Klage (vor dem Ratsgericht) der Anna Wittover, Frau Heinrich Gise, früher Witwe Bernard Dirixen gen. Werling gegen Bernard Schürman, Prokurator am geistlichen Hofgericht, wohnhaft am Fischmarkt. Klägerin verlangt Befriedigung wegen ihrer Forderung an den Wandfärber Kaspar zum Busche und zwar aus dem Garten vor dem Neubrückentor zwischen Gärten des Heinrich Veltwisch und des Jabert Tinnen, den zum Busche ihr verpfändet hat.
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Klage (vor dem Ratsgericht) der Anna Wittover, Frau Heinrich Gise, früher Witwe Bernard Dirixen gen. Werling gegen Bernard Schürman, Prokurator am geistlichen Hofgericht, wohnhaft am Fischmarkt. Klägerin verlangt Befriedigung wegen ihrer Forderung an den Wandfärber Kaspar zum Busche und zwar aus dem Garten vor dem Neubrückentor zwischen Gärten des Heinrich Veltwisch und des Jabert Tinnen, den zum Busche ihr verpfändet hat.
B-Acta jud, 87
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1601-1700
1636 - 1637
Enthält: Der Beklagte ist angeblich jetzt Eigentümer des Gartens, den er von Bernard Evers, Vikar in Ludgeri gekauft haben soll. Er behauptet das. Erwähnt werden Kaufhändler Henrich Dirixen in Amsterdam, Schwager der Klägerin; Franz Heinrich Nagel; Laurenz Eppinck; Johan Meyer; Anna Bocholtz; Kaspar Tondorff; Notar Jabert Haver.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:23 MEZ