Abt Hartmu{o}d von U{o}rahe(1), Bistums Würzburg, und Marchward, Custos zu Bamberg, erklären als vom päpstlichen Stuhle verordnete Richter (ihr Mitrichter Abt Herold von Michelsberg ist verhindert) in dem Streite zwischen Abt Gebehard von Chastel und dem Pfarrer Chuonrad von Waelhingen(2) wegen des Patronatsrechts der Kirche in Geroltse und der von letzteren behaupteten Zugehörigheit zur Pfarrkirche in Waelhingen alle nach der Berufung des Anwaltes Gerwic des Abtes an den päpstlichen Stuhl erfolgten Massnahmen (Exkommunikation des Abtes sowie Besitzeinweisung des Pfarrers) für ungültig und setzen auf Bitten des Abtes als Tag für das Zeugenverhör den 12. Dez. fest. (Wechsel der Fassung:) Abt Herold von Michelsberg und Custos Marchward entscheiden zu Gunsten den Abtes, nachdem dieser mit folgenden Zeugen ("sacerdotes et milites sinodales personas") 40 jährige Gewere bewiesen hatte: 1) Dekan U{o}lrich von Phaphenhoven (Erinnerung bis zu Pfarrer Heinrich von Waelhingen und Pfarrer Ulrich von Geroltse, der im Namen des Klosters die Pfarrei verwaltete). 2) Pfarrer Herman von Hermarsdorf(3) (Erinnerung an 3 oder mehr Pfarrer von Geroltse und an Versehung dieser Pfarrei durch Mönche bei Vakanz; ein Edler soll vor mehr als 100 Jahren das Dorf G. mit allem Zubehör dem Kloster geschenkt haben). 3) Ritter Chunrad von Pretenwinden (Breitenwiesen B.Parsberg); 4) Ritter Pernger v. Levzemansstein (Lutzmannstein B.Parsberg); 5) Ritter Chunrad v. Ursensolgen (Ursensollen B.Amberg); 6) Ritter Rudolf v. Plaeren (wo?); 7) Ritter Burchard von Phaffenhoven; 8) Ritter Chunrad v. Engelisperge (Engelsberg B.Neumarkt?); 9) Ritter Friderich v. Heintal (abgegangen bei Kastl); 10) Pertolt v. Walhsvelt (Wolfsfeld B.Neumarkt).

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Staatsarchiv Amberg