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Strittige Niedere Obrigkeit, Vogteirechte u.a. des Klosters Salem in der Grafschaft Friedberg-Scheer
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 3 Nr. 525
Rep. II Pk. 72
K.III, F.21 Nr.2
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 3 Friedberg-Scheer: Akten
Friedberg-Scheer: Akten >> 2. Politisch-rechtliche Stellung - Verhältnis nach außen >> 2.7. Beziehungen zu geistlichen Herrschaften (soweit nicht in 4.) >> 2.7.3. Stifte und Klöster >> 2.7.3.2. Kloster Salem
(1253-) 1509-1750
Enthält v.a.: Urkundenabschriften, Urkundenauszüge
Darin:
1) 1253 April 28
Bischof Eberhard II. von Konstanz beurkundet, daß die Brüder Walter und Rüdeger von Kallenberg dem Kloster Salem 2 Huben von ihren Gütern übergeben haben, wozu ihr Bruder Rudolf nachträglich seine Zustimmung erteilte, und daß Rüdeger dem Kloster sein Vogtrecht über das Gut des Konrad genannt Boegeli in Buchheim für 2 Pfund Konstanzer Währung verkaufte.
Abschrift, Papier
2) 1458 Dez. 18 (Mo vor Thomas) Ehingen
Ulrich von Schienen sitzt mit Beisitzern über den Streit zwischen Abt Ludwig und Konvent des Klosters Salem auf der einen und Truchseß Eberhard von Waldburg auf der anderen Seite über Vogtei, Vogtrecht, Dienst, Gericht und Frevel in den Dörfern Bachhaupten, Tafertsweiler und Eschendorf u.a. zu Gericht.
3 Abschriften, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 141
3) 1459 April 17 (Zinstag nach Jubilate)
Landvogt Hans Ulrich von Stoffeln schlichtet anstelle und auf Befehl des Herzogs Sigmund von Österreich den Streit zwischen Abt Ludwig und Konvent des Klosters Salem und Truchseß Eberhard von Waldburg um Vogtrecht und Dienst zu Bachaupten, Tafertsweiler und Eschendorf.
3 Abschriften, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 144
4) 1471 März 23 (Sa vor Unser Frauen Annunciatio)
Jakob Sutor, Bürgermeister zu Pfullendorf, sitzt im Streit zwischen Wilhelm Gremlich und Truchseß Eberhard von Waldburg wegen Gefangennahme von vier Einwohnern zu Einhart durch Truchseß Eberhard zu Gericht.
Abschrift, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr.182
5) 1473 März 8
Jakob Hemling, Bürgermeister, Jakob von Nubrunnen, Stadtammann, Jakob Sautter, Altbürgermeister, Klaus Payr und Hans Prusch, des Rats, alle zu Pfullendorf, schlichten den Streit zwischen Abt Johannes und dem Konvent des Klosters Salem auf der einen Seite und den Grafen Ott und Johannes zu Sonnenberg auf der anderen Seite über Gericht, Zwing und Bann, Gebot und Verbot zu Gunzenhausen.
5 Abschriften, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 189
6) 1490 Juli 26 (Mo nach Jakob)
Bilgry von Reischach zu Stoffeln, Verweser der Landvogtei Schwaben, und Wilhelm von Neuneck, Vogt zu Tuttlingen, schlichten mit anderen Schiedsleuten den Streit zwischen Abt Johannes von Salem und den Brüdern Andreas und Landvogt Johannes, Grafen von Sonnenberg und Truchsessen von Waldburg, um das Schloß Kallenberg und den Hof Gründelbuch und setzen an genannten Orten die Marken für Zwing und Bann, Trieb und Tratt, sowie Weid- und Fischrecht fest.
2 Abschriften, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 249
7) 1508 Dez. 11 (Mo nach Nikolaus)
Ritter Wolf von Honburg schlichtet die Streitigkeiten zwischen Graf Andreas von Sonnenberg und den Brüdern Hans Jakob und Wolf Gremlich von Hasenweiler um die Niedere Gerichtsbarkeit außerhalb Etters von Einhart.
2 Abschriften, 4 Auszüge, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 360
8) 1509 Okt. 22 (Mo nach Gallus)
Wolf von Honburg zu Krauchenwies schlichtet den Streit zwischen Abt Johannes und Konvent des Klosters Salem als Klägern und Graf Andreas von Sonnenberg als Beklagtem um das Niedergericht zu Ostrach entlang der Ostrach in der Grafschaft Friedberg-Scheer.
3 Abschriften, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 365
9) 1549 Juli 29 Pfullendorf
Sigmund von Hornstein, Deutschordenskomtur zu Mainau, schlichtet im Namen des Hans Werner von Reischach, Deutschordenskomtur der Ballei Elsaß und Burgund, und Hans Jakob von Landau zu Landau, Wahlritter, Rat und Landvogt zu Nellenburg, den Streit zwischen Abt Johannes von Salem und Erbtruchseß Wilhelm dem Älteren von Waldbur wegen Reispflicht, Steuern, Friedgebots, Strafen, Bußen, Gebots und Verbots, Zwing und Banns in den vier Dörfern, Weilern und Höfen Bachhaupten, Tafertsweiler, Eschendorf und Gunzenhausen.
