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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 38 I Bü 2166
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 38 I Vorderösterreichische Regierung und Kammer betr. Oberamt Rottenburg
Vorderösterreichische Regierung und Kammer betr. Oberamt Rottenburg >> 2. Teil: Topographie Ahldorf-Hugswald >> Wellendingen (Kr. Rottweil)
1388, 1398
Enthält: I. Teil: Beil. Nr. 1-14: Vier Urkunden über den Pfandbesitz Hans des Pfusers an dem Dorf Wellendingen
1) 1388 Aug. 5.:
Hans der Pfuser bekennt, dass er von den ihm von Österreich verpfändeten Besitzungen "Isenburg die Vesten, Nordstetten daz Dorff und Weladingen daz Dorff" dem Grafen Rudolf von Hohenberg Nordstetten mit Ausnahme des Kirchensatzes und den Weiher im Isenburger Tal um 600 Pfd. zu lösen gab, also dass ihm Isenburg und Wellendingen um 1520 Pfd. Hl. als Pfandschaft bleiben.
An Sant Oswalds Tag 1388
Or. Pg. mit 1 anh. Sieg. abg.
2) 1388 Okt. 31.:
Hans der Pfuser verpfändet dem Uoli Branthoh um 1420 Pfd. Hl. die Feste Isenburg mit dem Weiher darunter mit dem Hof zu Buoch, den zur Zeit der Schaffner von Daetense (Dettensee) baut, das Dorf Nordstetten und den Pfandschatz eines Hauses in der Stadt Horb an der Ringmauer bei der Burg gelegen, genannt der Speicher, mit Ausnahme des Ziegelhauses zu Nordstetten, und des Gartens daran, es sei denn der Leutpriester des Dorfs zahle dem Branthoh jährlich 1 Pfd. Hl. Zins.
Siegler: Der Aussteller und seine Söhne Hans und Sigli die Pfuser
An aller Hailigen abent 1388
Or. Pg., von 3 anh. S. 1 abg., 1 besch., 1 zerbr.
3) 1388 Juni 14.:
Graf Haug von Montfort entscheidet in einem Streit zwischen Herzog Leupold von Österreich und Hanns dem Phuser wegen der Verpfändung des Dorfes Norstetten und des Weihers im Isenburger Tal und wegen des Verkaufs des Hofes Buch, dass beide Klagen durch Vorlegung der Originalurkunden bewiesen werden sollen.
Herzog Leopold, vertreten durch seinen Hofmeister Friedrich von Flednitz und Kammermeister Georg von Welsperg, hatte behauptet, der Pfuser habe Nordstetten und den Weiher versetzt, obwohl beide bereits um 600 Pfd. Hl. ausgelöst gewesen seien, und habe den Hof Buch, obwohl zur Pfandschaft gehörig, verkauft.Hans der Pfuser, beraten durch Graf Rudolf von Sulz, Graf Rudolf (VI.) von Hohenberg und Burkhard von Neuneck, sagte, das erste habe er nicht getan undzu Buch habe er einen Hof gekauft, der sein eigen sei und den er von Ulrich dem Faisten erkauft habe.
Freiburg i.Br., an fritag vor sant Veitstag 1398
Or. Pg., 1 Sieg. (des Ausst.) abg.
4) 1398 Dez. 21.:
Hanns der Phuser verspricht dem Herzog Leupolt von Österreich, der ihm das Dorf Welalingen mit seiner Zubehör, "das vormals mit der vest Isenburg und dem Dorff Norstetten ein Satz was", pfandweis verschrieben hat, alle Briefe über die Pfandschaft Isenburg, Nordstetten und Wellendingen mit Ausnahme derjenigen über den Kirchensatz zu Nordstetten auszuhändigen und dafür,dass Herzog Leopold ihm in seinen Landen und Städten Steuerfreiheit verheißen hat, dem Herzog die veste Schenkhenzell offenzuhalten gegen jedermann außer Walter von Geroltzegg, der ihm die veste verpfändet hat.
Ennzizheim (Ensisheim i- Els.), an sand Thomas tag des heiligen zwelfbetten 1398
Or. Pg., 2 Sieg. (des Ausst. und seines Sohnes) anh. (stark besch.)
1) 1388 Aug. 5.:
Hans der Pfuser bekennt, dass er von den ihm von Österreich verpfändeten Besitzungen "Isenburg die Vesten, Nordstetten daz Dorff und Weladingen daz Dorff" dem Grafen Rudolf von Hohenberg Nordstetten mit Ausnahme des Kirchensatzes und den Weiher im Isenburger Tal um 600 Pfd. zu lösen gab, also dass ihm Isenburg und Wellendingen um 1520 Pfd. Hl. als Pfandschaft bleiben.
