106 Lehrerseminar Auerbach (Bestand)
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106
Universitätsarchiv Chemnitz (Archivtektonik) >> Bestände bis 1945
1876 - 1943
1. Verwaltungsgeschichte/Biographie: Das Kgl. Lehrerseminar Auerbach begann zu Ostern 1876 mit 47 Zöglingen und 6 Lehrkräften mit dem Unterrichtsbetrieb. Die Schüler waren 14 Jahre alt und besuchten die Einrichtung in der Regel 6 Jahre. Bald wurde dem Seminar zur Festigung und Übung der praktischen Fertigkeiten eine Übungsschule angegliedert. Die Unterbringung erfolgte zunächst für 2 Jahre in einem angemieteten Objekt, dem Keffel'schen Hausgrundgrundstück, bis 1878 das neue Seminargebäude bezogen werden konnte. Erster Schulleiter und später Direktor wurde Gymnasialoberlehrer Georg Reinhold Schönfelder (1876-1905) aus Zwickau. Ihm folgten im Amt Paul Georg Bartusch (1905-1909) und Prof. Dr. Karl Georg Barth (1909-1924).
In der Weimarer Zeit endete die Lehrerausbildung in Auerbach, da in Sachsen die Lehrerausbildung an der Universität Leipzig und der Technischen Hochschule Dresden konzentriert wurden. Zulassungsvoraussetzung war nun das Abitur. Im überlieferten Hauptbuch ist der Vermerk des damaligen Seminardirektors Dr. Barth zu finden, dass die letzten Einträge zu Ostern 1922 vorgenommen wurdemn. 1926 verließen die letzten Seminaristen die Ausbildungsstätte. Bereits seit 1922 war in den Gebäuden des Seminars die Deutsche Oberschule untergebracht. Die Aufgabe, befähigte Jungen und Mädchen über die Reifeprüfung zum Lehrerstudium, aber auch zu anderen Studiengängen zu führen, erhielt die neu konzipierte Deutsche Oberschule. Sie baute auf die vierjährige Grundschule auf und vermittelte in neun Jahren einen vordergründig deutschkundlichen Inhalt.
1941 wurde in Auerbach eine Lehrerbildungsanstalt eingerichtet. Die geplante fünfjährige Ausbildung konnte jedoch keiner der Studenten beenden. Anfang 1945 wurde der Schulbetrieb vollständig eingestellt.
Seit 1958 wurde das Gebäude wieder für die Lehrerausbildung genutzt. Die Grundschullehrerausbildung aus Waldenburg wurde nach Auerbach verlegt. (Vgl. UAC Bestand 218)
2. Bestandsbeschreibung: Der überlieferte Restbestand wurde dem Universitätsarchiv im September 2004 übergeben. Bis dahin lagerte er im Dezernat Bauwesen. Ein Mitarbeiter dieses Dezernates sicherte diese Unterlagen Anfang der 1990er Jahre in der Zeit seiner Tätigkeit als Verwaltungsleiter und Verantwortlicher an der Pädagogischen Hochschule Zwickau bei der Übergabe der Immobilie des nach Zwickau verlagerten Institutes für Lehrerbildung Auerbach.
Der Bestand umfasst mehrere Registrande mit Beginn der Gründung des Lehrerseminars in Auerbach im Jahre 1876 bis 1911. In diesen Registranden sind die Leitungsunterlagen der Direktion in chronologischer Ordnung enthalten und zu jahresweisen Bänden zusammengeführt. Vorrangestellt ist immer ein entsprechendes Verzeichnis der Dokumente. Weiterhin sind 5 Bände zu den Kandidatenprüfungen (1880-1919) überliefert. Allerdings fehlen im letzten diesbezüglichen Band die Oster-Prüfungen der Jahre 1913 und 1914. Das Hauptbuch verzeichnet die Schüler des Seminars von der Matrikel 1876 bis 1915. Schließlich finden sich in drei Bänden Beschreibungen zum Grundstück und zum Gebäude des Seminars.
