Johann [I.] von Essendorf, Abt zu Weingarten, vergleicht sich gütlich mit Heinz Fend oder Vend von Dietmannsberg in Streit über einen Lehenhof mit zugehörigem Wald. Über die Verleihung war eine Urkunde mit dem Siegel Frick Schmids, Amman zu Altdorf, ausgestellt worden. Fend darf den Hof und das Holz nutzen. Wenn er die Äcker nicht selber anbauen will, kann er sie andern verleihen, doch muß dann das Stroh auf dem Hof bleiben. Er darf in eigener Person ("mit sin selbes lip") Holz einschlagen für den Hausgebrauch ("ain notdurft in sin hus") und solches mit dem Karren zum Verkauf in die Stadt führen, aber er darf kein Holz auf dem Stamm verkaufen. Er muß jährlich auf St. Martin 3 1/2 lb h Zins zahlen, gibt 3 Strich Vogtkorn, 7 ß d Steuer und die Weinleite ("winlaiti"). Wegen des Hofs leistet er dem Landvogt in Schwaben oder auf die Burg Schmalegg Dienst. Von dem Acker, den er dem Stainhöwel zur Rodung gegeben hat, soll er das Holz wegführen.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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