A: Erhartt vonn Muckenntall zu Sandersdorf, Landrichter in Hirschberg und Pfleger in Altmannstein. S: Landgericht Hirschberg. Erhartt vonn Muckenntall zu Sannderstorff (Sandersdorf, Markt Altmannstein, LK E.), Landrichter des kaiserl. Landgerichtes der Grafschaft Hirsperg (Hirschberg, Stadt Beilngries, LK E.) und Pfleger in Altmannstain (Markt Altmannstein, LK E.), stellt einen Gerichtsbrief darüber aus, dass die Klage des Alexannder vom Wildenstain zu Praitnegk (Breitenegg, Markt Breitenbrunn, LK Neumarkt i.d.OPf), vertreten durch seinen Anwalt Fritz Vtelhouer, gegen Philips Hilprannt, Pflegverweser in Hirsperg, wegen der Gerichtsbarkeit über einen Hof in Kirchpuech (Kirchbuch, Stadt Beilngries, LK E.) vor dem Landgericht zulässig sei, und weist den Antrag des Hilprannt auf Remission des Verfahrens [vor ein eichstätt. Gericht] ab. Der Kläger hatte angegeben, dass er über alle Rechte über den genannten Hof mit Ausnahme der hohen Gerichtsbarkeit (malefitz) verfüge, und hatte Hilprannt vorgeworfen, dass dieser Linhart Praun, der den genannten Hof erbrechtweise innehat, zu Unrecht in Haft genommen hatte. Hilprannt gab darauf an, er habe von Amts wegen gehandelt, weil der Fb. E. in Kirchpuech die hohe und die niedere Gerichtsbarkeit besäße, und wies außerdem auf das kaiserliche Privileg über die Befreiung des Hochstiftes E. vom Landgericht hin. Hilprannt kündigt an, gegen das Urteil des Landgerichtes an das herzogl. Hofgericht in Munchen (München, krfrSt.) zu appellieren.

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Staatsarchiv Nürnberg