faktische Ausübung der Vormundschaft übertrug der Fürst seinem Domänendirektor Philipp Stephan in Öhringen. 1892 bereits fungierte dieser als "Generalbevollmächtigter des Prinzen Alexander". Stephan wurde "zur Besorgung aller vormundschaftlichen Verwaltungsgeschäfte und insbesondere auch zur Empfangnahme von Geld an des Vormunds statt" legitimiert. Der vorliegende Bestand enthält Akten unterschiedlicher, aber nicht hohenlohescher Provenienzen zu den früheren Vormundschaften über Prinz Alexander und seine Geschwister. Außerdem sind Unterlagen über dessen Rechtsvertretung in Prozessen wegen der Schulden des Prinzen enthalten. Die Akten stammen provenienzmäßig aus den Verwaltungen des Vormunds Fürst Ferdinand Maximilian zu Ysenburg und Büdingen-Wächtersbach, des Vormundschaftsverwalters Hofrat Strube aus Frankfurt, des Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg, der Rechtsanwälte Dr. A. Gerson und Eduard Bernstein, Berlin und - in beträchtlichem Ausmaß - des Rechtsanwaltes Franz Wolff, Berlin. Da diese Akten unter den Akten der Domänenkanzlei Öhringen aufgefunden wurden, ist anzunehmen, dass sie von Stephan für die Ausübung der Vormundschaftsgeschäfte angefordert und auch benutzt wurden. Sie bilden sachlich wegen ihres Betreffs eine Einheit, sind aber von den Akten der Domänenkanzlei wegen ihrer nicht hohenloheschen Provenienz zu trennen. Markantes Erkennungszeichen und Unterscheidungsmerkmal ist die überwiegend vorkommende (preußische) Fadenheftung der Akten. Die aus der Vormundschaftsverwaltung des Domänendirektors Stephan entstandenen Akten der Domänenkanzlei Öhringen sind im Bestand Domänenkanzlei Öhringen verwahrt. Sie ergänzen die Akten des vorliegenden Bestandes für die spätere Zeit und sind erforderlichenfalls heranzuziehen. Die Bestandsbildung erfolgte im Zusammenhang mit der Erschließung einer größeren Menge noch unerschlossener Akten unterschiedlichster Provenienzen des Archivs Öhringen aus dem 19. Jahrhundert. Die Erschließungsarbeiten wurden in den Jahren 2000 und Anfang 2001 durchgeführt. Der Bestand umfasst 65 Einheiten in ca. 1 lfd. m. Neuenstein, im März 2001 Dr. Peter Schiffer
65 Bü (1 lfd. m)
Bestand
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BZK no.
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This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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