Gutsarchiv Gentha (Bestand)
Show full title
H 75 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1698) 1702 - 1815
Findhilfsmittel: Findbuch ca. 2000 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Gentha gehört zur Stadt Jessen (Elster), Lkr. Wittenberg, Sachsen-Anhalt.
Gentha gehörte im Spätmittelalter zur Herrschaft Seyda der Schenken von Landsberg, die 1459 in ein kursächsisches Amt umgewandelt wurde. Das zum Kurkreis gerechnete Amt Seyda kam 1815 an Preußen und gehörte dort 1816–1945 zur Provinz Sachsen.
Gentha brannte 1637 im Dreißigjährigen Krieg nieder. 1651 überließ der Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen das wüste Dorf Bernhard Ludolph Kanne auf Klöden als Dank für geleistete Dienste. Seit dem ausgehenden 17. Jh. wird in Gentha ein Rittergut mit Patrimonialgericht greifbar, dessen Umwandlung in ein Mann- und Weiberlehen Raban Kanne 1673 erreichte. Seine drei Töchter überließen Gentha 1695 ihrer Mutter Clara Catharina von Kuffer geb. von Hacke, die es 1702 an Hans von Brandenstein verkaufte.
Es haben sich Reste der Überlieferung des Patrimonialgerichts erhalten, für deren Überlieferungszeitraum im 18. Jh. die Familie von Schlegel, seit 1786 die Familie von Rex und ab 1802 die Familie Fließbach als Besitzer nachweisbar sind. 1929 befand sich das Gut im Besitz der Familie Hemeter-Augstin, die es bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 innehatte.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Registraturbildner: Gentha gehört zur Stadt Jessen (Elster), Lkr. Wittenberg, Sachsen-Anhalt.
Gentha gehörte im Spätmittelalter zur Herrschaft Seyda der Schenken von Landsberg, die 1459 in ein kursächsisches Amt umgewandelt wurde. Das zum Kurkreis gerechnete Amt Seyda kam 1815 an Preußen und gehörte dort 1816–1945 zur Provinz Sachsen.
Gentha brannte 1637 im Dreißigjährigen Krieg nieder. 1651 überließ der Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen das wüste Dorf Bernhard Ludolph Kanne auf Klöden als Dank für geleistete Dienste. Seit dem ausgehenden 17. Jh. wird in Gentha ein Rittergut mit Patrimonialgericht greifbar, dessen Umwandlung in ein Mann- und Weiberlehen Raban Kanne 1673 erreichte. Seine drei Töchter überließen Gentha 1695 ihrer Mutter Clara Catharina von Kuffer geb. von Hacke, die es 1702 an Hans von Brandenstein verkaufte.
Es haben sich Reste der Überlieferung des Patrimonialgerichts erhalten, für deren Überlieferungszeitraum im 18. Jh. die Familie von Schlegel, seit 1786 die Familie von Rex und ab 1802 die Familie Fließbach als Besitzer nachweisbar sind. 1929 befand sich das Gut im Besitz der Familie Hemeter-Augstin, die es bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 innehatte.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 0.1
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST