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"Freundenthal. Ordnungen, Statuta, Eid neben Documenta über solch Gut, auch Extracten des Sachsenheimer und Löchgauer Lagerbuchs samt der Feldmessung aller herrschaftlichen Güter, 1685" (Umschlagtitel)
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"Freundenthal. Ordnungen, Statuta, Eid neben Documenta über solch Gut, auch Extracten des Sachsenheimer und Löchgauer Lagerbuchs samt der Feldmessung aller herrschaftlichen Güter, 1685" (Umschlagtitel)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, GL 135 Freudental, Stabsamt der Kammerschreiberei
Freudental, Stabsamt der Kammerschreiberei >> 2. Sonstige Bände
1685
1) Bl. 1-72 ( davon Bl. 71-72 unbeschrieben): Dorfordnung des Herzogadministrators Friedrich Karl von Württemberg für das neu erworbene Dorf Freudental, 1685, mit Sachregister auf den anschließenden, ungezählten Blättern; 2) Bl. 1-24 ( davon Bl. 15-24 unbeschrieben): Allerhand Stäät und Aydt (Pfarrer, Schultheiß, Richter, Umgelter, Schützen, Vormünder, Bürger); 3) Bl. 1-3: Spezifikation der schriftlichen Dokumente, die zu dem Schaffalitzkyschen Gut Freudental gehören; Bl. 4-116: Abschriften bzw. Extrakte und Regesten der in vorstehender Spezifikation aufgeführten Urkunden aus dem Jahren 1570-1685: Bl. 4-14: 1685 März 13. Heilbronn, Bernhardt Schaffelizky von Muggendell zu Freudental verkauft an Johann Eberhard Varnbüler von Hemmingen das freiadelige Gut und Dorf Freudental mit 17 Untertanen und allem (im einzelnen aufgeführten) Zubehör um 35 000 fl.; Sr.: Aussteller; Abschrift (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 39); Bl. 15-17r: 1685 März 17. Stuttgart, Johann Eberhard Varnbüler von Hemmingen, württ. Rat, Oberhofmeister des Fürstlichen Collegiums, Obervogt zu Tübingen, Herrenberg und Sulz, Hofgerichtsassessor, tritt das käuflich erworbene freiadelige Schaffelizkysche Gut und Dorf Freudental nach Ersatz des Kaufschillings von 35 000 fl. durch Herzogadministrator Friedrich Carl von Württemberg an diesen ab; Sr.: Aussteller, Abschrift (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 39); Bl. 17v-18r: 1685 März 13. Heilbronn, Bernhard Schaffalizky von Muggendell quittiert dem Johann Eberhard Varnbüler von Hemmingen die bare Bezahlung des Kaufschillings von 35 000 fl. für Freudental; Sr.: Aussteller, Abschr.; Bl. 18v-19v: 1684 Juni 3 Alt Ludwig Hofmann, Wolff Hoffmann, Hans Simon Wolff und Hans Anberger, alle Bürger zu Bönnigheim, sowie Hans Melchior Käldins zu Kirchheim a.N. hinterbliebene Kinder treten drei Morgen Wald auf Markung Freudental an Bernhard Schaffalitzky von Muggendell zu Freudental gegen desen Anlageforderungen ab; Sr.: Johann Michael Gehringer, Amtsbürgermeister zu Bönnigheim; Abschr.; Bl. 20r-22r: 1683 Januar 18. Speyer, Dechant und Kapitel des Domstifts Speyer verkaufen mit Zustimmung des Kurfürsten Johann Hugo von Trier, Bischofs zu Speyer, an Bernhard Schaffalitzky von Muckhendell zu Freudental den Frucht-und Weinzehnten zu und um Freudental um 1 500 fl., die der Käufer bar bezahlt hat; Sr.: Kapitel Speyer; Abschr. (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 39); Bl. 22v-26v: 1682 August 28. Stuttgart, Witwe Benigna Veronica von Janowiz, geb. Schaffalitzky von Muckhendell, verkauft an ihren Vetter Bernhard Schaffalitzky von Muckenhendell zu Freudental ihre Güter zu Freudental, die sie teilweise kürzlich von Bernhard Ludwig von Dachenhausen gekauft hat, samt den Fässern in dem sog. Eyb'schen Keller