Appellationis Auseinandersetzung um Ausschank eigenen Biers
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(1) 3753
Wismar W 112 (W W 3 n. 112)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 23. 1. Kläger W
(1721-1722) 16.01.1723-14.07.1723
Kläger: (2) Procurator Civitatis der Stadt Wismar und die Brauerkompanie zu Wismar (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Jeremias Kalenberg (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Josias Matras (A), Dr. Joachim Evers (P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s um Fristverlängerung zum Einreichen seiner Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil vom 16.01., 27.02. und 12.04. und Genehmigungen des Tribunals vom 19.01., 06.03. und 13.04. trägt der Kl. am 22.05. vor, daß der Bekl. im Frühling 1721 beim Ausschank eigengebrauten Biers erwischt und vom Gewett mit einer Strafe von 25 Rtlr und der Zerstörung des Braugeräts belegt worden ist. Das Ratsgericht, an das der Bekl. appelliert, hebt die Strafe wieder auf, die Kl. appellieren dagegen und fordern nachhaltige Bestrafung des Bekl. Das Tribunal lehnt die Appellation am 09.07.1723 ab.
Instanzenzug: 1. Gewett 1721 2. Ratsgericht 1721-1722 3. Tribunal 1723
Prozessbeilagen: (7) von Notar Philipp Heinrich Pladecius aufgenommene Appellation vom 16.10.1722; Ratsgerichtsurteil vom 07.10.1722; Gewettsprotokoll vom 21.05.1721
Beklagter: Jeremias Kalenberg (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Josias Matras (A), Dr. Joachim Evers (P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s um Fristverlängerung zum Einreichen seiner Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil vom 16.01., 27.02. und 12.04. und Genehmigungen des Tribunals vom 19.01., 06.03. und 13.04. trägt der Kl. am 22.05. vor, daß der Bekl. im Frühling 1721 beim Ausschank eigengebrauten Biers erwischt und vom Gewett mit einer Strafe von 25 Rtlr und der Zerstörung des Braugeräts belegt worden ist. Das Ratsgericht, an das der Bekl. appelliert, hebt die Strafe wieder auf, die Kl. appellieren dagegen und fordern nachhaltige Bestrafung des Bekl. Das Tribunal lehnt die Appellation am 09.07.1723 ab.
Instanzenzug: 1. Gewett 1721 2. Ratsgericht 1721-1722 3. Tribunal 1723
Prozessbeilagen: (7) von Notar Philipp Heinrich Pladecius aufgenommene Appellation vom 16.10.1722; Ratsgerichtsurteil vom 07.10.1722; Gewettsprotokoll vom 21.05.1721
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.12.2026, 07:28 MEZ