Verband der deutschen evangelischen Bahnhofsmission (Bestand)
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VBM
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1946-1977
Der Bestand umfaßt die Unterlagen des nach dem II. Weltkrieg in Westdeutschland wieder tätigen Verbandes und der Zentralstelle Berlin.
Vorwort: Die Arbeit der ev. Bahnhofsmission erhielt 1897 als „Kommission der Deutschen Bahnhofsmission“ einen ersten eigenständigen organisatorischen Rahmen („Die Evangelische Bahn- hofsmission“, 46. Rs., in: ADW, CA, Gf/St 489). In dieser Kommission vereinigten der Verein zur Fürsorge für die weibliche Jugend, der Deutsche Nationalverein der Freundinnen junger Mädchen und der Evangelische Verband zur Pflege der weiblichen Jugend Deutschlands/Burckhardthaus ihre entsprechenden Arbeiten (vgl. ADW, CA, Gf/St 85). Die Kommission wurde 1916 umgewandelt in den Verband „Evangelische Deutsche Bahnhofsmission e. V.“ (Rs. Nr. 18 des Verbandes in: ADW, CA, Gf/St 489), der sich ab Dez. 1931 „Reichsverband der Evangelischen Deutschen Bahnhofsmission“ (Rs. Nr. 40, a.a.O.) nannte.
1939 mußte der Verband seine Tätigkeit einstellen. Seine Stationen wurden von der NSV übernommen. - Nach Kriegsende wurde die Arbeit sofort wieder aufgenommen; der Verband mußte jedoch der Währungsreform und der Zweistaatlichkeit mit zwei getrennten Geschäftsstellen in Hannover und Ostberlin (ab 1948; vgl. ADW, VBM 7) Rechnung tragen.
Der Verband änderte seinen Namen 1964 in „Verband der Deutschen Evangelischen Bahnhofsmission“ (VBM 4).
1973 wurde die Geschäftsführung desVerbandes der Hauptgeschäftsstelle des Diakonischen Werkes der EKD in Stuttgart übertragen.
Übersicht über die Verbandsgeschäftsstellen
bis 1914 Berlin N 4, Tieckstr. 17 (beim Verein zur Fürsorge für die weibliche Jugend)
1914 - 1928 Berlin-Dahlem, Friedbergstr. 25-27
1928 - 1939 Berlin-Dahlem, Kaiserswerther Str. 15. Das Gebäude wurde im August 1943 durch Bomben zerstört.
1943 - 1945 Potsdam, Augustastr. 18/19 bzw. Weinbergstr. 18 („Kirchlicher Dienst für die wandernde Gemeinde“)
Jan. 1946 Eröffnung einer Geschäftsstelle für die britische Besatzungszone in Hannover, Wedekindstr. 26. Diese firmierte ab April 1948 als „Reichsverband der Evangelischen Deutschen Bahnhofsmission, Hauptgeschäftsstelle für die besetzten Westgebiete“ (ADW, VBM 7)
ab 1968 Hannover, Bödekerstr. 74
ab 1973 Stuttgart, Stafflenbergstr. 76
1948 Berlin-Steglitz, Arno Holzstr. 6 („Reichsverband der Evangelischen Bahnhofsmission, Zentralstelle“; ADW, VBM 7)
ab 1949 Berlin C 2, Bischofstr. 6/8 („Evangelische Deutsche Bahnhofsmission“) für Ostberlin und die DDR.
Betreff- und Verbandsakten zur Bahnhofsmission vor 1945 sind im Teilbestand Gefährdetenfürsorge des Central-Ausschusses (ADW, CA, Gf/St) enthalten.
Die Akten wurden von Frau Schwittlinsky und von Frau Kröger verzeichnet und von Frau Kröger 1998 geordnet. Dabei wurden Akten ausgesondert:
1. Unfallversicherungen A-Z; 1966-72
2. Zusätzliche Unfall- und Haftpflichtversicherungen; Anmeldungen der einzelnen Bahnhofsmissionsstationen; 1972-73
3. Drucksachen der Bundesbahn: Behinderte Reisende; 1975-76
Im Herbst 2010 übergab das Landeskirchliche Archiv Hannover zehn Akten, die der Superintendent Karl Ludwig Kayser (geboren am 17.12.1892 und gestorben am 12.02.1954) in seiner Funktion als Schatzmeister des Reichsverbandes angelegt hat. Diese Akten stellen zwar eine zusätzliche Provenienz dar, durch den geringen Umfang wurde jedoch entschieden, sie dem Bestand beizufügen.
