Gutsarchiv Poplitz (Bestand)
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H 181 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1116) 1493 - 1931
Benutzbarkeit: eingeschränkt benutzbar
Findhilfsmittel: Findbuch von 2010 (online recherchierbar); zum Teil unerschlossen.
Registraturbildner: Poplitz gehört zur Stadt Könnern, Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt.
1060 schenkte Kaiser Heinrich IV. das Dorf Poplitz dem Magdeburger Erzstift. Das Erzstift fiel 1680 als Herzogtum Magdeburg an die Kurfürsten von Brandenburg und ging 1816 in der preußischen Provinz Sachsen auf, die bis 1945 bestand.
Nach Poplitz nannte sich ein 1215 nachweisbares Ministerialengeschlecht, dessen letzter Spross Markus von Poplitz noch 1514 mit Poplitz belehnt wurde. 1522 erwarb Lorenz von Krosigk die Rittergüter Poplitz und Beesen von Tilo von Knöbeln. Im Besitz der in der Gegend um Alsleben reich begüterten Familie von Krosigk verblieb das Rittergut Poplitz bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945.
Zum Rittergut gehörte die Patrimonialgerichtsbarkeit über Poplitz, das seit dem Wüstfallen des Dorfes im 15. Jh. nur aus dem Gut selbst bestand und nach Laublingen eingepfarrt war. Zeitweilig von Poplitz aus mitverwaltet wurden das 1522 miterworbene Rittergut Beesen (heute Beesenlaublingen), das nach Teilung in die Rittergüter Alt- und Neubeesen 1720/37 an den preußischen König verkauft und in das Domänenamt Neubeesen umgewandelt wurde, sowie das Rittergut Beesedau, ein Lehen der Grafen von Barby, das 1664 und noch 1827 der Familie von Krosigk gehörte.
Bestandsinformationen: Im November 2013 erfolgte die Migration der Access-Datenbank in das vorhandene Archivierungssystem.
Der Bestand wird auf Grundlage eines 2008 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Findhilfsmittel: Findbuch von 2010 (online recherchierbar); zum Teil unerschlossen.
Registraturbildner: Poplitz gehört zur Stadt Könnern, Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt.
1060 schenkte Kaiser Heinrich IV. das Dorf Poplitz dem Magdeburger Erzstift. Das Erzstift fiel 1680 als Herzogtum Magdeburg an die Kurfürsten von Brandenburg und ging 1816 in der preußischen Provinz Sachsen auf, die bis 1945 bestand.
Nach Poplitz nannte sich ein 1215 nachweisbares Ministerialengeschlecht, dessen letzter Spross Markus von Poplitz noch 1514 mit Poplitz belehnt wurde. 1522 erwarb Lorenz von Krosigk die Rittergüter Poplitz und Beesen von Tilo von Knöbeln. Im Besitz der in der Gegend um Alsleben reich begüterten Familie von Krosigk verblieb das Rittergut Poplitz bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945.
Zum Rittergut gehörte die Patrimonialgerichtsbarkeit über Poplitz, das seit dem Wüstfallen des Dorfes im 15. Jh. nur aus dem Gut selbst bestand und nach Laublingen eingepfarrt war. Zeitweilig von Poplitz aus mitverwaltet wurden das 1522 miterworbene Rittergut Beesen (heute Beesenlaublingen), das nach Teilung in die Rittergüter Alt- und Neubeesen 1720/37 an den preußischen König verkauft und in das Domänenamt Neubeesen umgewandelt wurde, sowie das Rittergut Beesedau, ein Lehen der Grafen von Barby, das 1664 und noch 1827 der Familie von Krosigk gehörte.
Bestandsinformationen: Im November 2013 erfolgte die Migration der Access-Datenbank in das vorhandene Archivierungssystem.
Der Bestand wird auf Grundlage eines 2008 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 17.8
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