An Sant Oswalds Tag 1388
Or. Pg. mit 1 anh. Sieg. abg.
2) 1388 Okt. 31.:
Hans der Pfuser verpfändet dem Uoli Branthoh um 1420 Pfd. Hl. die Feste Isenburg mit dem Weiher darunter mit dem Hof zu Buoch, den zur Zeit der Schaffner von Daetense (Dettensee) baut, das Dorf Nordstetten und den Pfandschatz eines Hauses in der Stadt Horb an der Ringmauer bei der Burg gelegen, genannt der Speicher, mit Ausnahme des Ziegelhauses zu Nordstetten, und des Gartens daran, es sei denn der Leutpriester des Dorfs zahle dem Branthoh jährlich 1 Pfd. Hl. Zins.
Siegler: Der Aussteller und seine Söhne Hans und Sigli die Pfuser
An aller Hailigen abent 1388
Or. Pg., von 3 anh. S. 1 abg., 1 besch., 1 zerbr.
3) 1388 Juni 14.:
Graf Haug von Montfort entscheidet in einem Streit zwischen Herzog Leupold von Österreich und Hanns dem Phuser wegen der Verpfändung des Dorfes Norstetten und des Weihers im Isenburger Tal und wegen des Verkaufs des Hofes Buch, dass beide Klagen durch Vorlegung der Originalurkunden bewiesen werden sollen.
Herzog Leopold, vertreten durch seinen Hofmeister Friedrich von Flednitz und Kammermeister Georg von Welsperg, hatte behauptet, der Pfuser habe Nordstetten und den Weiher versetzt, obwohl beide bereits um 600 Pfd. Hl. ausgelöst gewesen seien, und habe den Hof Buch, obwohl zur Pfandschaft gehörig, verkauft.Hans der Pfuser, beraten durch Graf Rudolf von Sulz, Graf Rudolf (VI.) von Hohenberg und Burkhard von Neuneck, sagte, das erste habe er nicht getan undzu Buch habe er einen Hof gekauft, der sein eigen sei und den er von Ulrich dem Faisten erkauft habe.
Freiburg i.Br., an fritag vor sant Veitstag 1398
Or. Pg., 1 Sieg. (des Ausst.) abg.
4) 1398 Dez. 21.:
Hanns der Phuser verspricht dem Herzog Leupolt von Österreich, der ihm das Dorf Welalingen mit seiner Zubehör, "das vormals mit der vest Isenburg und dem Dorff Norstetten ein Satz was", pfandweis verschrieben hat, alle Briefe über die Pfandschaft Isenburg, Nordstetten und Wellendingen mit Ausnahme derjenigen über den Kirchensatz zu Nordstetten auszuhändigen und dafür,dass Herzog Leopold ihm in seinen Landen und Städten Steuerfreiheit verheißen hat, dem Herzog die veste Schenkhenzell offenzuhalten gegen jedermann außer Walter von Geroltzegg, der ihm die veste verpfändet hat.
Ennzizheim (Ensisheim i- Els.), an sand Thomas tag des heiligen zwelfbetten 1398
Or. Pg., 2 Sieg. (des Ausst. und seines Sohnes) anh. (stark besch.)
Archivale
Branthoh, Uoli
Faist, Ulrich
Flednitz, Friedrich
Geroldseck, Walter von; um 1358-1393
Hohenberg, Rudolf VI. von; Graf
Neuneck, Burkhard von; Edelknecht, um 1373-1409
Pfuser, Hans
Pfuser, Sigli; ca. 14. Jh.
Schaefer, -
Sulz, Rudolf Graf von
Sulz, Rudolf I. von; Graf, Hofrichter, vor 1349-1406
Welsperg, Georg von
Buchhöfe : Nordstetten, Horb am Neckar FDS
Dettensee : Horb am Neckar FDS
Horb am Neckar FDS; Stadt
Isenburg : Horb am Neckar FDS; Feste
Nordstetten : Horb am Neckar FDS
Österreich [A]
Schenkenzell RW; Feste
Wellendingen RW
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:30 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 (Tektonik)
- Vorderösterreich (Tektonik)
- Hohenberg, Grafschaft, ober- und vorderösterreichische Regierung und Oberamt Rottenburg (Tektonik)
- Vorderösterreichische Regierung und Kammer betr. Oberamt Rottenburg (Bestand)
- 2. Teil: Topographie Ahldorf-Hugswald (Gliederung)
- Wellendingen (Kr. Rottweil) (Gliederung)