Verein für Kinderheilanstalten - Stiftung Holdheim (Bestand)
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7.1114
Staatsarchiv Bremen (Archivtektonik) >> Gliederung >> 7. Nichtamtliche Überlieferung >> 7.2. Vereine, Verbände, Stiftungen, Parteien >> 7.2.3. Soziale Vereine und Initiativen
1912-1994
Enthält: Satzung, Mitgliederversammlungen, Beirats- und Vorstandssitzungen - Handakten von Vorstandsmitgliedern - Immobilienangelegenheiten - Verwaltung und Betrieb des Erholungsheims in Willingen, Kreis Waldeck - Erinnerungsstücke
Geschichte des Bestandsbildners: Der Verein für Kinderheilanstalten bildete sich 1845, um aus Spenden Heime für kranke, später für erholungsbedürftige Kinder zu betreiben. Durch Senatsbeschluss wurde ihm 1846 die Rechtsfähigkeit unter der Bezeichnung Verein zur Gründung und Unterhaltung einer Heilanstalt für kranke Kinder verliehen (2-T.6.p.2.k.3.). Der Verein richtete zunächst ein Kinderkrankenhaus ein, das er bis 1920 selbst bewirtschaftete und das 1920 in städtischen Besitz überging. Der spätere Name des Vereins leitete sich ab von dem Landgut Holdheim, das 1902 von Carl Schütte dem Verein gestiftet worden war; diese Liegenschaft nutzte der Verein als Kindererholungsheim. Das Haus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg an die Stadt Bremen übertragen, aus dem Erlös errichtete man den Neubau eines Erholungsheims in Willingen, Kreis Waldeck, der ebenfalls als Holdheim bezeichnet wurde. Seit 1981 lautet der Name des Vereins: Verein Kinderheim Holdheim. Da das Kinderheim seit etwa 1980 nicht mehr kostendeckend betrieben werden konnte, wurde das Stiftungskapital durch den Betrieb des Heims aufgezehrt, 1990 musste der Verein liquidiert werden.
Bestandsgeschichte: Im Jahr 1995 übergab der langjährige Schriftführer des Vereins, Gert Overbeck, dem Staatsarchiv gemäß dem Liquidationsbeschluss der Mitgliederversammlung die bei ihm entstandenen Akten. Darunter befanden sich auch die Handakten des Rechstanwalts Dr. Johann G. Lohmann, der 1951 bis 1972 den Verein als Vorsitzender vertreten hatte. Diese Unterlagen wurden zunächst dem Bestand 7,500 der Kleinen Erwerbungen unter der Nummer 124 zugeordnet und vorläufig bearbeitet.
Im Jahr 2006 wurde von Prof. Dr. Jürgen Blandow, bis zu seiner Emeritierung Professor in Fachbereich 11 Studiengang Sozialpädagogik an der Universität Bremen, dem Staatsarchiv weiteres Schriftgut des Vereins übergeben. Er selbst hatte die Unterlagen vom letzten Vorsitzenden des Vereins, Peter Henschen, nach der Auflösung des Vereins etwa 1992 erhalten.
Bestandsgeschichte: Der Bestand enthält bis auf einige Erinnerungsstücke und wenigen Texten zur Vereinsgeschichte kein älteres Schriftgut, er dokumentiert die Tätigkeit des Vereins in der Nachkriegszeit, vor allem den Betrieb des Kinderheim ab den 1970er Jahren.
Die Akten wurden bis auf Doppelstücke und einige wenige Vorgänge, die bedeutungslose Details aus der Immobilienverwaltung enthielten, geschlossen übernommen. Es handelt sich im wesentlichen um Handakten der Vereinsvorsitzenden, außerdem Sammlungsgut wie Fotoalben. Breitenfeldt/Schleier 1998/2010
Geschichte des Bestandsbildners: Der Verein für Kinderheilanstalten bildete sich 1845, um aus Spenden Heime für kranke, später für erholungsbedürftige Kinder zu betreiben. Durch Senatsbeschluss wurde ihm 1846 die Rechtsfähigkeit unter der Bezeichnung Verein zur Gründung und Unterhaltung einer Heilanstalt für kranke Kinder verliehen (2-T.6.p.2.k.3.). Der Verein richtete zunächst ein Kinderkrankenhaus ein, das er bis 1920 selbst bewirtschaftete und das 1920 in städtischen Besitz überging. Der spätere Name des Vereins leitete sich ab von dem Landgut Holdheim, das 1902 von Carl Schütte dem Verein gestiftet worden war; diese Liegenschaft nutzte der Verein als Kindererholungsheim. Das Haus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg an die Stadt Bremen übertragen, aus dem Erlös errichtete man den Neubau eines Erholungsheims in Willingen, Kreis Waldeck, der ebenfalls als Holdheim bezeichnet wurde. Seit 1981 lautet der Name des Vereins: Verein Kinderheim Holdheim. Da das Kinderheim seit etwa 1980 nicht mehr kostendeckend betrieben werden konnte, wurde das Stiftungskapital durch den Betrieb des Heims aufgezehrt, 1990 musste der Verein liquidiert werden.
Bestandsgeschichte: Im Jahr 1995 übergab der langjährige Schriftführer des Vereins, Gert Overbeck, dem Staatsarchiv gemäß dem Liquidationsbeschluss der Mitgliederversammlung die bei ihm entstandenen Akten. Darunter befanden sich auch die Handakten des Rechstanwalts Dr. Johann G. Lohmann, der 1951 bis 1972 den Verein als Vorsitzender vertreten hatte. Diese Unterlagen wurden zunächst dem Bestand 7,500 der Kleinen Erwerbungen unter der Nummer 124 zugeordnet und vorläufig bearbeitet.
Im Jahr 2006 wurde von Prof. Dr. Jürgen Blandow, bis zu seiner Emeritierung Professor in Fachbereich 11 Studiengang Sozialpädagogik an der Universität Bremen, dem Staatsarchiv weiteres Schriftgut des Vereins übergeben. Er selbst hatte die Unterlagen vom letzten Vorsitzenden des Vereins, Peter Henschen, nach der Auflösung des Vereins etwa 1992 erhalten.
Bestandsgeschichte: Der Bestand enthält bis auf einige Erinnerungsstücke und wenigen Texten zur Vereinsgeschichte kein älteres Schriftgut, er dokumentiert die Tätigkeit des Vereins in der Nachkriegszeit, vor allem den Betrieb des Kinderheim ab den 1970er Jahren.
Die Akten wurden bis auf Doppelstücke und einige wenige Vorgänge, die bedeutungslose Details aus der Immobilienverwaltung enthielten, geschlossen übernommen. Es handelt sich im wesentlichen um Handakten der Vereinsvorsitzenden, außerdem Sammlungsgut wie Fotoalben. Breitenfeldt/Schleier 1998/2010
1
Bestand
Benutzung: Da auch Vorgänge aus der Personalverwaltung vorhanden sind, unterliegen einige Akten personenbezogenen Schutzfristen.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
30.06.2025, 11:55 MESZ