um 3 500 fl. Der Käufer hat 2 500 fl. bar bezahlt und muß den Rest in zwei Raten von 500 fl. jeweils auf Weihnachten 1683 und 1684 entrichten. Sr.: Ausstellerin, Käufer, Levin von Kniestätt, Ernst Friedrich von Lützelburg; Abschr. Mit Quittung der Ausstellerin vom 4. Sept. 1684 über die Bezahlung von 500 fl.; Bl. 27r- 31r: 1682 August 17. Stuttgart, Bernhard Ludwig von Dachenhausen, Kommandant der kurpfälzischen Festung Altzheim, verkauft an Bernhard Schaffalizky von Muckhadell zu Freudental, württ.Rat und Obervogt zu Vaihingen, das Dachenhäusische Gut zu Freudental um 870 Reichstaler, die bis Martini 1682 an die Witwe Benigna Veronica von Janowitz, geb. Schaffalizky von Muckhadell, seit anderthalb Jahren Pfandinhaberin des Gutes , bar bezahlt werden sollen. Bis dahin behält sich Verkäufer die Losung des Gutes vor. Sr.: Aussteller und Verkäufer, Abschr (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 396 Bü 39); Bl. 31v-36v: 1681 Mai 14. Stuttgart, Bernhard Ludwig von Dachenhausen, kurpfälzischer Kapitän, verkauft an die Witwe Benigna Veronica von Janowiz, geb. Schaffalitzky von Muckhadell, das Dachenhäusische Gut zu Freudental um 840 Reichstaler samt 30 Reichstalern Diskretion für die Ehegattin des Ausstellers. Davon sind 400 Reichstaler und die 30 Reichstaler Diskretion bar bezahlt worden; 440 Reichstaler werden gegen die Schulden verrechnet, die der Verkäufer bei der Käuferin hatte (300 Reichstaler Kapital und anderes). Verkäufer behält sich die Rücklösung des Gutes binnen anderthalb Jahren vor. Sr.: Aussteller, Käuferin, Johann Heinrich von Geißberg, Maximilian von Münzingen, Abschr. (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 39); Bl. 37r-42v: 1674 August 24. Stuttgart, Herzog Wilhelm Ludwig von Württemberg überläßt seinem Kammerjunker Bernhard Schaffalitzky von Muckhendell die hohe Jagensgerechtigkeit und Wildfuhr auf Markung Freudental und im Holz Vogelgsang unter näher beschriebenen Bedingungen im Tausch gegen "unterschiedliche Kunststücke und Raritäten", die Schaffalitzky von seinen Eltern ererbt hat und an die herzogliche Kunstkammer übergibt, sowie gegen Abtretung des kleinen Weidwerks auf den Markungen Kleinsachsenheim, Hohenhaslach und Metterzimmern. Außerdem wird das kleine Weidwerk Schaffalitzkys auf Markung Löchgau anders umgrenzt. Die hohe forstliche Obrigkeit auf Markung Freudental bleibt bei Württemberg. Sr.: Aussteller, Abschr. (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 38); Bl. 43r-48r: 1658 Juni 24. Freudental, Hans Albrecht von Witzleben überläßt altershalber sein durch den Krieg ruiniertes Viertel an Freudental, das sein Vater 1590 von den Schenken von Winterstetten gekauft hat, an Ernst Christoph Schaffalizky von Muckhadell gegen dessen Schuldforderung (1 487 fl. Kapital zuzüglich verfallener Zinsen und anderer Posten) sowie gegen eine lebenslängliche Jahresrente von 100 fl. Sr.: Die beiden Kontrahenten, Wolf Konrad von Dachenhausen, Philipps Ludwig von Neypperg, Abschr; Bl. 48v-51v: 1651 August 3. Stuttgart, Johann Ernst von Gültlingen auf Berneck und Jacob Friderich Buwingkhausen von Walmeroth auf Zavelstein überlassen der Margaretha Elisabeth Schaffalitzky, geb. von Witzleben, Witwe des Generalmajors Bernhard Schaffalitzky, 10 Morgen Wiesen bei Hohenhaslach als Bezahlung für 500 fl. Kapital (zuzüglich verfallener Zinsen), die Jakob Bernhard von Gültlingen, der verstorbene Vorfahr der beiden Aussteller, im Jahre 1633 dem Schaffalitzky schuldig geworden ist. Sr.: