[N.N.] Äbtissin und Konvent des Zisterzienserinnenklosters Baindt beurkunden, dass sich Hans Sterck aus Baienfurt, derzeit Pfistermeister im Gotteshaus Weingarten, am heutigen Tag um eine Summe Geldes in nicht genannter Höhe von ihrer Leibherrschaft losgekauft hat. Auch namens ihrer Nachkommen sprechen die Ausstellerinnen genannten Hans, dessen Vermögen und Erben von der Eigenschaft des Leibes und Gutes samt den daraus erfließenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, garantieren, sie von Leibeigenschafts wegen mit Forderungen oder Ansprüchen nicht mehr zu behelligen, gestatten dem Freigelassenen, ab sofort neue Eigenschaft, Bürgerrecht, Schutz und Schirm bei Herren, Städten "vnd andern enden" anzunehmen, wo immer es ihm beliebt, unbehindert durch sie, die Ausstellerinnen, die hiermit ausdrücklich auf ihr bisheriges Eigentum an ihm verzichten.
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[N.N.] Äbtissin und Konvent des Zisterzienserinnenklosters Baindt beurkunden, dass sich Hans Sterck aus Baienfurt, derzeit Pfistermeister im Gotteshaus Weingarten, am heutigen Tag um eine Summe Geldes in nicht genannter Höhe von ihrer Leibherrschaft losgekauft hat. Auch namens ihrer Nachkommen sprechen die Ausstellerinnen genannten Hans, dessen Vermögen und Erben von der Eigenschaft des Leibes und Gutes samt den daraus erfließenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, garantieren, sie von Leibeigenschafts wegen mit Forderungen oder Ansprüchen nicht mehr zu behelligen, gestatten dem Freigelassenen, ab sofort neue Eigenschaft, Bürgerrecht, Schutz und Schirm bei Herren, Städten "vnd andern enden" anzunehmen, wo immer es ihm beliebt, unbehindert durch sie, die Ausstellerinnen, die hiermit ausdrücklich auf ihr bisheriges Eigentum an ihm verzichten.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3087
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1573 April 5
17,3 x 31,5 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Kloster Baindt
Empfänger: Hans Sterck
Siegler: Die Ausstellerinnen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Siegel anhängend, davon 1 nur noch in Fragmenten
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Hans Sterck
Siegler: Die Ausstellerinnen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Siegel anhängend, davon 1 nur noch in Fragmenten
Vermerke: Rückvermerk
Sterck, Hans
Baienfurt RV
Baindt RV; Kloster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:30 MEZ
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