Die Grafen Georg und Heinrich zu Castell und Schenk Albrecht zu Limpurg schlichten zu Rüdenhausen den Streit zwischen Schenk Johann und Frau Martha zu Limpurg, geb. von Castell über die Regierung des Fleckens Welzheim: die letztere tritt vom 22. Februar 1595 ab von Welzheim (und die Welzheimer Regierung) ab und verweist die Untertanen an Schenk Johann; sie erhält dafür in ihre Wohnung zu Gaildorf jährlich 500 Gulden und 104 Welzheimer Scheffel Haber, ferner Fische zur Haushaltung und Brennholz; die 5000 Gulden Widerfall (Heiratsgut) bleiben auf Welzheim versichert. (2 Orig. Ausfertigungen, Petschaften und Unterschriften der drei Vermittler)
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Die Grafen Georg und Heinrich zu Castell und Schenk Albrecht zu Limpurg schlichten zu Rüdenhausen den Streit zwischen Schenk Johann und Frau Martha zu Limpurg, geb. von Castell über die Regierung des Fleckens Welzheim: die letztere tritt vom 22. Februar 1595 ab von Welzheim (und die Welzheimer Regierung) ab und verweist die Untertanen an Schenk Johann; sie erhält dafür in ihre Wohnung zu Gaildorf jährlich 500 Gulden und 104 Welzheimer Scheffel Haber, ferner Fische zur Haushaltung und Brennholz; die 5000 Gulden Widerfall (Heiratsgut) bleiben auf Welzheim versichert. (2 Orig. Ausfertigungen, Petschaften und Unterschriften der drei Vermittler)
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 113 I Bü 2229
B 113 I Bü 2229
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 113 I Limpurg-Obersontheim, Erbschenken
Limpurg-Obersontheim, Erbschenken >> 19. Innere Angelegenheiten des limpurgischen Hauses >> 19.2 Verhandlungen, Verträge, Streitigkeiten der Schenken untereinander betr. Schuldforderungen und Landesteilungen (Erbeinigungen) >> 19.2.2 Zwischen den Mitgliedern des Hauses Limpurg-Gaildorf bis 1713 (ausgestorben im Mannesstamme 1690)
1. Juli 1594
Darin: Vorvertrag (Konzept); Vollmacht der Frau Martha von Limpurg vom 5. April 1595 für Sekretär Paul Papius, die Untertanen zu Welzheim von ihr Pflicht loszusprechen und an Schenk Johann zu weisen. (Orig. Papier)
1 Bü
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:51 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 (Tektonik)
- Weltliche Herrschaften (Tektonik)
- Sonstige weltliche Herrschaften (Tektonik)
- Limpurg-Obersontheim, Erbschenken (Bestand)
- 19. Innere Angelegenheiten des limpurgischen Hauses (Gliederung)
- 19.2 Verhandlungen, Verträge, Streitigkeiten der Schenken untereinander betr. Schuldforderungen und Landesteilungen (Erbeinigungen) (Gliederung)
- 19.2.2 Zwischen den Mitgliedern des Hauses Limpurg-Gaildorf bis 1713 (ausgestorben im Mannesstamme 1690) (Gliederung)