Der Generalvikar des Bischofs Jakob [Fugger] von Konstanz teilt dem Dekan des Ruralkapitels von Altdorf mit, daß er den Priester Bartholomäus Leuthin in die Kaplaneien des Altars St. Crucis beim Leprosorium außerhalb der Mauern der Reichsstadt Ravensburg sowie des Altars der Hl. Apostel Peter und Paul in der Kirche Unserer lieben Frau zu Ravensburg investiert hat. Die Altäre wurden frei durch Resignation des letzten Besitzers M. Johannes Wilpold. Die Investitur Leuthins erfolgte nach Präsentation durch Georg [Wegelin], Abt zu Weingarten, als Inhaber des Patronatsrechts und nach Ablegung des üblichen Treue- und Gehorsamseides. Dem Dekan wird befohlen, den Kaplan in den wirklichen Besitz der Kaplanei und der damit verbunden Einkünfte einzusetzen. Unterschrieben von dem geschworenen Substituten Johann Ulrich Steigentesch namens des Notars Johann Andreas Dornsperger.
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Der Generalvikar des Bischofs Jakob [Fugger] von Konstanz teilt dem Dekan des Ruralkapitels von Altdorf mit, daß er den Priester Bartholomäus Leuthin in die Kaplaneien des Altars St. Crucis beim Leprosorium außerhalb der Mauern der Reichsstadt Ravensburg sowie des Altars der Hl. Apostel Peter und Paul in der Kirche Unserer lieben Frau zu Ravensburg investiert hat. Die Altäre wurden frei durch Resignation des letzten Besitzers M. Johannes Wilpold. Die Investitur Leuthins erfolgte nach Präsentation durch Georg [Wegelin], Abt zu Weingarten, als Inhaber des Patronatsrechts und nach Ablegung des üblichen Treue- und Gehorsamseides. Dem Dekan wird befohlen, den Kaplan in den wirklichen Besitz der Kaplanei und der damit verbunden Einkünfte einzusetzen. Unterschrieben von dem geschworenen Substituten Johann Ulrich Steigentesch namens des Notars Johann Andreas Dornsperger.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 1958
fasc. 006 n. 05
05282
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 17. Jahrhundert
1613 März 6 (die 6. Martii)
11,8 x 25,8 (Höhe x Breite)
Urkunden
Lateinisch
Ausstellungsort: Konstanz
Aussteller: Der Generalvikar des Bischofs Jakob [Fugger] von Konstanz
Empfänger: Dekan von Ravensburg
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. in Metallkapsel
Vermerke: Lat. Rückvermerk, demzufolge Konrad Schmid, Magister der Philosophie und Bacc. theol., Dekan zu Ravensburg, am 14.3.1613 Bartholomäus Lütti in den Besitz der Altäre S. Crucis extra muros und der Apostel Peter und Paul eingewiesen hat.
Aussteller: Der Generalvikar des Bischofs Jakob [Fugger] von Konstanz
Empfänger: Dekan von Ravensburg
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S. in Metallkapsel
Vermerke: Lat. Rückvermerk, demzufolge Konrad Schmid, Magister der Philosophie und Bacc. theol., Dekan zu Ravensburg, am 14.3.1613 Bartholomäus Lütti in den Besitz der Altäre S. Crucis extra muros und der Apostel Peter und Paul eingewiesen hat.
Leuthin, Bartholomäus, Kaplan
Lüttin, Bartholomäus s. Leuthin
Schmid, Konrad; Bacc. theol., Dekan
Steigentesch, Johann Ulrich, Substitut
Wegelin, Georg; Abt von Weingarten
Wilpold, Johannes, M., Kaplan
Altdorf = Weingarten RV; Dekan
Altdorf = Weingarten RV; Ruralkapitel
Konstanz KN
Konstanz KN; Generalvikar
Konstanz KN; Notare
Ravensburg RV; Dekan
Ravensburg RV; Heiligkreuzaltar
Ravensburg RV; Kapläne
Ravensburg RV; Leprosorium extra muros
Ravensburg RV; Pfarrkirche Unserer lieben Frau, Altarpfründen
Ravensburg RV; St. Peter und Paul-Altar
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:31 MEZ
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