Offenbar für eine Schuld (die anscheinend von Statthalter und Mannen der Lehnskammer Lüttich (Luick) auf 24022 Gulden festgelegt worden war und zu deren Durchsetzung sich Prinz Mauritz von Oranien verbürgt hatte) war die Appellantin 1604 und 1616 in eine Rente von 15 Malter Roggen und ein Gut namens Schockenward (Schockenwert; Kr. Rees ?) immittiert worden. Die Appellation richtet sich dagegen, daß diese Immission gegen Erstattung von 2508 Gulden plus Verzinsung seit der ersten Immission, gegen die die Einnahmen aus den immittierten Gütern aufgerechnet werden sollten, aufgehoben wurde. Es wurde Attentatsvorwurf wegen nach eingelegter Appellation ausgeführtem Urteil erhoben. Die Ladung war - nach Angaben der Appellantin, weil zunächst ihr Bediensteter, der die Ladung dem zustellenden Notar überbringen sollte, von streifenden Soldaten 3 Wochen festgehalten worden war und anschließend der Notar die Zustellung des Hochwassers wegen verschieben mußte - verspätet zugestellt worden.
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Offenbar für eine Schuld (die anscheinend von Statthalter und Mannen der Lehnskammer Lüttich (Luick) auf 24022 Gulden festgelegt worden war und zu deren Durchsetzung sich Prinz Mauritz von Oranien verbürgt hatte) war die Appellantin 1604 und 1616 in eine Rente von 15 Malter Roggen und ein Gut namens Schockenward (Schockenwert; Kr. Rees ?) immittiert worden. Die Appellation richtet sich dagegen, daß diese Immission gegen Erstattung von 2508 Gulden plus Verzinsung seit der ersten Immission, gegen die die Einnahmen aus den immittierten Gütern aufgerechnet werden sollten, aufgehoben wurde. Es wurde Attentatsvorwurf wegen nach eingelegter Appellation ausgeführtem Urteil erhoben. Die Ladung war - nach Angaben der Appellantin, weil zunächst ihr Bediensteter, der die Ladung dem zustellenden Notar überbringen sollte, von streifenden Soldaten 3 Wochen festgehalten worden war und anschließend der Notar die Zustellung des Hochwassers wegen verschieben mußte - verspätet zugestellt worden.
AA 0627, 5820 - V 286/739
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 2. Buchstabe V
1635 (1634 - 1636)
Enthaeltvermerke: Kläger: Elisabeth von Virmond, Witwe [Johann] von Ossenbroich zu Ossenbroich, Bladenhorst und Haan, wohnhaft aufBladenhorst, (Bekl.) Beklagter: Aswer Heinrich von Balderich gen. Barich, Herr zu Groß Hegge, Pfandherr der Herrlichkeit Lohe, Erbkammerherr des freiadligen Stiftes Elten, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Schaumberger [1627] 1635 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Leonhard Gerhard 1634 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Fürstlich klev.-märk. Kanzler und Räte - 2. RKG 1635 (1634 - 1636) Beweismittel: Bescheinigung von Bürgermeister und Schöffen der Stadt Kalkar, daß im Januar 1634 derartiges Hochwasser herrschte, „daß keinem dergleich gedencke, also daß leibs und lebens gefahr halber zu dero Zeit einer zum andern nicht kommen können“, 1634 (Q 15). Beschreibung: 27 Bl., lose; Q 1 - 15, 1 Beilage prod. 13. Januar 1636.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:12 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Bestand)
- 2. Buchstabe V (Gliederung)