Magdalene von Talheim, Äbtissin, und die Chorjungfrauen des Stifts (stiefftung) Oberstenfeld verkaufen an Hans Müller, Ziegler von Schöntal (Schenthal), Marbacher Amts, ihre Ziegelhütte zu Oberstenfeld mit Äckern, Wiesen und aller Gerechtsame, mit allen Beschwerden und Nutzungen um 290 fl. Württemberger Landeswährung. Davon soll Müller an Johannis Bapt. [Juni 24] 1554 20 fl und an Martini [November 11] desselben Jahres wieder 20 fl bezahlen und ebenso jedes Jahr, bis die Kaufsumme bezahlt ist. Diese Zahlungen sollen jedes Mal auf diese beiden gleichlautenden Urkunden vermerkt werden. Müller soll ihnen auch jährlich an Martini 1 lb h guter Landeswährung als Bodenzins entrichten. Die Ziegelhütte mit allem Zubehör soll ihr Unterpfand sein, bis die Kaufsumme vollständig entrichtet ist. Will Müller die Ziegelhütte verkaufen, sollen sie diese um 5 Schilling weniger einlösen können. Müller soll auch dem Stift nicht teurer liefern als eine Gelte Kalk, die 4 Simri, Backnanger Maß, hält, um 2 Schilling, Ober- und Unterziegel das Hundert um 4 sh, das Tausend Platten für 2 fl, das Hundert Back- oder Pflastersteine für 5 sh. Dazu soll ihm aus den Wäldern des Stifts jährlich zu vier oder fünf Bränden Holz gegeben werden. Hans Müller bezeugt, daß der Kauf in Gegenwart von Jakob Herterich, Pfarrer, Jörg Müller, Schultheiß, und Gabriel Hamm, Amtmann zu Oberstenfeld, Balthas Hielmar, Zimmermann, Bürger zu Bietigheim, Hans Müller von Backnang in der Bürgermühle zu Großingersheim, Jakob Bartenbach zu Oberstenfeld, Martin Grapp von Ilsfeld und Jakob Ziegler zu Bottwar abgeschlossen worden ist und hierüber zwei gleichlautende Urkunden von derselben Hand ausgefertigt worden sind, wovon Äbtissin und Chorjungfrauen den einen und Hans Müller den anderen erhalten haben
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