Salzb. Vorbehalte gegenüber der von Bayern geplanten Vermessung seiner Zinswälder in den Gerichten Saalfelden und Lofer (1789). Unangekündigte Verlackung und geheime geometr. Vermessung der vom Stift Berchtesgaden zur Nutzung an Bayern überlassenen Zins- bzw. Schwarz- od. Salinenwälder im Ger. Lofer (bei Hirschbichl, Kematenalm, Gerhardstein, Hoch-Kranz etc.) durch eine bayer.-berchtesg. Kommission unter Hofkammerrat Jos. Utzschneider. Proteste dagegen und Gegenproteste gegen die Anwesenheit des sbg. Oberwaldmeisters K. Thomas hierbei. Gegenseitige Beschimpfungen Utzschneiders und des Pflegers zu Lofer (Protokolle, Annahmeverweigerungen etc.). Streit zwischen den Pürzlbachern und Kallbrunn-Älplern (u. zw. Saalfelden und Berchtesgaden) über die Almnutzung (Heumahd, Viehweide). Beschwerden bei Kurpfalzbayern über Utzschneiders Eigenmächtigkeiten und provokantes Verhalten (auch Vermessen der Almen-"Eheblößen", Erpressung von Viehstand-Auskünften, Verbot des Mähens am Hundsfuß, der Waldweide auf Kallbrunn, der Stocklauser Steuergabe ans Ger. Saalfelden u.a.m.). Verwahrung des Kurfürsten gegen die salzb. Nichtigkeitserklärung der Vermessung der Waldungen Strupberg und Lindau sowie aller Kommissions-Anordnungen. Salzb. Revision in einigen Zinswäldern (Weghacken der neuangebrachten bayer. Geläckzeichen etc.) und Bestrafung ungehorsamer Untertanen. Utzschneiders Grenzaufnahme im Funtensee-Gebiet.