Kläger: Lt. Jacob Lander(s)husen als Kurator der Johanna Maria Simons in Hamburg (Kläger vor dem Obergericht).- Beklagter: Gerdt Blohme (Bloeme), Zinngießer und Bürger zu Hamburg (Beklagter vor dem Obergericht).- Streitgegenstand: Appellationis; nunc (1685) restitutionis in integrum; Eidesleistung in einem Streit unter den Gläubigern des verstorbenen Heinrich Harm(en)s (Hermann) um die Priorität ihrer Forderungen; Hinweis des Beklagten, dass seine Forderung von 7000 Mark durch die Eintragung ins Rentebuch der Stadt Vorzugsrecht habe; Einrede der Kläger, dass ihre Forderung von 12000 Mark aus der Vormundschaftsverwaltung des Heinrich Harms stamme und deshalb bevorrechtigt sei
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Kläger: Lt. Jacob Lander(s)husen als Kurator der Johanna Maria Simons in Hamburg (Kläger vor dem Obergericht).- Beklagter: Gerdt Blohme (Bloeme), Zinngießer und Bürger zu Hamburg (Beklagter vor dem Obergericht).- Streitgegenstand: Appellationis; nunc (1685) restitutionis in integrum; Eidesleistung in einem Streit unter den Gläubigern des verstorbenen Heinrich Harm(en)s (Hermann) um die Priorität ihrer Forderungen; Hinweis des Beklagten, dass seine Forderung von 7000 Mark durch die Eintragung ins Rentebuch der Stadt Vorzugsrecht habe; Einrede der Kläger, dass ihre Forderung von 12000 Mark aus der Vormundschaftsverwaltung des Heinrich Harms stamme und deshalb bevorrechtigt sei
211-2_S 116
S 6781
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> S
1633-1685
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Moritz Wilhelm von Gülich (1681). Dr. Georg Friedrich Müeg (1685). Beklagter: Dr. Johann Christoph Limbach (1681). Dr. Ludwig Ziegler (1683).- Instanzen: 1. (Niedergericht 1679). 2. Obergericht 1679-1680. 3. Reichskammergericht 1681-1685.- Darin: Zahlreiche Obligationen, Auszüge aus den Kaufmannsbüchern u.a. des Johann Simons und des Hans Heinrich Simons, Rechnungen u.a. über gefärbte Tuche, Geschäaftsbriefe, Quittungen und Zessionen u.a. eines Hofes bei Uetersen aus der Zeit 1633-1676 (passim); Testament von 1662 des Johann Simons; Aufstellung über den Grundbesitz des Heinrich Harms u.a. am Schaarmarkt und am Brauerknechtsgraben, über die vom Beklagten dem Heinrich Harms vorgeschossenen Hausbau- und Reparaturkosten und über eines Reise nach Kiel aus der Zeit 1669-1671; Vertrag von 1670 über die Anstellung des Hieronymus Lampert als Kaufgeselle bei Hans Heinrich Simons; Gesellschaftervertrag von 1671 zwischen Heinrich Harms und Hans Heinrich Simons sowie ein Vertrag von 1672 über die Anstellung des Hans Niebuhr als Faktor der Gesellschaft; Ehevertrag von 1671 zwischenn Hans Niebuhr, Kaufmann und Bürger zu Lübeck, und Agneta Helena Simons, Tochter des Johann Simons; Aufstellungen von 1674 über die Mobilien (u.a. Gemälde) des Hans Heinrich Simons, Seidenhändler in Hamburg; Leumundszeugnisse für den Beklagten durch Hamburger Prediger, das Amt der Zinngießer und Hamburger Bürger 1684; Auszug aus dem Kommentar des Bürgermeisters Lt. Vincent Moller, zum Hamburger Stadtrecht.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11359 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:58 MEZ