Forstverwaltung I (Bestand)
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Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, Ba 105
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein >> Archiv Bartenstein >> Jüngere Bestände (19.-20. Jahrhundert)
1824-1912
Inhalt und Bewertung
Im Zusammenhang mit der Regelung der staatsrechtlichen Verhältnisse des Hauses Hohenlohe-Bartenstein wurde um 1823 in Bartenstein eine Forstverwaltung eingerichtet, der die Revierverwaltungen Bartenstein und Gleichen unterstellt waren. 1892 übernahm die Domänenkanzlei die Funktionen der Forstverwaltung.
Gliederung: 1. Grundstocksverwaltung; 2. Kanzleiverwaltung; 3. Personalien; 4. Laufende Verwaltung; 5. Jagdverwaltung.
1. Zur Geschichte der Forstverwaltung Bartenstein: Im Zusammenhang mit der Regelung der staatsrechtlichen Verhältnisse der Standesherrschaft Hohenlohe-Bartenstein wurde um 1825 eine besondere Forstverwaltung eingerichtet, der Revierverwaltungen in Bartenstein und Gleichen unterstellt wurden. Diese Verwaltung bleib auch nach dem Anfall von Bartenstein an die Linie Jagstberg 1844 bestehen, als infolge dieses Erbfalles die Domänenkanzleien Bartenstein und Haltenbergstetten in Bartenstein zusammengelegt wurden (bis 1873). Nach der erneuten Trennung von Bartenstein und Jagstberg wurde die Bartensteiner Forstverwaltung 1881 reduziert, als der amtierende Forstmeister Bayer zusätzliche Aufgaben in der Domänenverwaltung übernahm. Nach seiner Pensionierung 1892 wurde die Forstverwalterstelle nicht mehr besetzt. Die Forstverwaltung wurde von der Domänenkanzlei mit übernommen. Eine geordnete Führung der Forstakten war schon vorher nicht mehr gewährleistet.
2. Zur Geschichte des Bestandes: Von wenigen Ausnahmen abgesehen beginnen die Akten der Forstverwaltung im Jahr 1848. Ihre Ordnung scheint um 1860 vorgenommen worden zu sein, als auch die Bartensteiner Domänenkanzlei neu organisiert wurde. Ältere forstliche Akten wurden dem Archiv zugeführt oder kassiert. Bei der Neuaufstellung des Archivs Bartenstein nach der Überführung in das Hohenlohe-Zentralarchiv 1975 wurden die Akten der Forstverwaltung - soweit noch vorhanden - nach dem alten Registraturplan zusammengestellt und verzeichnet. Einzelne unsignierte sachlich dazugehörige Faszikel wurden in die alte unverändert übernommene Ordnung eingegliedert. Die Forstrechnungen befinden sich im Bestand der Bartensteiner Rechnungen. Der Bestand wurde im Sommer 1975 unter meiner Aufsicht von Frau Irma Fröhlich verzeichnet. Er umfasst 163 Bü in 1,70 lfd. Metern (nach Umverpackung in Archivboxen 2010 2,1 lfd. m). Neuenstein, im September 1975 Dr. Taddey Oberstaatsarchivrat
163 Bü (2,1 lfd.m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