Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz, auch für seinen Sohn Philipp und ihre Erben, bekundet, dass Abt und Konvent zu Maulbronn ein Haus, Hofreite und Gesäße zu Heidelberg besitzen, das in der Judengasse liegt und hinten an die Pfaffengasse stößt. Das Haus war von Pfalzgraf Ludwig (von unserm hertzog Ludwig) mit Freiheiten bedacht worden. Auf Bitten des Klosters überträgt der Pfalzgraf diese Freiheiten auf ein Haus in Heidelberg auf der Froschau (uff der Forschauwe) am Neckar, das das Kloster von Wiprecht von Helmstatt, Reinhards (+) Sohn, gekauft hat, wogegen dieses auf die Freiheiten am Haus in der Judengasse verzichtet.
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Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz, auch für seinen Sohn Philipp und ihre Erben, bekundet, dass Abt und Konvent zu Maulbronn ein Haus, Hofreite und Gesäße zu Heidelberg besitzen, das in der Judengasse liegt und hinten an die Pfaffengasse stößt. Das Haus war von Pfalzgraf Ludwig (von unserm hertzog Ludwig) mit Freiheiten bedacht worden. Auf Bitten des Klosters überträgt der Pfalzgraf diese Freiheiten auf ein Haus in Heidelberg auf der Froschau (uff der Forschauwe) am Neckar, das das Kloster von Wiprecht von Helmstatt, Reinhards (+) Sohn, gekauft hat, wogegen dieses auf die Freiheiten am Haus in der Judengasse verzichtet.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 812, 223
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Friedrich I. >> Perpetuum (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) >> Urkunden
1473 Juli 2 (uff unser lieben frauwen tag visitationis)
fol. 211v
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz
Kopfregest: "Wie der von Mulbronnen huse zu Hedelberg gefriet ist". Bezeichnung des Abtes ist von "angehörigen" zu "andechtigen" korrigiert worden. Vermutlich ist Pfalzgraf Ludwig III. gemeint, wobei die Verwandschaftsbeziehung in der Abschrift fehlt.
Helmstatt, Reinhard von; 1473 tot
Helmstatt, Wiprecht von; Sohn Reinhards, erw. 1473
Heidelberg HD
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:07 MESZ
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