Stadt Papenburg (Bestand)
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NLA OS, Dep 76 b
Nds. Landesarchiv, Abt. Osnabrück (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Behörden des Staates und der kommunalen Verwaltung >> 1.2 Kommunale Verwaltung >> 1.2.1 Kreisangehörige Städte und Gemeinden
1568-1994
Bestandsgeschichte: Das Archiv der Stadt Papenburg (Ems) ist im Jahre 1979 im Staatsarchiv Osnabrück deponiert worden. Derzeit besitzt es einen Umfang von ca. 44,5 laufenden Regalmetern und besteht aus 3040 Verzeichnungseinheiten. Die Archivalien setzen mit abschriftlicher Überlieferung aus dem Jahre 1465 ein und enden bei - im einzelnen unscharfer Grenzlinie - dem Jahr 1960. Obwohl das Archivgut in früherer Zeit geordnet und vom Stadtarchivinspektor Ferdinand Marx verzeichnet worden war, ist im Staatsarchiv nach reiflicher Überlegung eine Neuverzeichnung in Angriff genommen worden. Bestimmend für diesen Entschluss war, dass das von F. Marx angelegte Repertorium lediglich die Hälfte des gesamten Archivinhalts nachwies. Akten des späten 19. und 20. Jahrhunderts, die insgesamt etwa die andere Hälfte ausmachten, waren gänzlich unverzeichnet.
Bei der Ordnung des Stadtarchivs ist ein Registraturschnitt eingeführt worden, der die Registraturverhältnisse der Herrlichkeit von denen der Stadt Papenburg trennt. Demgemäß ist als Grenzjahr das Jahr der Stadtwerdung, 1860, angesetzt worden. Während für die Zeit der Herrlichkeit Papenburg (bis 1859) die Akten im wesentlichen zwei Provenienzstellen entstammen, nämlich der Freiherrlich von Velenschen Rentei und dem Velenschen Patrimonialgericht Papenburg, sind die Akten nach der Stadtwerdung in den Registraturen der einzelnen Ämter der städtischen Verwaltung erwachsen. Ihnen lag ein neunstufiger Organisationsplan zugrunde, wie er von Fritz Nordsieck, Verwaltungsgliederung, Geschäftsverteilung und Aktenführung der Gemeinden, beschrieben worden ist (Der Gemeindetag. Zeitschrift für Gemeindepolitik 31. Jg. Nr. 15 (NF 4) vom 1. August 1937, S. 428 - 433). An diesen Organisationsplan hat sich die Ordnung der Akten der Stadtverwaltung angelehnt. - Was Nordsieck seinerzeit nicht vorgesehen hatte, waren besondere Verwaltungseinheiten, die sich mit der
Bestandsgeschichte: administrativen Abwicklung von Kriegsfolgen und Besatzungsmaßnahmen zu befassen hatten; Papenburg ist am 21. April 1945 von alliierten Truppen besetzt worden. Die von drängendster Not, einer katastrophalen Wohnungslage und gänzlich ungenügender Lebensmittelversorgung gekennzeichneten neuartigen Verwaltungsgeschäfte der unmittelbaren Nachkriegszeit sind dann von der eigens errichteten zehnten Organisationseinheit der Stadtverwaltung aufgenommen worden und haben sich in der Ordnung der Verwaltungsakten als Gliederungsgruppe [02.11] niedergeschlagen. [...]
Die gänzliche Neuverzeichnung des Papenburger Stadtarchivs förderte zwei Bestände zutage, die bei der Stadt deponiert, jedoch nicht eigens verzeichnet worden waren. Es handelt sich um das Archiv der Papenburger Schleppdampfrhederei (1882 bis 1953) und um den Nachlass von Professor Dr. Hermann Lange SJ (1878 bis 1936). Beide Bestände sind als selbständige Archivfonds geordnet und unter den Signaturen Dep 76 c und Dep 76 d aufgestellt worden. Somit liegen für die Archivalien der Stadt Papenburg folgende Findbücher vor:
Dep 76 b Stadtarchiv Papenburg
Dep 75 c Archiv der Papenburger Schleppdampfrhederei
Dep 76 d Nachlass Prof. Dr. Hermann Lange SJ
Dep 76 K Karten und Pläne des Stadtarchivs Papenburg
Dep 76 Index (Gesamtindexband der Findbücher b,c,d und K)
Die Signatur Dep 76 a ist nicht vorgesehen worden. Sie wird freigehalten für einen eigenen Papenburger Urkundenbestand, von dem eine selbständige Überlieferung bisher nicht aufgetreten ist.