Stephan Luther
Chemnitz 2013
3. Erschließungszustand/Umfang: erschlossen, Datenbank; Umfang: 3,75 lfm.
1. Verwaltungsgeschichte/ Biografische Angaben: Das Kgl. Lehrerseminar Auerbach begann zu Ostern 1876 mit 47 Zöglingen und 6 Lehrkräften mit dem Unterrichtsbetrieb. Die Schüler waren 14 Jahre alt und besuchten die Einrichtung in der Regel 6 Jahre. Bald wurde dem Seminar zur Festigung und Übung der praktischen Fertigkeiten eine Übungsschule angegliedert. Die Unterbringung erfolgte zunächst für 2 Jahre in einem angemieteten Objekt, dem Keffel'schen Hausgrundgrundstück, bis 1878 das neue Seminargebäude bezogen werden konnte. Erster Schulleiter und später Direktor wurde Gymnasialoberlehrer Georg Reinhold Schönfelder (1876-1905) aus Zwickau. Ihm folgten im Amt Paul Georg Bartusch (1905-1909) und Prof. Dr. Karl Georg Barth (1909-1924).
In der Weimarer Zeit endete die Lehrerausbildung in Auerbach, da in Sachsen die Lehrerausbildung an der Universität Leipzig und der Technischen Hochschule Dresden konzentriert wurden. Zulassungsvoraussetzung war nun das Abitur. Im überlieferten Hauptbuch ist der Vermerk des damaligen Seminardirektors Dr. Barth zu finden, dass die letzten Einträge zu Ostern 1922 vorgenommen wurdemn. 1926 verließen die letzten Seminaristen die Ausbildungsstätte. Bereits seit 1922 war in den Gebäuden des Seminars die Deutsche Oberschule untergebracht. Die Aufgabe, befähigte Jungen und Mädchen über die Reifeprüfung zum Lehrerstudium, aber auch zu anderen Studiengängen zu führen, erhielt die neu konzipierte Deutsche Oberschule. Sie baute auf die vierjährige Grundschule auf und vermittelte in neun Jahren einen vordergründig deutschkundlichen Inhalt.
1941 wurde in Auerbach eine Lehrerbildungsanstalt eingerichtet. Die geplante fünfjährige Ausbildung konnte jedoch keiner der Studenten beenden. Anfang 1945 wurde der Schulbetrieb vollständig eingestellt.
Seit 1958 wurde das Gebäude wieder für die Lehrerausbildung genutzt. Die Grundschullehrerausbildung aus Waldenburg wurde nach Auerbach verlegt. (Vgl. UAC Bestand 218)
3. Erschließungszustand: erschlossen, Datenbank; Umfang: 3,75 lfm.
In der Weimarer Zeit endete die Lehrerausbildung in Auerbach, da in Sachsen die Lehrerausbildung an der Universität Leipzig und der Technischen Hochschule Dresden konzentriert wurden. Zulassungsvoraussetzung war nun das Abitur. Im überlieferten Hauptbuch ist der Vermerk des damaligen Seminardirektors Dr. Barth zu finden, dass die letzten Einträge zu Ostern 1922 vorgenommen wurdemn. 1926 verließen die letzten Seminaristen die Ausbildungsstätte. Bereits seit 1922 war in den Gebäuden des Seminars die Deutsche Oberschule untergebracht. Die Aufgabe, befähigte Jungen und Mädchen über die Reifeprüfung zum Lehrerstudium, aber auch zu anderen Studiengängen zu führen, erhielt die neu konzipierte Deutsche Oberschule. Sie baute auf die vierjährige Grundschule auf und vermittelte in neun Jahren einen vordergründig deutschkundlichen Inhalt.
1941 wurde in Auerbach eine Lehrerbildungsanstalt eingerichtet. Die geplante fünfjährige Ausbildung konnte jedoch keiner der Studenten beenden. Anfang 1945 wurde der Schulbetrieb vollständig eingestellt.