Die beiden Austeller, Abschr; Bl. 52r-59v: 1625 Januar 1. Die drei Brüder Ludwig (Obervogt zu Brackenheim), Bernhard (venetianischer, württ. und eidgenössischer Obrist) und Conrad (württ. Kammerjunker) Schaffalitzky von Muckenhendell vergleichen sich nach dem Tod ihres Vater Sebastian (Obervogt zu Brackenheim) über die Teilung des Erbes und den Unterhalt ihrer Mutter Benigna Schaffalitzky geb. von Grießheim. Sr.: Die drei Aussteller, Boppo von Witzleben, Johann Bernhardt von Sternenfels, Melcher Bonackher, Andreas Ketterlinus. Abschr. (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 38); Bl. 60r-63r: 1625 September 24. Freudental, Poppo von Witzleben zu Freudental, württ. Inspektor des Stromberger Forsts, und seine Ehefrau Veronica geb. Gadner verkaufen an ihren Schwiegersohn Ludwig Schafelitzky von Muckhendell zu Freudental, Obervogt im Zabergäu, und dessen Ehefrau Anna Elisabetha geb. von Witzleben das Steinhaus zu Freudental mit Zubehör um 515 fl., die die Käufer bar bezahlt haben. Die Verkäufer behalten sich das Vorkaufsrecht für den Fall vor, daß die Käufer das Seinhaus wieder verkaufen. Sr.: Die beiden Aussteller, Abschr. (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 38); Bl. 63v-68r: 1614 Juni 23. Johann Ludwig von Frauenberg zu Talheim, Obervogt zu Lauffen, und Conrad von Liebenstein übergeben als Vormünder und Verwandte der Anna Margretha Speth von Höpfigheim, unmündiger Tochter des verstorbenen Philipps Speth von Höpfigheim zu Freudental, dem Boppo von Witzleben zu Freudental, württ. Forstmeister am Stromberg, die ihm im Jahre 1599 um 1 500 fl. verkauften Güter ihres Mündels zu Freudental. Sr.: Die beiden Aussteller, Abschr. (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 38); Bl. 68v-75r: 1599 Oktober 16. Freudental, Boppo von Witzleben zu Freudental, württ. Forstmeister am Stromberg, verkauft an Joachim Willer, Licentiat der Rechte, und Ludwig Grauer, Doctor der Arznei und Professor an der Universität Heidelberg, als Vormünder der Maria Sabina Moßbach, Tochter des verstorbenen Philipps Mosbach zu Freudental, eine jährliche, auf Galli zahlbare Gült von 312 1/2 fl. um 6 250 fl. Hauptgut und setzt dafür als Unterpfand den vierten Teil an dem Flecken Freudental (mit näherer Beschreibung des Unterpfands). Sr.: Der Aussteller, Abschr. (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 38); Bl. 75v-83v: 1599 Oktober 6. Freudental, Joachim Willer, Licentiat der Rechte und kurpfälzischer Rat, und Ludwig Grauer, Doctor der Arznei und Professor an der Universität Heidelberg, verkaufen als Vormünder der Maria Sabina Moßbach, Tochter des verstorbenen Philipps Moßbach zu Freudental, an Poppo von Witzleben zu Freudental, württ. Forstmeister auf dem Stromberg zu Freudental, den vierten Teil an dem Flecken Freudental nebst einigen Mobilien um 10 250 fl., von denen 4 000 fl. zwischen Weihnachten und Neujahr in Bretten (Brettheim) bar zu bezahlen, die restlichen 6 250 fl. in jährlichen Zielern von mindestens 1 000 fl. jeweils auf Galli abzutragen sind. Über diese 6 250 fl. ist eine besondere Gültverschreibung ausgefertigt. Der Käufer übernimmt Gewinn oder Verlust aus dem beim Hofgericht Rottweil noch schwebenden Prozeß der Vogtsjunker zu Freudental gegen das Domkapitel Speyer wegen des Novalzehnten. Als Sicherheit setzt der Käufer die gekauften Güter und die der Tochter des Philipps Speth von Höpfigheim abgekauften Güter in Freudental zu Unterpfand. Sr.: Die beiden