Politische und dienstliche Nachlässe: Ernst Ludwig Dietrich (Bestand)
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1190
Hessisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Gliederung >> Bestände nichtstaatlicher Herkunft >> Familienarchive und Nachlässe >> Politische und dienstliche Nachlässe
Enthält: Neben privater und dienstlicher Korrespondenzen (u. a. zur Tätigkeit als Landesbischof) enthält der Nachlass auch Materialien zum Kirchenkampf Deutsche Christen versus Bekennende Kirche aus der NS-Zeit sowie zum Spruchkammerverfahren nach 1945.
Aufsatz: Ernst Ludwig Dietrich: geb. 28. 1. 1897 in Groß-Umstadt, + 20. 1. 1974 in Wiesbaden; Dietrich besuchte das Gymnasium Worms und studierte Theologie und Orientalistik in Gießen und Marburg. In Friedberg besuchte er das Predigerseminar. Nach seiner Promotion arbeitete er als Pfarrassistent in Mainz 1920-1923. Danach war er in Wackernheim/Rhh. und ab 1927 in Hamburg-Barmbek Pfarrer. 1929-1968 war er Pfarrer an der Marktkirche in Wiesbaden, unterbrochen durch seine Berufung nach umstrittener Wahl zum Landesbischof der Ev. Landeskirche Nassau-Hessen 1933/34-1945. Nach 1945 wurde Dietrich wegen Mitgliedschaft in der NSDAP in einem Spruchkammerverfahren und vor einem kirchlichen Prüfungsausschuss zu bestimmten Auflagen verurteilt und als Pfarrer an der Marktkirche 1949 wieder eingesetzt. Seit 1949 war Dietrich auch Dozent am Orient-Institut in Frankfurt a. M. und seit 1956 Lehrbeauftragter an der Universität Frankfurt a.M.
Bestandsgeschichte: Wegen der Untersuchungen ab 1945 wurde der Nachlass aus seinem ursprünglichen Zusammenhang herausgelöst und nach den Erfordernissen der Disziplinarverfahren 1945 neu geordnet. 1977 gelangte er in das Hessische Hauptstaatsarchiv (Zug. 30/1977). Im Dezember 1983 wurde der Bestand von Dr. H. Brost verzeichnet (Nr. 1-39).
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: Sammelfindbuch (DV-Ausdruck)
Bearbeiter: H. Brost, 1983
Aufsatz: Ernst Ludwig Dietrich: geb. 28. 1. 1897 in Groß-Umstadt, + 20. 1. 1974 in Wiesbaden; Dietrich besuchte das Gymnasium Worms und studierte Theologie und Orientalistik in Gießen und Marburg. In Friedberg besuchte er das Predigerseminar. Nach seiner Promotion arbeitete er als Pfarrassistent in Mainz 1920-1923. Danach war er in Wackernheim/Rhh. und ab 1927 in Hamburg-Barmbek Pfarrer. 1929-1968 war er Pfarrer an der Marktkirche in Wiesbaden, unterbrochen durch seine Berufung nach umstrittener Wahl zum Landesbischof der Ev. Landeskirche Nassau-Hessen 1933/34-1945. Nach 1945 wurde Dietrich wegen Mitgliedschaft in der NSDAP in einem Spruchkammerverfahren und vor einem kirchlichen Prüfungsausschuss zu bestimmten Auflagen verurteilt und als Pfarrer an der Marktkirche 1949 wieder eingesetzt. Seit 1949 war Dietrich auch Dozent am Orient-Institut in Frankfurt a. M. und seit 1956 Lehrbeauftragter an der Universität Frankfurt a.M.
Bestandsgeschichte: Wegen der Untersuchungen ab 1945 wurde der Nachlass aus seinem ursprünglichen Zusammenhang herausgelöst und nach den Erfordernissen der Disziplinarverfahren 1945 neu geordnet. 1977 gelangte er in das Hessische Hauptstaatsarchiv (Zug. 30/1977). Im Dezember 1983 wurde der Bestand von Dr. H. Brost verzeichnet (Nr. 1-39).
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: Sammelfindbuch (DV-Ausdruck)
Bearbeiter: H. Brost, 1983
1,0 lfd. m; 39 Nummern
Bestand
Literatur: Otto Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl. Wiesbaden 1992, Nr. 751.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 12:53 MESZ