Abschrift, Papier
10) 1552 Mai 2
Abt Johannes und Konvent des Klosters Salem verkaufen dem Erbtruchsessen Wilhelm d. Ä. von Waldburgeinen jährlichen Zins von 100 fl aus ihrem eigenen Weiler Eschendorf und Gunzenhausen und Höfen zu Wirnsweiler mit Zinsen, Vogtrechten und sonstigem Zubehör für 2000 fl Hauptgut.
Abschrift, Papier
11) 1561 Juni 17 Saulgau
Sigmund von Hornstein, Komtur der Ballei Elsaß und Burgund des Deutschen Ordens und Komtur zu Altshausen, als Obmann, Jerg Ostmann, Vogt der Herrschaft Brandenburg, als Zusatz des Klosters Salem und Hans Perfect Bruder, Bürgermeister zu Biberach, als Zusatz des Reichserbtruchsessen Wilhelm des Jüngeren schlichten den Streit zwischen den o.g. Parteien um Reisgelder, Steuern und Nacheilen, sowie Niederes Gericht, Zwinge, Bänne, Gebote, Verbote, Frevel, Büßen, Strafen zu und um die Dörfer Bachhaupten, Tafertsweiler, Eschendorf und Gunzenhausen.
5 Abschriften, 4 Auszüge, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 616
12) 1568 Dez. 13 Saulgau
Sigmund von Hornstein, Landkomtur der Ballei Elsaß und Burgund und Komtur zu Altshausen, als Obmann, sowie Philip Schindelin zu Raitnau, Bürgermeister zu Ravensburg, als Zusatz der erbtruchsessischen Vormünder und Wolfgang Michel Beckh, Bürgermeister zu Überlingen, als Zusatz des Abtes Georg von Salem schlichten den Streit zwischen o.g. Parteien um Hoch- und Niedergericht in den vier Dörfern Bachhaupten, Tafertsweiler, Eschendorf und Gunzenhausen.
Abschrift, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 684
13) 1607 Okt. 2 Dürmentingen
Der erbtruchsessische Rat und Oberamtmann Dr. Christoph Sauer zu Scheer erscheint vor dem Notar Andreas Schwerdling und liest dort einen Requisitions-, Protestations-, und Appellationszettel gegen den von Salem praktizierten Bezug des Novalzehnten zu Mengen und Jettkofen vor.
Abschrift, Papier
14) 1708 Jan. 23 Konstanz
Reichserbtruchseß Christoph Franz von Waldburg tritt die Hohe Obrigkeit sowie den Forst, Wild- und Blutbann im Amt Bachhaupten und zu Einhart an das Kloster Salem gegen Entschädigung ab.
1 Auszug, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 1370
15) 1708 März [ohne Tag]
Die Erbtruchsessen Johann Christoph zu Zeil, Johann Maria zu Waldsee, Ernst Jakob zu Wurzach und Ferdinand Ludwig zu Wolfegg von Waldburg geben ihren agnatischen Konsens zum Vergleich zwischen Erbtruchseß Christoph Franz Eusebius von Waldburg und Abt Stephan von Salem über das Vogteirecht, die Hohe und Forstliche Obrigkeit zu Bachhaupten [siehe Urkunde 1708 Jan. 23].
Konzept, Papier
16) Skizzen zu den Markungs- und Gerichtsbarkeitsstreitigkeiten zu Wirnsweiler
Bachhaupten: Tafertsweiler, Ostrach SIG; (Amt), Obrigkeit
Brandenburg: Regglisweiler, Dietenheim UL; Herrschaft
Buchheim TUT; Boegeli, Konrad
Einhart, Ostrach SIG
Einhart, Ostrach SIG; Obrigkeit
Eschendorf: Tafertsweiler, Ostrach SIG
Gründelbuch (Schäferhof) : Buchheim TUT
Gunzenhausen: Tafertsweiler, Ostrach SIG
Jettkofen, Ostrach SIG; Novalzehnt
Krauchenwies SIG; Honburg, Wolf von
Mengen SIG; Novalzehnt
Nellenburg : Hindelwangen, Stockach KN; Landvögte
Pfullendorf SIG; Hemling, Jakob, Bm.
Pfullendorf SIG; Nubrunnen, Jakob von, Ammann
Pfullendorf SIG; Payr, Klaus
Pfullendorf SIG; Prusch, Hans
Pfullendorf SIG; Sautter, Jakob, Altbm.
Pfullendorf SIG; Sutor, Jakob, Bm.
Salem FN; Kloster
Scheer SIG; (Oberamt, Stadt), Saur, Christoph, Obervogt
Schwaben, Landvogtei
Tafertsweiler, Ostrach SIG; Obrigkeit
Tuttlingen TUT
Wirnsweiler: Tafertsweiler, Ostrach SIG
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.