Aussteller, Abschr. (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 38); Bl. 84r-91r: 1590 März 3. Die Brüder Hans Georg und Hans Christoph Schenk von Winterstetten, ersterer auch für seine Ehefrau Catharina geb. von Nippenburg, verkaufen an Boppo von Witzleben, württ. Forstmeister am Stromberg, ihre Hälfte am Dorf Freudental, wie diese ihre Voreltern von Herzog Ulrich von Württemberg tauschweise an sich gebracht haben, um 13 000 fl. von denen der Käufer 5 000 fl. bar bezahlt hat. Die restlichen 8 000 fl. hat der Käufer jährlich mit 400 fl. zu verzinsen und nach seiner Gelegenheit in Raten von 500 fl. zu tilgen. Alle Briefe, Siegel, Verträge Rodel, Register und Urkunden über die verkauften Güter wurden dem Käufer übergeben. Die Verkäufer entbinden die in der verkauften Dorfhälfte gesessenen 13 1/2 (!) Untertanen ihrer Gelübde, Pflicht und Eide und weisen sie an den Käufer. Sr.: Die beiden Aussteller, Hans von Neipperg zu Schwaigern, Vollmar von Remchingen zu Hillspach (= Hilsbach), Eberhard von Zweifel zu Hillspach, Abschr. Mit Vermerken von 1594 und 1623 über Tilgung der restlichen Kaufsumme (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 38); Bl. 91v-93v: 1590 Januar 20. Laux Kälblin der Ältere, Bürger zu Bietigheim, verkauft an Junker Sebastian Schaffalitzky von Muckhendell, Obervogt zu Brackenheim, 2 Morgen Wiesen zu Freudental, die ihm von seiner Ehefrau Rosina, Tochter des verstorbenen Schultheißen Ambrosius Kern zu Löchgau, erblich zugefallen sind, um 135 fl., die der Käufer bar bezahlt hat. Sr.: Johann Schöckh, Vogt zu Bietigheim, Abschr. (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 38); Bl. 94r-98v: 1580 Dezember 20. Herzog Ludwig von Württemberg verkauft an Eberhard von Wintershausen (verschrieben für Weitershausen) sein Viertel am Flecken Freudental, wie er es von Hans Bastian Trost von Reinmagen genannt Zweifel gekauft hat, um 6 250 fl., von denen der Käufer 6 000 fl. bar bezahlt hat und 250 fl. übers Jahr an die herzogliche Landschreiberei entrichten soll. Sr.: Der Aussteller, Abschr. (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 37); Bl. 99r-101r: 1587 Februar 22. Bromberg, Eberhard von Weitershausen auf Bromberg verkauft an Philipps Moßbach zu Heidelberg seinen Anteil an Freudental um 7 550 fl. Der Käufer verpflichtet sich, dem Verkäufer 4 000 fl. auf Ostern 1587, die restlichen 3 550 fl. auf Michaelis 1587 gen Freudental zu bezahlen. Sr.: Verkäufer, Käufer, Sebastian von Weitershausen zu Talheim, Wilhelm von Dobeneckh zu Wißenloch, Hans Schaiblen zu Rorbach (=Rohrbach bei Sinsheim), Hans Leicht zu Ochsenbach. Abschr. (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 37); Bl. 101v-105r: 1579 Oktober 7, Freudental, David von Helmstatt, Obervogt zu Vaihingen, Jacob Christoph Schenk von Winterstetten zu Unterriexingen, Philipps Schenk von Winterstetten, Dieterich von Lomersheim, Obervogt zu Brackenheim, und Sebastian Hormold, württ. Rat zu Bietigheim, vergleichen die Streitigkeiten zwischen Wilhelm Schenk von Winterstetten zu Freudental, badischem Obervogt zu Besigheim einerseits, Georg von Sternenfels zu Ochsenburg und Hans Bastian von Nyppenburg zu Unterriexingen als Vormündern der Kinder des verstorbenen Melchior Schenk von Winterstetten zu Freudental andererseits wegen eines leeren Platzes zu Freudental: Wilhelm Schenk von Winterstetten darf diesen Platz überbauen, muß aber die Straße unter dem Bau zu allgemeiner Durchfahrt offenlassen; Rechte und Pflichten der bäuerlichen Bewohner des Baus