Weitere auf Papenburg bezügliche Archivalien sind vor allem im Herrschaftsarchiv der Familie von Landsberg-Velen im Staatsarchiv Münster erwachsen. Im Staatsarchiv Osnabrück birgt wichtiges Archivgut der Bestand der alten Münsterschen Zentralbehörden betreffend das Amt Meppen (Rep 140). Ebenfalls ist reiches Archivgut im Archiv
Bestandsgeschichte: des Herzogtums Arenberg-Meppen (Dep 62) enthalten. Darüber hinaus bieten die Bestände der Arenbergischen Regierung zu Münster betreffend das Amt Meppen (Rep 225), das Arenbergische Amt Meppen (Rep 250 Mep I) und die Arenbergische Unterpräfektur Meppen (Rep 250 Mep II) eine Menge weiterer Nachrichten. Hingewiesen sei auch auf die Registratur des hannoverschen Amtes Meppen (Rep 350 Mep), in die auch die Registratur des einstigen hannoverschen Hoheitskommissars für das Herzogtum Arenberg-Meppen eingegangen ist. Dass auf einer höheren Verwaltungsinstanz Schriftgut betreffend die Stadt Papenburg auch bei der hannoverschen Landdrostei und bei der preußischen Regierung Osnabrück (Rep 335 und Rep 430) erwachsen ist, sei abschließend vermerkt.
Ergänzungen: Rep 490 Pap (staatl. Teilbestand)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bei der Ordnung des Stadtarchivs ist ein Registraturschnitt eingeführt worden, der die Registraturverhältnisse der Herrlichkeit von denen der Stadt Papenburg trennt. Demgemäß ist als Grenzjahr das Jahr der Stadtwerdung, 1860, angesetzt worden. Während für die Zeit der Herrlichkeit Papenburg (bis 1859) die Akten im wesentlichen zwei Provenienzstellen entstammen, nämlich der Freiherrlich von Velenschen Rentei und dem Velenschen Patrimonialgericht Papenburg, sind die Akten nach der Stadtwerdung in den Registraturen der einzelnen Ämter der städtischen Verwaltung erwachsen. Ihnen lag ein neunstufiger Organisationsplan zugrunde, wie er von Fritz Nordsieck, Verwaltungsgliederung, Geschäftsverteilung und Aktenführung der Gemeinden, beschrieben worden ist (Der Gemeindetag. Zeitschrift für Gemeindepolitik 31. Jg. Nr. 15 (NF 4) vom 1. August 1937, S. 428 - 433). An diesen Organisationsplan hat sich die Ordnung der Akten der Stadtverwaltung angelehnt. - Was Nordsieck seinerzeit nicht vorgesehen hatte, waren besondere Verwaltungseinheiten, die sich mit der
Bestandsgeschichte: administrativen Abwicklung von Kriegsfolgen und Besatzungsmaßnahmen zu befassen hatten; Papenburg ist am 21. April 1945 von alliierten Truppen besetzt worden. Die von drängendster Not, einer katastrophalen Wohnungslage und gänzlich ungenügender Lebensmittelversorgung gekennzeichneten neuartigen Verwaltungsgeschäfte der unmittelbaren Nachkriegszeit sind dann von der eigens errichteten zehnten Organisationseinheit der Stadtverwaltung aufgenommen worden und haben sich in der Ordnung der Verwaltungsakten als Gliederungsgruppe [02.11] niedergeschlagen. [...]
