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Alzey: Konrad der Puller und Heinrich v. Sachsenhausen, herzoglich-bayrischer Statthalter, bekunden, dass sie auf Intervention von König Rudolf un...
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Urkunden der ehemaligen Provinz Rheinhessen >> 1 Orte, Buchstabe A >> 1.4 Alzey
1283 September 12 (1282 Weihnachten)
Kurpfalz
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Alzey: Konrad der Puller und Heinrich v. Sachsenhausen, herzoglich-bayrischer Statthalter, bekunden, dass sie auf Intervention von König Rudolf und von Herzog Ludwig von Bayern den Streit zwischen Luggart v. Bolanden und der Stadt Alzey beigelegt haben, derart, dass die Stadt der Luggart v. Bolanden 200 hallische Pfunde in zwei Teilsummen (je zur Hälfte am 11. November 1283 und am 6. Januar 1284) zu zahlen hat, wovon die letztgenannte 20 Pfund an Herzog Ludwig abzuführen hat, der seinerseits übernimmt, Luggart und ihre Erben als rechtmäßige Burgmannen zu Alzey zu schirmen. Beide Parteien machen Bürgen namhaft, im Falle der Stadt mit dem Hinweis auf ein mögliches Einlager, im Falle der Luggart mit der Erfordernis schriftlicher Verpflichtung ihrer Bürgen. Die durch den Zwist entstandenen Schäden werden gegeneinander aufgehoben bis auf einen zwischen den beiden Schiedsmännern abgesprochenen Fall. Über die Beilegung des Streites werden zwei Urkunden angefertigt
Vermerke (Urkunde): Literatur: Baur II, S. 359.
gedr. Baur II 358 Nr. 375, Auszug Widder III 20
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.