werden bestimmt. Roß- und Viehställe darf Wilhelm Schenk von Winterstetten nicht als Wohnungen einrichten; er erklärt sich bereit, sich gegenüber Bauwünschen der Vormundschaftskinder auch vetterlich zu erzeigen. Sr.: Alle "Vertragsjunker und Herren" und beide streitende Parteien. Abschr. (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 37, mit 9 Siegeln); Bl. 105r-109r: 1574 Juni 5 (Sa nach Pentecostis). Peter Trommer und seine Ehefrau Anna, beide zu Freudental seßhaft, verpflichten sich, aus einem halben Morgen Weingarten daselbst dem Junker Wilhelm Schenk von Winterstetten anderthalb alter Eich ewigen, unablösigen Bodenzinswein zu geben. Sr.: Hypolit Methmann, Bürger zu Besigheim, Abschr. (NB: Or. im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 37); Bl. 109v-113v: 1570 Oktober 7, Freudental, Text wörtlich wie Bl. 101v-105r, aber mit irriger Jahreszahl 1570 (NB: Schreiber hat offenbar eine bereits mit irriger Jahreszahl versehene Papierabschrift des Vertrags vom 7. Oktober 1579, die sich im Hauptsataatsarchiv Stuttgart, A 396, Bü 37 findet, hier nochmals abgeschrieben); Bl. 114r-115v: 1581 April 24 (Mo nach Georgii). Wilhelm Schenk von Winterstetten verkauft an Reinhardt von Neypperg zu Adelshoven, fürstl. badischen Hofmeister zu Carolßburg,ein Viertel an Freudental, seine Behausung daselbst mit dem neuen Bau, der Scheuer, zwei Kellern, Backhaus, Gesindestuben, Roßstall und Zubehör samt weiteren Liegenschaften. Sr.: Verkäufer, Georg von Sternenfels zu Ochsenburg, Georg Michael von Auerbach, Hans Schenk von Winterstetten. Unvollständig (Auszug; NB: Gleichlautender Auszug im Hauptstaatsarchiv Stuttgat, A 396 Bü 37); Bl. 115v: 1592 März 11. Reinhardt von Neypperg verkauft den vorgenannten vierten Teil an Freudental an Philipps Speth von Höpfingen (= Höpfigheim). Sr.: Reinhardt von Neypperg, Georg Wilhelm von Neypperg, Boppo von Witzleben zu Freudental, Philipps Moßbach. Regest (NB: Gleichlautendes Regest im Hauptsaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 37); Bl. 115v-116r: 1596 März 18. Die Spethischen Erben verkaufen den vorgenannten vierten Teil an Carol Schenk von Winterstetten. Unterschrieben von (den Sieglern?) Carolus Schenk von Winterstetten, Albert von Liebenstein (Obervogt zu Lauffen und Besigheim), Joachim Daniel von Reitzenstein, Witwe Sabina Späth geb. von Aurbach, Hans Wilhelm von Aurbach, Albert Speth von Höpfingen (=Höpfigheim), Hans Philipps von Liebenstein, Boppo von Witzleben (Forstmeister am Stromberg). Regest (NB: Gleichlautendes Regest im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 37); Bl. 116r-v: 1582 Februar 8. Auszug aus einem Vertrag zwischen den Vogtsherren zu Freudental und den Untertanen daselbst betr. die von Junker Wilhelm Schenk, gewesenem Vogtsherren zu Freudental, erbaute Behausung auf der Allmand. Unterschrieben von den Gewalthabern Daniel Sattich von Worms, zu Adoltzheim wohnhaft (für die Vogtsherren), und Martinus Goller von Brettheim, Bürger zu Marbach (für die Untertanen) (NB: Gleichlautender Auszug im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 396 Bü 37); Bl. 117-120r: Extrakt aus der Kellerei Sachsenheim Lagerbuch betr. Freudental, o.D.; Bl. 120v-125r: Extrakt aus dem Löchgauer Lagerbuch von 1682; Bl. 125-145: Feldmeßprotokoll über die herrschaftlichen Güter zu Freudental, gefertigt durch Feldmesser Johann Jacob Heppeler zu Stuttgart; Bl. 148-149: Register zu Teil 3 (Bl. 1-145)
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.