Berlin, den 02.12.2010
Vorwort: Die Arbeit der ev. Bahnhofsmission erhielt 1897 als „Kommission der Deutschen Bahnhofsmission“ einen ersten eigenständigen organisatorischen Rahmen („Die Evangelische Bahn- hofsmission“, 46. Rs., in: ADW, CA, Gf/St 489). In dieser Kommission vereinigten der Verein zur Fürsorge für die weibliche Jugend, der Deutsche Nationalverein der Freundinnen junger Mädchen und der Evangelische Verband zur Pflege der weiblichen Jugend Deutschlands/Burckhardthaus ihre entsprechenden Arbeiten (vgl. ADW, CA, Gf/St 85). Die Kommission wurde 1916 umgewandelt in den Verband „Evangelische Deutsche Bahnhofsmission e. V.“ (Rs. Nr. 18 des Verbandes in: ADW, CA, Gf/St 489), der sich ab Dez. 1931 „Reichsverband der Evangelischen Deutschen Bahnhofsmission“ (Rs. Nr. 40, a.a.O.) nannte.
1939 mußte der Verband seine Tätigkeit einstellen. Seine Stationen wurden von der NSV übernommen. - Nach Kriegsende wurde die Arbeit sofort wieder aufgenommen; der Verband mußte jedoch der Währungsreform und der Zweistaatlichkeit mit zwei getrennten Geschäftsstellen in Hannover und Ostberlin (ab 1948; vgl. ADW, VBM 7) Rechnung tragen.
Der Verband änderte seinen Namen 1964 in „Verband der Deutschen Evangelischen Bahnhofsmission“ (VBM 4).
1973 wurde die Geschäftsführung desVerbandes der Hauptgeschäftsstelle des Diakonischen Werkes der EKD in Stuttgart übertragen.
Übersicht über die Verbandsgeschäftsstellen
bis 1914 Berlin N 4, Tieckstr. 17 (beim Verein zur Fürsorge für die weibliche Jugend)
1914 - 1928 Berlin-Dahlem, Friedbergstr. 25-27
1928 - 1939 Berlin-Dahlem, Kaiserswerther Str. 15. Das Gebäude wurde im August 1943 durch Bomben zerstört.
1943 - 1945 Potsdam, Augustastr. 18/19 bzw. Weinbergstr. 18 („Kirchlicher Dienst für die wandernde Gemeinde“)
Jan. 1946 Eröffnung einer Geschäftsstelle für die britische Besatzungszone in Hannover, Wedekindstr. 26. Diese firmierte ab April 1948 als „Reichsverband der Evangelischen Deutschen Bahnhofsmission, Hauptgeschäftsstelle für die besetzten Westgebiete“ (ADW, VBM 7)
ab 1968 Hannover, Bödekerstr. 74
ab 1973 Stuttgart, Stafflenbergstr. 76
1948 Berlin-Steglitz, Arno Holzstr. 6 („Reichsverband der Evangelischen Bahnhofsmission, Zentralstelle“; ADW, VBM 7)
ab 1949 Berlin C 2, Bischofstr. 6/8 („Evangelische Deutsche Bahnhofsmission“) für Ostberlin und die DDR.
Betreff- und Verbandsakten zur Bahnhofsmission vor 1945 sind im Teilbestand Gefährdetenfürsorge des Central-Ausschusses (ADW, CA, Gf/St) enthalten.
Die Akten wurden von Frau Schwittlinsky und von Frau Kröger verzeichnet und von Frau Kröger 1998 geordnet. Dabei wurden Akten ausgesondert:
1. Unfallversicherungen A-Z; 1966-72
2. Zusätzliche Unfall- und Haftpflichtversicherungen; Anmeldungen der einzelnen Bahnhofsmissionsstationen; 1972-73
3. Drucksachen der Bundesbahn: Behinderte Reisende; 1975-76
Im Herbst 2010 übergab das Landeskirchliche Archiv Hannover zehn Akten, die der Superintendent Karl Ludwig Kayser (geboren am 17.12.1892 und gestorben am 12.02.1954) in seiner Funktion als Schatzmeister des Reichsverbandes angelegt hat. Diese Akten stellen zwar eine zusätzliche Provenienz dar, durch den geringen Umfang wurde jedoch entschieden, sie dem Bestand beizufügen.
Berlin, den 02.12.2010
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
22.04.2025, 11:01 AM CEST