Seit 1958 wurde das Gebäude wieder für die Lehrerausbildung genutzt. Die Grundschullehrerausbildung aus Waldenburg wurde nach Auerbach verlegt. (Vgl. UAC Bestand 218)
2. Bestandsbeschreibung: Der überlieferte Restbestand wurde dem Universitätsarchiv im September 2004 übergeben. Bis dahin lagerte er im Dezernat Bauwesen. Ein Mitarbeiter dieses Dezernates sicherte diese Unterlagen Anfang der 1990er Jahre in der Zeit seiner Tätigkeit als Verwaltungsleiter und Verantwortlicher an der Pädagogischen Hochschule Zwickau bei der Übergabe der Immobilie des nach Zwickau verlagerten Institutes für Lehrerbildung Auerbach.
Der Bestand umfasst mehrere Registrande mit Beginn der Gründung des Lehrerseminars in Auerbach im Jahre 1876 bis 1911. In diesen Registranden sind die Leitungsunterlagen der Direktion in chronologischer Ordnung enthalten und zu jahresweisen Bänden zusammengeführt. Vorrangestellt ist immer ein entsprechendes Verzeichnis der Dokumente. Weiterhin sind 5 Bände zu den Kandidatenprüfungen (1880-1919) überliefert. Allerdings fehlen im letzten diesbezüglichen Band die Oster-Prüfungen der Jahre 1913 und 1914. Das Hauptbuch verzeichnet die Schüler des Seminars von der Matrikel 1876 bis 1915. Schließlich finden sich in drei Bänden Beschreibungen zum Grundstück und zum Gebäude des Seminars.
Stephan Luther
Chemnitz 2013
3. Erschließungszustand/Umfang: erschlossen, Datenbank; Umfang: 3,75 lfm.
1. Verwaltungsgeschichte/ Biografische Angaben: Das Kgl. Lehrerseminar Auerbach begann zu Ostern 1876 mit 47 Zöglingen und 6 Lehrkräften mit dem Unterrichtsbetrieb. Die Schüler waren 14 Jahre alt und besuchten die Einrichtung in der Regel 6 Jahre. Bald wurde dem Seminar zur Festigung und Übung der praktischen Fertigkeiten eine Übungsschule angegliedert. Die Unterbringung erfolgte zunächst für 2 Jahre in einem angemieteten Objekt, dem Keffel'schen Hausgrundgrundstück, bis 1878 das neue Seminargebäude bezogen werden konnte. Erster Schulleiter und später Direktor wurde Gymnasialoberlehrer Georg Reinhold Schönfelder (1876-1905) aus Zwickau. Ihm folgten im Amt Paul Georg Bartusch (1905-1909) und Prof. Dr. Karl Georg Barth (1909-1924).
In der Weimarer Zeit endete die Lehrerausbildung in Auerbach, da in Sachsen die Lehrerausbildung an der Universität Leipzig und der Technischen Hochschule Dresden konzentriert wurden. Zulassungsvoraussetzung war nun das Abitur. Im überlieferten Hauptbuch ist der Vermerk des damaligen Seminardirektors Dr. Barth zu finden, dass die letzten Einträge zu Ostern 1922 vorgenommen wurdemn. 1926 verließen die letzten Seminaristen die Ausbildungsstätte. Bereits seit 1922 war in den Gebäuden des Seminars die Deutsche Oberschule untergebracht. Die Aufgabe, befähigte Jungen und Mädchen über die Reifeprüfung zum Lehrerstudium, aber auch zu anderen Studiengängen zu führen, erhielt die neu konzipierte Deutsche Oberschule. Sie baute auf die vierjährige Grundschule auf und vermittelte in neun Jahren einen vordergründig deutschkundlichen Inhalt.
1941 wurde in Auerbach eine Lehrerbildungsanstalt eingerichtet. Die geplante fünfjährige Ausbildung konnte jedoch keiner der Studenten beenden. Anfang 1945 wurde der Schulbetrieb vollständig eingestellt.
Seit 1958 wurde das Gebäude wieder für die Lehrerausbildung genutzt. Die Grundschullehrerausbildung aus Waldenburg wurde nach Auerbach verlegt. (Vgl. UAC Bestand 218)
3. Erschließungszustand: erschlossen, Datenbank; Umfang: 3,75 lfm.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:22 MESZ