Die gänzliche Neuverzeichnung des Papenburger Stadtarchivs förderte zwei Bestände zutage, die bei der Stadt deponiert, jedoch nicht eigens verzeichnet worden waren. Es handelt sich um das Archiv der Papenburger Schleppdampfrhederei (1882 bis 1953) und um den Nachlass von Professor Dr. Hermann Lange SJ (1878 bis 1936). Beide Bestände sind als selbständige Archivfonds geordnet und unter den Signaturen Dep 76 c und Dep 76 d aufgestellt worden. Somit liegen für die Archivalien der Stadt Papenburg folgende Findbücher vor:
Dep 76 b Stadtarchiv Papenburg
Dep 75 c Archiv der Papenburger Schleppdampfrhederei
Dep 76 d Nachlass Prof. Dr. Hermann Lange SJ
Dep 76 K Karten und Pläne des Stadtarchivs Papenburg
Dep 76 Index (Gesamtindexband der Findbücher b,c,d und K)
Die Signatur Dep 76 a ist nicht vorgesehen worden. Sie wird freigehalten für einen eigenen Papenburger Urkundenbestand, von dem eine selbständige Überlieferung bisher nicht aufgetreten ist.
Weitere auf Papenburg bezügliche Archivalien sind vor allem im Herrschaftsarchiv der Familie von Landsberg-Velen im Staatsarchiv Münster erwachsen. Im Staatsarchiv Osnabrück birgt wichtiges Archivgut der Bestand der alten Münsterschen Zentralbehörden betreffend das Amt Meppen (Rep 140). Ebenfalls ist reiches Archivgut im Archiv
Bestandsgeschichte: des Herzogtums Arenberg-Meppen (Dep 62) enthalten. Darüber hinaus bieten die Bestände der Arenbergischen Regierung zu Münster betreffend das Amt Meppen (Rep 225), das Arenbergische Amt Meppen (Rep 250 Mep I) und die Arenbergische Unterpräfektur Meppen (Rep 250 Mep II) eine Menge weiterer Nachrichten. Hingewiesen sei auch auf die Registratur des hannoverschen Amtes Meppen (Rep 350 Mep), in die auch die Registratur des einstigen hannoverschen Hoheitskommissars für das Herzogtum Arenberg-Meppen eingegangen ist. Dass auf einer höheren Verwaltungsinstanz Schriftgut betreffend die Stadt Papenburg auch bei der hannoverschen Landdrostei und bei der preußischen Regierung Osnabrück (Rep 335 und Rep 430) erwachsen ist, sei abschließend vermerkt.
Ergänzungen: Rep 490 Pap (staatl. Teilbestand)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
3.127 Archivguteinheiten (42,9 Regalmeter)
Bestand
Literatur: Festschrift zur Einweihung des neuen Rathauses der Stadt Papenburg im Juni 1913, Papenburg 1913 [Bibliothek 3009] Ferdinand Marx, Leitfaden durch die Geschichte der Stadt Papenburg von der Gründung bis zur Neuzeit, Papenburg 1954 [Bibliothek 2500/27] Alexander Geppert, Die Stadt am Kanal. Achtzehn Bilder Papenburger Geschichte, Ankum 1955 [Bibliothek 2500/32] Wirtschaftsraum Ostfriesland-Papenburg, hrsg. von Klaus Pufpaff, 1968 (Monographien deutscher Wirtschaftsgebiete 21) 1795 - 1970. Johs.L. Meyer, Papenburg. Textliche Gestaltung von Rolf Eilers, Hamburg 1970 [Bibliothek 3100/64] Jürgen Meyer, Vom Moor zum Meer. Papenburger Schiffahrt in drei Jahrhunderten, Hamburg-Norderstedt 1976 [Bibliothek Z 730/76] Geschichte der Stadt Papenburg, hrsg. von W.-D. Mohrmann, Papenburg 1986 W.-D. Mohrmann, Zur Geschichte des Stadtarchivs Papenburg, in: Papenburger Blätter 9, 1989, S. 2-6
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 10:42 AM CEST