Kläger: Detlef Brockdorff zu Hornsdorf und Windeby, Beklagter: Iven Reventlow zu Stocksee, Waterneversdorf und Futterkamp, Prozessvertreter: Lizentiat der rechte Peter Paul Steuernagel, Dr. Sebastian Wolff, Dr. Johann Georg Krapff, Streitgegenstand: Streit des Iven Reventlow mit Detlef Brockdorff, Gosche Rantzau zu Deutsch-Nienhof und Dorothea von Ahlefeldt als Erben des Dietrich Blome zu Hornsdorf und um die Fischereigerechtigkeit auf dem Stocksee und dem "Totenwerder" bei diesem See, insbesondere um die Zerstörung eines Fischerkahns und die Beschlagnahme von Flachs
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Kläger: Detlef Brockdorff zu Hornsdorf und Windeby, Beklagter: Iven Reventlow zu Stocksee, Waterneversdorf und Futterkamp, Prozessvertreter: Lizentiat der rechte Peter Paul Steuernagel, Dr. Sebastian Wolff, Dr. Johann Georg Krapff, Streitgegenstand: Streit des Iven Reventlow mit Detlef Brockdorff, Gosche Rantzau zu Deutsch-Nienhof und Dorothea von Ahlefeldt als Erben des Dietrich Blome zu Hornsdorf und um die Fischereigerechtigkeit auf dem Stocksee und dem "Totenwerder" bei diesem See, insbesondere um die Zerstörung eines Fischerkahns und die Beschlagnahme von Flachs
LASH, Abt. 390 Nr. 529
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar
Abt. 390 Reichskammergericht zu Speyer bzw. Wetzlar >> 1 Prozessakten
1611-1618
Enthält: Landgericht 1611-1614, RKG 1614-1618; Schenkung des Hofs Stocksee mit dem dazugehörigen See durch den "Krigsheldt" Nicolaus Splyt 1347 an das Kloster Reinfeld und Bestätigung der Schenkung 1438 durch den Landesherrn (siehe auch SHRU IV, Nr. 264, 307; Acta priora, Nr. 19, Beilagen); Vergleich und Vertrag 1438 des Henning Meinstorp (d. Ä.) und seines Sohnes Detlef Meinstorp zu Hornsdorf und Seedorf mit dem Abt des Klosters Reinfeld über die "Verlassung" des Sees an das Kloster (Acta priora, Nr. 19, Beilage); Urteil des Landgerichts 1542 in dem Streit um den See zwischen dem Kloster Reinfeld und Dietrich Blome zu Hornsdorf, dessen Vorfahren den See angeblich von der Familie Wahlstorp gekauft hatten (Acta priora, Nr. 17, Beilage); Zession des Dorfes Stocksee mit dem dazugehörigen See wegen rückständiger Kontributionen durch das Kloster Reinfeld an den König Christian III. 1543 und Vertrag über den Verkauf dieses Besitzes durch den König an Iven Reventlow (Acta priora, Nr. 7, 19, Beilagen); Schreiben des Hans von Thienen zu Wahlstorf 1611 (Acta priora, Nr. 12, 17, Beilagen); Kommissionsbericht, Besichtigungsschein, Zeugenaussagen 1612-1613 (Acta priora, Nr. 10, Beilage, und Nr. 19)
Verzeichnung
Abt. 390 Nr. 608 hiermit vereinigt; Akte unvollständig; zum Teil Kanzleiabschriften
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 12:53 MEZ