Berufung gegen das Urteil der Vorinstanz vom 20. Nov. 1668, wonach die durch die Richter von Huissen und die klev. Kommissare verhängte und durchgeführte Immission des Dr. Ising in das Lehnsgut Pley (in der Pleien) im Herzogtum Kleve und Amt Huissen (Niederlande, bei Arnheim) wegen der Nichtzuständigkeit der Richter wieder rückgängig zu machen, das Gut innerhalb von 4 Wochen dem Freiherrn von Myllendonk abzutreten ist und Dr. Ising über die Schulden, die er den Gläubigern zurückgezahlt hat, ein Liquidationsverfahren am klev. Hofgericht binnen 6 Wochen einleiten soll. Es geht wohl um eine Verschuldung in Höhe von 58000 holländischen Gulden. 1663 hatte der Appellant mit Anna Maria und Agnes von Myllendonk, den Schwestern des Appellaten, und deren Gatten einen gerichtlich bestätigten Vergleich geschlossen, wonach ihm 2/3 des Guts Pley eingeräumt werden und er 1/3 von anderen Gläubigern gerichtlich erstreiten sollte. Attentatsklagen gegen die Urteilsvollstreckung durch die Vorinstanz. Die Vorinstanz weigert sich, die Vorakten herauszugeben, und erhebt eine Gerichtsstandseinrede gegen das RKG aufgrund des Privilegium de non appellando in possessoriis von 1566.
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Berufung gegen das Urteil der Vorinstanz vom 20. Nov. 1668, wonach die durch die Richter von Huissen und die klev. Kommissare verhängte und durchgeführte Immission des Dr. Ising in das Lehnsgut Pley (in der Pleien) im Herzogtum Kleve und Amt Huissen (Niederlande, bei Arnheim) wegen der Nichtzuständigkeit der Richter wieder rückgängig zu machen, das Gut innerhalb von 4 Wochen dem Freiherrn von Myllendonk abzutreten ist und Dr. Ising über die Schulden, die er den Gläubigern zurückgezahlt hat, ein Liquidationsverfahren am klev. Hofgericht binnen 6 Wochen einleiten soll. Es geht wohl um eine Verschuldung in Höhe von 58000 holländischen Gulden. 1663 hatte der Appellant mit Anna Maria und Agnes von Myllendonk, den Schwestern des Appellaten, und deren Gatten einen gerichtlich bestätigten Vergleich geschlossen, wonach ihm 2/3 des Guts Pley eingeräumt werden und er 1/3 von anderen Gläubigern gerichtlich erstreiten sollte. Attentatsklagen gegen die Urteilsvollstreckung durch die Vorinstanz. Die Vorinstanz weigert sich, die Vorakten herauszugeben, und erhebt eine Gerichtsstandseinrede gegen das RKG aufgrund des Privilegium de non appellando in possessoriis von 1566.
AA 0627, 2970 - I/J 211/1034
AA 0627 Reichskammergericht, Teil V: I-L
Reichskammergericht, Teil V: I-L >> 1. Buchstabe I/J
1669 - 1676 (1660 - 1673)
Enthaeltvermerke: Kläger: Dr. Adam Ising (Isinck), klev.-märk. Geheimer Regierungsrat zu Kleve und Nijmegen (Niederlande), (Bekl.) Beklagter: Johann Kraft Freiherr von Myllendonk (Kr. Grevenbroich) zu 's- Gravenhage (Niederlande), (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Bernhard Henningh 1669 - Subst.: Dr. Johann Niklas Hoen Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Ulrich Stieber (für Markgraf Friedrich Wilhelm von Brandenburg) [1665] 1669 - Subst.: Dr. Johann Karl Müeg - Dr. Jakob Friedrich Kuehorn 1669 - Subst.: Lic. Johann Heinrich Zinck - Dr. Johann Ulrich Zeller 1673 - Subst.: Dr. Wilhelm Heinrich Erhardt Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Klev.-märk. Regierung zu Kleve (1668) - 2. RKG 1669 - 1676 (1660 - 1673) Beweismittel: Vertragl. Einigung des Markgrafen von Brandenburg mit einigen seiner Räte über die Zwistigkeiten zwischen den Räten von 1663 (Q 28). Klev.-märk. Landtagsabschied von 1660 (in Q 33). Zahlreiche Dokumente zur Jurisdiktionsfrage bzgl. der Appellation in Besitzstreitigkeiten und zu Fällen anderer Gläubiger (in Q 33). Beschreibung: 6 cm, 241 Bl., lose; Q 1 - 3, 5 - 35, 37 - 51, 4 Beilagen von 1670, es fehlen Q 4* und 36*.
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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11.05.2026, 9:39 AM CEST